Donnerstag, 31. Juli 2014

Leichter 1:1 Balun für Portabeleinsätze - kostengünstiger 1:1 Strombalun/Mantelwellensperre

Bei Fielddays und Portabeleinsätzen soll das verwendete und somit mitgeschleppte Material ja möglichst leicht sein.
Da ich einen 1:1Strombalun benötigte,beschloss ich,
mir einen Balun aus Koaxmaterial zu fertigen.
Dieser sollte möglichst leicht und zugleich für maximal 100Watt ausreichend dimensioniert sein.
Zwar mache ich im Portabelbetrieb eh meist QRP-Betrieb,ich wollte aber gewisse Leistungsreserven haben,um gegebenenfalls mal etwas mehr "Dampf" auf den Draht geben zu können.

Ich entschied mich dafür,einen Balun aus Koaxialmaterial(Basis ist RG174)zu fertigen.
Als Träger nutzte ich handelsübliches Aufputzrohr.


An einem Ende bohrte ich zwei 4mm Löcher um dort zwei Bananenbuchsen einsetzen zu können.
Die Gewinde der Buchsen mussten natürlich eingekürzt werden.


Nun konnte das Koaxkabel aufgewickelt werden.
Um dieses an den Buchsen befestigen zu können,musste eine Bohrung zum Durchführen des RG174 Kabels gesetzt und angesenkt werden.
Insgesamt wurden 7m Kabel auf dem Rohr aufgewickelt und an den Buchsen einmal innen und einmal Außenleiter befestigt(verlötet).


Der Balun ist nun fast fertig.
Das Kabel wurde fixiert und an Spulenenden mit selbstverschweissendem Klebeband fixiert.
An den Kabeldurchführungen wurde das Kabel mit Heisskleber fixiert.
Auf der Kabelseite,auf der später das Antennenkabel angeschlossen wird,verlötete ich noch einen passenden BNC Stecker von Suhner.Dort kann später das Antennenkabel angeschlossen werden(deshalb auch die BNC-Kupplung von Telegärtner).Auf der Bananenbuchsenseite wird zum Schluss noch eine Blindkappe verklebt um das Rohr nach Oben zu verschließen.




Sonntag, 20. Juli 2014

Alinco DR570 - Austausch der Display- und Hintergrundbeleuchtung - ...dem Oldi geht ein Licht auf...

Nachdem der Alinco nun weitestgehend "wiederbelebt"wurde,sollte zum Schluss noch die Beleuchtung repariert werden.
Da bei dem Gerät die Displaybeleuchtung komplett ausgefallen war und auch zwei Glühlampen der Hintergrundbeleuchtung der Bedienknöpfe defekt waren,sollte hier noch Klarschiff gemacht werden.

Der TRX wurde wieder wie bei den vorhergegangenen Arbeitseinsätzen geöffnet und die Frontblende entfernt.


Nun musste die Displayplatine gelöst werden.Hierzu wurden die vier Befestigungsschrauben(gelb markiert) entfernt und die Platine nach vorn abgeklappt.Hier wurden zunächst die beiden rot markierten Glühlampen ausgetauscht (12V Type).



Im nächsten Schritt wurde das Display abgenommen,so daß man an die vier Displayglühlampen herankommt.Beim Entfernen des Displays muss unbedingt vorsichtig vorgegangen werden,um nicht das Anschlusskabel des Displays zu beschädigen.
Die vier Glühlampen sind alle gut sichtbar und leicht auszutauschen.


Und auch nach diesem Arbeitsschritt muss ein Reset vorgenommen werden.
Nach dem Zusammenbau also wieder beim Einschalten die Funktionstaste drücken und der Oldi leuchtet in "voller Schönheit" auf.



Alinco DR570 - Austausch der Backup-Speicherbatterie

Da sich der alte Alinco Twinbander eh einer Frischzellenkur unterziehen musste,sollte gleich die Speicherbatterie ausgetauscht werden.

Zu diesem Zweck müssen zuerst die Gehäusehälften entfernt und die Front demontiert werden.


Nun müssen die vier Befestigungsschrauben der Displayplatine entfernt werden.
Nachfolgend kann die Platine leicht nach vorn abgekippt werden.
Die Batterie ist nun gut sichtbar und kann ausgetauscht werden.(Batterietyp CR2032)


Danach kann der Transceiver wieder zusammengebaut und nach einem Reset(PWR/ON und Funktionstaste zeitgleich drücken)in Betrieb genommen werden.


Alinco DR570 - Frequenzerweiterung des Twinband-Transceivers

Der Alinco DR570 ist zwar schon ein VHF/UHF Oldtimer aber durch seine Twinbandtechnik und die Crossbandtauglichkeit auch heute noch für den Funkbetrieb gut zu gebrauchen.
Bei einem solchen Transceiver sollte nun eine Frequenzerweiterung vorgenommen werden.


