Montag, 3. Dezember 2018

ICOM IC-2730 - Erweiterung für den Betrieb als Crossband-Repeater

Der ICOM IC-2730 besitzt für den außereuropäischen Betrieb eine aktivierbare Crossbandrepeater-Funktion.
Leider ist diese Funktion in Europa durch eine dementsprechende Jumperung des Prozessors deaktiviert.

Um dem Transceiver diese Funktion zu ermöglichen, muss der Transceiver zunächst geöffnet werden.


Auf der Platine wird nun die Diode D319 lokalisiert.
Diese wird nun ausgelötet.

ACHTUNG!!!  
Diese Lötarbeiten dürfen ausschliesslich mit passendem Lötequipment und dem entsprechenden handwerklichen Können ausgeführt werden.
Da es sich hier um die schon sehr kleine(siehe Bild im Vergleich zu einem handelsüblichen 3,5mm Klinkenstecker)SMD-Norm 0402 handelt, sollte sich jeder überlegen, ob er diese Möglichkeiten und Fähigkeiten besitzt.
Anderen Falls kann dies zu irreparablen Schäden am Transceiver führen!!! 


Wenn die Diode ausgelötet wurde, sollte man anschliessend nochmal die Lötstelle genau kontrollieren(ich säuberte diese nochmals mittels Industriealkohol und kontrolliere alles nochmals mit einer Lupe).


Nach dieser Modifikation lässt sich im Menü recht bedienfreundlich die Crossband-Repeater-Funktion aktivieren.







ICOM HM-207 - Modifikation der Modulation...

Das ICOM HM-207 wird an verschiedenen Transceivern von ICOM als originales DTMF-Fernbedienmikrofon genutzt.


Speziell am ICOM IC-2730 stellt man schnell fest, daß die Modulation eine deutliche Höhen/Mittenanhebung hat(sehr gut in der höchsten Mic-Gain-Einstellung hörbar).

Abhilfe ist bei dem Mikrofon schnell gefunden.
Hierzu wird das Mikrofon geöffnet und das Board aus dem Gehäuse ausgebaut.


Danach wird mittels eines Locheisens die Mikrofonöffnung auf 4mm erweitert.
Nachfolgend wird die Tastaturmatte wieder im Mikrofon eingelegt und die originale Kapsel aus dem Board ausgelötet und nachfolgend die Lötstelle gründlich von bleifreiem Lot befreit.

Nun wurde dort die Mikrofonkapsel eines geschlachteten Nokia 5110 eingebaut und das Mikrofon wieder zusammen geschraubt.


Die nachfolgenden Rapporte waren durchweg zufriedenstellend, weil die Modulation nun deutlich mehr Tiefenanteil besitzt(auch in Mic-Stellung "3") und somit schlicht angenehmer und natürlicher klingt.




Freitag, 30. November 2018

Tevion MD30272A - Reparatur des defekten Netzteils

Vor längerer Zeit fragte mich ein Kumpel, ob ich nicht mal nach seinem betagten Tevion-Flachbild-TV schauen könnte.
Die beiden schauen nur sehr wenig TV und wollten die Ausgaben für einen neuen TV umgehen.
Der Fernseher hatte die Macke, daß er manchmal nicht anging bzw.teils sporadisch, wenn er denn mal an war, aus ging.


Es konnte eigentlich nicht viel sein.
Und da sich großer Aufwand bei der betagten Glotze leider nicht mehr rechnet, bestand die "Hoffnung", daß sich der Fehler evtl.auf ein, zwei trockene Elkos und/oder es sich um kalte Lötstellen handelte. 
Also auf mit dem Ding...
Nach dem entfernen der Gehäuserückseite(alter Schwede waren das ein Haufen Schrauben...damit baut man in anderen Regionen dieser Welt ganze Häuser ;)


Ich entnahm nun die Netzteilplatine und der Fehler zeigte sich nach dem Ausbau recht schnell.
Selbst für ein sehr frühes RoHs-konformes Gerät waren die Fehler auf der Platine zu viel.Neben schadhaften Lötstellen, die bereits thermische Schäden hinterlassen hatten(siehe Bild), waren auch viele gerissene, kalte Lötstellen sichtbar.


Diese wurden nun nachgelötet und das Board wieder eingebaut und siehe da, nach dem Anlernen einer passenden Universalfernbedienung spielte der alte Fernseher wieder problemlos. 





