Donnerstag, 27. Dezember 2012

Icom IC280e - Wiederbeleben des Oldtimers

Vor kurzem habe ich einen alten Icom IC280e als Bastelgerät überlassen bekommen(DANKE nochmal Alex ;).
Sicher hat der TRX schon ein paar Tage auf dem Buckel,eignet sich jedoch noch problemlos als OV-Telefon oder ähnliches.


Nach einem ausgiebigen Test zeigten sich mehrere altersbedingte Krankheiten an dem "alten Herren".
Zunächst fiel selbstverständlich die fehlende Wiedergabe auf.Auch lag der TRX sendeseitig neben der QRG und es war ein deutlich vernehmbares summen bei der Verwendung des eingebauten Lautsprechers auf.Also wurde das Gerät erst einmal zerlegt.Als kleine Besonderheit war dieses Gerät eines der ersten im HAM-Radiobereich,daß eine absetzbare Front besaß.Aus diesem Grund musste nur das absetzbare Bedienteil entfernt werden.


Dieses wurde nun geöffnet(entfernen der Kunststoffhaube)und wieder im angeschlossenen Zustand auf den NF-Fehler hin kontrolliert.


Zunächst fielen die völlig oxidierten Potis für Squelch und Volume negativ auf.Deren Kontaktprobleme wurden durch das Austauschen gegen neue(NOS) passende Teile behoben,die vor dem Einbau gleich noch mit Tunerspray zusätzlich gegen Oxidbildung behandelt wurden.In diesem Zuge wurden auch alle Drucktaster sowie der optische Kanalschalter gereinigt und vom Schmutz der vielen Jahre befreit.Die Front nebst Bedienknöpfen wurde selbstverständlich in diesem Zuge gleich mittels eines Reinigungsbades gesäubert.


Nachdem die Kontaktprobleme der Potis behoben waren und die Taster wieder fit gemacht wurden,konnte erst einmal ein einfacher Funktionstest durchgeführt werden.


Jetzt konnte auch wieder die gereinigte Front zusammengebaut werden.


Da das Frontteil nun wieder komplettiert war,konnte ich mich jetzt auf die weiteren Krankheiten "stürzen".
Natürlich wurde das Gerät wieder mit einem originalen Icom-Handmikrofon versehen.


Nun fielen beim ausgiebigen Test noch weitere Altersbeschwerden auf.Im eingebauten Lautsprecher war ein deutliches Summen zu vernehmen und der TRX war nicht frequenzstabil.

Das Frequenzproblem war schnell behoben.
Ein Kondensator hatte sich verabschiedet und musste gewechselt werden sowie ein kleiner Drehkondensator hatte das zeitliche gesegnet.
Leider sind die Bilder zu diesem Wechsel durch ein Problem mit meiner Speicherkarte der Digicam versehentlich gelöscht worden.

Also gehts mit dem Störgeräusch im eingebauten Lautsprecher weiter.Da im ausgebauten Zustand diese Geräusche nicht mehr vorhanden waren,war das beheben des Fehlers recht einfach.


Das Anschlusskabel des Lautsprechers wurde zunächst abgelötet.


Dieses Kabel wurde jetzt gegen ein geschirmtes Anschlusskabel getauscht.


Nachdem ich nun das geschirmte Anschlusskabel am Lautsprecher angeschlossen hatte,war das Summen zwar deutlich leiser geworden aber noch nicht ganz weg.Hierzu lötete ich noch eine Induktivität am Masse/Minuskontakt des Lautsprechers an und fixierte diesen einfach mittels mit Heißklebepistolen verarbeitbaren Isolierklebstoff.


Somit war das NF-Problem auch behoben.
Abschliessend musste noch eine Lösung für den fehlenden Haltebügel her.Ich hätte zwar Einen abkannten können aber habe dann auf zwei neue Aufstellfüße zurückgegriffen.
 

Fertiggestellt sieht der TRX nun so aus.

  
Ich finde die Lösung mit den Aufstellfüßen nicht mal schlecht und der TRX läuft auch wieder problemlos.
Abschliessend hatte ich den Transceiver noch komplett nach dem werksseitigen Servicemanual abgeglichen und ihn wieder in Betrieb genommen.
Als OV-Telefon oder Beispielsweise Rücksprech-TRX ist der alte Transceiver auch heute noch sehr gut nutzbar und erfüllt seine Arbeit nun zu vollster Zufriedenstellung.

  

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