Der Transceiver wurde nun zerlegt,um an das Frontpanel mit den dort montierten Jumperbrücken zu kommen.
Nachdem alle Knöpfe entfernt wurden(abziehen),müssen zur Demontage der Front nur zwei Überwurfschrauben entfernt werden.
Danach kann die Frontblende vorsichtig abgezogen werden.(die Blende ist mit Haltelaschen am Chassis angeklippt) 


Die Jumperbrücken sind hinter dem Display gut sichtbar.Diese werden nun wie folgt durchtrennt.
Wenn man den Transceiver vor sich hat,wird von rechts nach links gezählt,die erste und die dritte
Brücke durchtrennt.


Jetzt muss beim Einschalten ein Reset vorgenommen werden.Hierzu wird beim Einschalten gleichzeitig die Funktionstaste gedrückt.
Und siehe da.Das Display erweckt zu vollem Leben ;)


Abschliessend konnte der TRX wieder zusammengebaut werden. 




LED-Voltmeter für die "Saftschubse" am Notstromakkupack - Voltmeter Teil2

Ich hatte mir vor längerer Zeit eine sogenannte "Saftschubse" für meine Notstromakkus gefertigt.
Beide Akkus werden über eine programmierbare Steuerung geladen und bei Nichtnutzung durch eine intellegente Steuerung einem sogenannten Nutzungszyklus unterzogen.
Das bedeutet,den Akkus wird durch das Erhaltungsladesystem permanent eine Nutzung vorgegaukelt um ein vorzeitiges Altern zu vermeiden.
Am Spannungskontrollanschluss der Ladeelektronik(Saftschubse)wird zur Kontrolle im 1min Zeitabstand die Spannung von Akku 1 und 2 angelegt um diese auf einem Kontrollvoltmeter anzeigen zu lassen.

Also los gehts...

Als Gehäuse nutzte ich wieder normales Kunststoffgehäuse aus dem Hause C(der bekannte Bastelkramversender).


Zur Anzeige nutzte ich wieder ein sehr kostengünstiges LED-Voltmeter,welches ich mir in China zum Lacherpreis von 3€(incl.PORTO!)geordert hatte.
Da ich bis heute nie Probleme mit diesen Voltmetern von diesem Anbieter hatte,sprach auch nix gegen den Billigteilkauf.


Die wenigen Einbauelemente waren schnell im Gehäuse eingebaut.
Oberhalb des LED-Anzeigeinstrumentes wurde zunächst eine zweifarbige LED nebst Fassung eingebaut und ein Kippschalter(aus dem Hause C&K) um die Anzeige komplett ausschalten zu können.
Die LED wird später noch mit einem zusätzliches Steueranschluss versehen um mittels der farblichen Darstellung den jeweiligen Akku anzeigen zu lassen.
Unterhalb des Displays wurde noch ein zweiter Schalter nebst LED eingebaut,welcher später für einen schaltbaren 5V-Ladeanschluss genutzt werden soll.

Zum Befestigen der Anzeige wurde wieder eine Saugfußbasis genutzt.


Bei diesem Fuß mussten nur die Haltelaschen die eigentlich zur Aufnahme eines Navi´s gedacht waren,abgetrennt werden.
Danach konnte die Halterung mit dem Gehäuse verbunden werden.


Nachdem die Verdrahtung schnell vorgenommen wurde,konnte nun der Fuß montiert werden.
Später wird noch eine USB-Buchse ins Gehäuse eingebaut.Die muss aber erst einmal warten.



Mittwoch, 18. Juni 2014

PSA-Autoschlüssel und deren Kontaktprobleme - oder ...wenn das Fahrzeug öffnen zum "Sesam öffne Dich"-Vorgang wird

Vor wenigen Tagen sprach mich ein Freund,der sich einen Boxer Kleintransporter aus dem Hause PSA(Peugeot/Citroen) gekauft hatte an,daß dessen Funkschlüssel nur sporadisch funktioniert.


Er meinte das Ding funktioniert ab und zu mal und mal nicht.Der Fehler konnte aber kein großer sein.
Ich öffnete also den Schlüssel.


Zuerst wurde selbstverständlich die Spannung der Batterien gemessen.
Dort war aber alles im Lot.
Aus früheren Basteleinsätzen wusste ich aber,daß diese Schlüssel(egal ob die Infrarotvariante oder die Funkversion)aus dem Hause Valeo überdurchschnittlich oft an defekten Mikrotastern leiden.In dem Falle war dies nicht der Fall.Trotzdem wechselte ich den Taster(wenn das Ding eh offen ist...)