Albrecht DMC555 bgl.Codan(9323,9360,9780,9390) Vorverstärkerumbau sowie Umbau der Beleuchtung oder... Frischzellenkur fürs bekannte DTMF-Mikrofon

Das DMC555 wurde in den späten 80er und 90er Jahren u.a.durch Albrecht/Wipe und auch Codan vertrieben.

Diese Mikrofone liegen recht solide in der Hand und eignen sich durch ihre eingebaute DTMF-Tastatur auch heute noch für den Einsatz an aktuellen Transceivern.

Bei dem hier abgebildeten Exemplar,welches irgendwann einmal vom Flohmarkt der HamRadio stammte, sollte nun eine kleine Frischzellenkur vorgenommen werden, bevor es dann an einem älteren Kenwood zum Einsatz kommt.

Es gab vier Probleme mit dem "guten" Stück.
Das Kabel war an der Durchführung ins Mikrofongehäuse total brüchig, es kam keine Modulation heraus, der DTMF-Geber funktionierte nicht mehr und die Beleuchtung der Tastatur war auch in die ewigen Jagdgründe eingegangen.

Das Kabel war recht schnell ausgetauscht und somit der augenscheinlichste Fehler behoben.
Danach ging es an das Modulationsproblem.
Aus irgend einem Grund hatte die Kapsel den Dienst quittiert.
Diese war also Geschichte und wurde nun durch eine neue dynamische Kapsel aus einem Betriebsfunkmikrofon ersetzt.Leider war die Modulation recht leise.Der Klang selbst war recht gut.
Erst zögerte ich und wollte das Teil gleich gegen eine Elektretkapsel austauschen und mit passender Beschaltung für eine solche Kapsel etwas mehr "Frische" und Empfindlichkeit reinzaubern.
Aber warum nicht der dynamischen Kapsel eine Chance geben.
Bei den Überlegungen fiel mir ein, daß ich noch einen kleinen einstufigen SMD-Mikrofonvorverstärker rumliegen habe, der zudem auch noch für den großen Betriebsspannungsbereich von 9-16V geeignet ist und somit ohne weitere Anpassungsarbeiten ins Mikrofon passen würde(der Kenwood hat 8V Betriebsspannung an der Mikrofonbuchse anliegen, was vollkommen ausreichend ist, um den VV daran zu betreiben).


Der Vorverstärkerbausatz war schnell zusammen gebruzelt und mit wenig Zeitaufwand im Mikrofon angeschlossen.Ich habe zusätzlich noch einen 100kOhm Potentiometer am Ausgang des VV angeschlossen, um den Pegel besser anpassen zu können.
Bekanntlich hilft zu viel oft weniger als weniger ;) (was eine geistige Stolpertreppe...) 


Nun musste noch ein neues Licht aufgehen...
Die grünen eingebauten LEDs waren wirklich arg dunkel.
Also noch schnell die hinter der DTMF-Tastatur eingebaute LED-Trägerplatine ausgebaut, die LEDs neu auf den "Parallelbetrieb" umgerüstet und einen passenden Vorwiderstand eingebaut, um die LEDs an den 8Volt betreiben zu können.


Fertig.
Das Mikrofon klingt nun deutlich besser und lauter, die Tastatur ist schön hinterleuchtet und das Kabel ist auch wieder ok.
Am Ende siehts nun so aus.


Trotzdem werde ich in Kürze nochmal probieren,wie das Mikrofon klingt, wenn es auf Elektretkapsel umgebaut ist...


Dienstag, 20. November 2018

Baofeng UV3r MK2 - Oberwellenunterdrückung und Start-Volume verbessern...

Bereits bei der ersten Serie des Baofeng UV3r hieß es irgendwann, man hätte den Transceiver in Hinsicht auf die Oberwellenunterdrückung verbessert.
Als ich dieses Gerät in die Finger bekam, machte ich mir wegen dieser Information diesbezüglich keine Gedanken mehr.

Als das Gerät Mitte des Jahres wegen einer defekten Endstufe keinen Output mehr machte, legte ich die kleine Kiste erst einmal bei Seite.
Aus gesundheitlichen Gründen waren erst einmal andere Dinge wichtiger als dem chinesischen Funkzwerg wieder Leben einzuhauchen.

Ein befreundeter ÖMer meldete sich bei mir und meinte, er hätte noch ein Schlachtgerät mit funktionstüchtigem Sendeteil rumliegen,welches ich schlachten könnte.
Und mal ehrlich. 
Die Teile regulär beim Teiledealer zu holen wäre schlicht zu teuer und beliefe sich nur für das bissl Transistorgedöns bereits auf über dem halben Neupreis dieser Geräte.


Nach dem der Transceiver wieder sendete, schaute ich mir das Ausgangssignal nochmal genauer an und stellte geschockt fest,daß auch diese Geräte eine vollkommen unzureichende Oberwellenunterdrückung besitzen (vorgeschrieben sind mind. -60dBc...in diesem Fall -45dBc).


Ich lötete zunächst einen 33pF Kerko gegen Masse(siehe Bild).
Im nächsten Schritt wurde nun noch ein 33kOhm Widerstand am Audio-IC eingelötet (siehe Bild), welcher das Gerät in Sachen Lautstärkeeinstellung deutlich angenehmer macht.
Problem bei allen UV3r´s ist immer die schon sehr hohe Anfangslautstärke auf der kleinsten Lautstärkestufe.


Was mir mehrfach beim UV3r aufgefallen ist, war der Zustand, daß die Anschlusspunkte die den Akku und das Board verbinden, teils miserabel kontaktieren.
Dies wurde bei einem zweiten Gerät, welches ich mir bei einem Freund ausgeliehen hatte sogar bestätigt.
Der Übergangswiderstand durch dieses Federpad war teils so hoch, daß sich dieser im Sendebetrieb sogar erwärmte(die Erwärmung der Federkontakte war keine Folge des Temperaturanstiegs durch den Sendebetrieb der Endstufe!!).
Weil das Gerät eh immer mit dem Akku betrieben wird, lag ein etwas unkonventioneller Schritt nah.
Ich baute das Federpad aus und befestige auf dem Board zwei Kabelbrücken, die mit ausreichendem Querschnitt das Board mit dem Akku direkt verbinden sollen.

Das Ergebniss der Frischzellenkur war wirklich sehr gut messbar.

Bei vollem Akku stieg die Senderausgangsleistung auf mehr als 3Watt und die Unterdrückung liegt bei akzeptablen -53dB .








Montag, 19. November 2018

Groundplane für das 23cm Amateurfunkband ... oh wie putzig

Vor längerer Zeit fragte mich ein OM, ob ich ihm nicht mal auf die Schnelle eine kleine Groundplane für das 23cm Amateurfunkband anfertigen könnte.

Allein schon wegen der winzigen Abmaße konnte ich nicht nein sagen ;)

Los gehts...

Als Strahlermaterial nutze ich versilberten 2mm Kupferdraht.
Für den Antennenanschluss wurde eine handelsübliche BNC-Flanschbuchse ausgesucht.


Zunächst nahm ich den versilberten Kupferdraht und schnitt fünf sechs Zentimeter lange Stücken von der Rolle ab.
Eines verlötete ich als späteren Strahler am Mittelpin der Buchse.Dort musste nun noch der Strahler so eingekürzt werden, daß die Gesamtlänge von ca.56mm vom Anschlusspin(Stoßstelle am Dielektrikum!)bis bis zum obersten Ende der zwischenzeitlich montierten Ringöse beträgt.
Die Ringöse wird später zum Aufhängen der Antenne benötigt.Wer diese weglässt, muss sich eine Halterung an der Anschlussbuchsenseite anfertigen.


Nun mussten nur noch die restlichen vier Drähte bündig in die Verschraubungsbohrungen der Flanschbuchse verlötet und später korrekt abgewinkelt werden(wie bei jeder herkömmlichen Groundplane).
Die Radiale muss man nun noch auf 5,6cm ab Flansch einkürzen.
Als Schnitt und Kratzschutz "entschärfte" ich die Ende der Drähte nun noch mit einer Lötzinnkuppe.
Fertig...



Abschliessend noch ein Bild der späteren Anwendung direkt an einem Kenwood TR50.
Um die Antenne etwas vom Gerät abzusetzen, wurde ein Stück RG400 genutzt, welches mit zwei versilberten KINGS-BNC-Steckern versehen wurde(NEIN,diese Stecker sind nicht vom Chinezen und auch nicht oxidiert...das liegt nur an den Lichtverhältnissen ;) und dessen Außenisolierung entfernt ist.
Diese musste man entfernen, weil das doppelte Schirmgeflecht verzinnt wurde, um eine gewisse Steifigkeit des Kabels zu erreichen.
Das Schirmgeflecht wurde dann mit den Überwurfschrauben der Stecker verlötet.