Weil der Schlüssel eh offen war,tauschte ich die Batterien(2xCR1620)aus.Diese sind sehr günstig und warum sollte man die alten drin lassen.
Beim Zusammenbau fiel mir aber der eigentliche Fehler auf.Die Kontaktfahne die durch die Platine durchzeigt und den Batteriehalter mit der Schlüsselelektronik verbindet,war schlicht ermüdet und hatte deshalb den Schlüssel immer wieder außer Betrieb genommen.
Es musste also nur der Kontakt nachgebogen werden und siehe da,der Schlüssel funzte wieder ohne Probleme.


Ach ja.Bei der Nachfragen beim freundlichen Vertragshändler kam der Eigner des Transporters die Auskunft,daß der Schlüssel "NUR" 120€ kostet...



Probleme mit dem P/G (Power Good)-Signal des PC-Netzteils und schnelle Abhilfe

Vor geraumer Zeit zickte mein PC immer wieder rum.
Bei höheren CPU-Lasten,bspw. bei Filmen,stürzte die olle Rechenkiste andauernd ab oder ließ das Bild einfrieren.


Nachdem das verbaute Board aber ok war,kam der Verdacht auf,daß es am Netzteil liegen könnte.
Als ich die Ausgangsspannungen überprüfte,stellte sich heraus,daß das P/G Kontrollsignal keine 5V,sondern nur 4,3V hatte.

Die Abhilfe war schnell geschehen.
Ich lötete das P/G Kabel einfach an den 5V Ausgang des Netzteils.
Danach konnte die Rechenmaschine wieder in Betrieb genommen werden.Sicherlich ist es nur ein Provisorium aber für eine Phase bis das neue Netzteil da ist,sollte es kein Problem darstellen.


 

Einfacher Ladeadapter für den DVBT Taschen-TV - ...aus ZWEI mach EINS...


Vor einiger Zeit erstand ich auf einem Trödelmarkt einen kleinen DVBT-TV.Bei einem "sagenhaften" Kaufpreis von nur 5€ konnte man bei dem Ding nicht viel falsch machen.
Er wurde komplett und sauber incl Tasche und Ladegerät angeboten.Gedanke war ein recht dekadenter. :)
Wenn man beim Fieldday mal wieder eine kleine Pause einlegen will oder bspw. im Stau steht,könnte ich mit dem Teil mal zwischendurch Nachrichten o.ä.anschauen.Und wenn das Ding empfängerseitig defekt ist,kann man immer noch das Display für andere Bastelprojekte nutzen.

Ich probierte das Ding also aus und stellte schnell fest,daß es ohne Probleme funktionierte.


Nur ein Manko nervte mich.
Es gab,auch ab Werk,kein Ladekabel für den Kfz-Einsatz.
Diesem Problem sollte man aber schnell Abhilfe bereiten.Letztlich brauchte ich nur eine 5V-Spannungsquelle mit der der Lion-Akku geladen werden kann.
Die Ladeelektronik befand sich im Gerät und somit stellte der Eigenbau kein Problem dar.

In der Wühlkiste fand sich noch ein ausgemustertes Handyladekabel.Dieses passte zwar nicht,was die Spannungsversorgung anging,besaß aber den passenden Hohlstecker(Nokia)und den passenden Gehäusestecker.



Nach dem Öffnen des Steckergehäuses zeigte sich eine "Elektronik" die diesen Namen nicht verdiente.
Wer diese "Ladeschaltung" betrachtet,muss sich nicht wundern,wenn so manches Handy durch solch miserable Schaltungen in Flammen aufgehen.
Aber die Schaltung fliegt ja eh in die Tonne.



Nun wollte ich eigentlich auf Lochraster einen einfachen DC-DC Wandler aufbauen,der bei einer Eingangsspannung von max 28Volt immer konstante 5Volt Ausgangsspannung zum Laden des Akkus zur Verfügung stellt.
Beim weiteren wühlen im "Elektroschrott" fand ich aber einen bereits fertig aufgebauten Wandler,der aus einem Motorola Ladegerät stammte.
Besser hätte es nicht klappen können.
Die Platine passte genau in das Gehäuse.



Ich musste also nur die Kontakte und das Ladekabel anlöten und die Platine im Gehäuse einsetzen.
Die Feder des Pluskontaktes musste noch etwas gekürzt werden,um später auch eine Sicherung im Stecker einsetzen zu können.


Das wars dann schon.
Bei dem minimalen Aufwand kann man wirklich nicht klagen,daß der Hersteller kein Kfz-Ladegerät beigelegt hat.