Donnerstag, 10. April 2014

Albrecht AE550 - die Bastelkisten und ihre hausgemachten Probleme

Vor wenigen Tagen bekam ich mal wieder einen AE550 VHF-Transceiver in die Finger.


Da das Gerät einen so massiven technischen Schaden am Prozessor hatte,lohnte eine Instandsetzung nicht mehr.

Worauf ich in diesem Beitrag aber einmal eingehen will,ist die gruselig schlechte Verarbeitung dieser Geräte.
Die Geräte werden so massiv mit freiverdrahteten Nachrüstbauteilen nachbearbeitet,daß sich dort reichlich und häufig Fehler verstecken,die beim Eintreten einer Störung diese Geräte so massiv schädigen können,daß eine Reparatur schlicht nicht mehr lohnt.

Aber seht selbst...


Wer sich da noch wundert,daß diese Kisten so wunderbar reparaturanfällig sind,dem kann auch nicht mehr geholfen werden.
...Leider...




Albrecht AE560 - den dumpfen Mikrofonklang einfach und schnell verbessern

Das Albrecht AE560 ist ein sehr günstiges VHF Einsteigergerät.
Bei diesem und ähnlichen Geräten dieses Herstellers ist jedoch immer der muffige Mikrofonklang unangenehm.
Dies lässt sich aber zum Nulltarif schnell und einfach beheben.


Nachdem das Mikrofon geöffnet wurde,kann man schnell den parallel zur Mikrofonkapsel angelöteten Keramikkondensator erkennen.
Dieser wird eigentlich für den asiatischen Markt dort angeschlossen,um die dort vorrangig höheren Stimmtonlagen etwas abzusenken.


Dieser Kondensator wird nun ausgelötet und das Mikrofon kann wieder verschlossen werden.
Der Klang wurde dann gut vernehmbar angehoben und klingt deutlich natürlicher.






Mittwoch, 9. April 2014

Baofeng GT-3 - Das Elend mit dem Standlader schnell und einfach beheben

Das Baofeng GT-3 wird ab Werk mit einem Standlader geliefert.


Leider gibt es bei montiertem Gürtelclip folgendes 
Problem.
Man muss,wenn das Handfunkgerät in die original Ladeschale gestellt werden soll,das Gerät leicht nach vorn kippen und unter leichtem wackeln versuchen den Kontakt zwischen Ladeschale und Akku herstellen.

Das Problem ist sehr leicht zu beheben.
Man muss nur den Clip von der unteren Verschraubung lösen und an den darüber liegenden Gehäuseschrauben befestigen.
Hierzu muss aber darauf geachtet werden,daß man nach dem lösen der Gehäuseschrauben den oberen Gehäuseteil festhält,weil die im Gehäuse befindliche
Feder der Akkufixierung sonst den Gehäuseteil abdrückt.
(klingt aber schlimmer als es ist!)


Danach lässt sich das Gerät einfach und schnell in die Ladeschale stellen.
Und das Ganze ohne die Wackelpartie die vorher immer nötig war.



L/C Anpassgerät/Antennentuner - Umbau des bewährten Anpassgerätes auf eine variable Spule

Der kleine L/C Antennentuner hat sich seit längerer Zeit im Portabelbetrieb in Verbindung mit dem QRP-Transceiver bewährt.


Da ich zu Versuchzwecken aber ab und zu den eingesetzten Teleskopstrahler tauschte und somit die schaltbaren Festinduktivitäten sich als zu unflexibel 
zeigten,beschloss ich den Stufenschalter mit angeschlossener Induktivität zu entfernen und gegen eine variable Spule auszutauschen.

Zuerst einmal wurde der Stufenschalter ausgebaut.


Diese Spule wurde nun gegen ein DRALORIC-Drahtpotentiometer ausgetauscht.
Dieses Poti wird wegen seines sehr niedrigen Widerstandes als Spule genutzt.
Das L hat in diesem Fall 0,3-70µH !


Somit war recht schnell die Spule ausgewechselt und 
ich kann flexibler auf geänderte Antennenlängen mit einer genaueren Einstellmöglichkeit Einfluss nehmen.



Sonntag, 6. April 2014

ICOM IC490 - wenn beim UHF-Allmode TRX die 5V Festspannung versagt...

Der IC490 taucht heute hin und wieder mal zu Schnäppchenpreisen mit kleinen Mängeln auf.


Meist zicken die Geräte wegen defekter Festspannungsregler rum.
So auch in diesem Fall.
Der 5V Regler war wegen unzureichender Kühlung
verstorben.
Durch trockne Wärmeleitpaste und einer gelockerten Befestigungsverbindung des Transistors am Kühlkörper wurde der Regler durch den Hitzetod dahingerafft.

Also schnell ans Werk...
Zuerst wurde der untere Gehäusedeckel entfernt und sämtliche Steckverbindungen entfernt.
Danach wurden die Befestigungsschrauben des Boardes entfernt.
Der Übeltäter ist nach dem Öffnen schnell gefunden.


Jetzt wurde die Verbindungsschraube,die Kühlkörper und Festspannungsregler verbindet entfernt.
Nachdem sämtliche Verbindungskabel entfernt wurden,konnte auch das Board komplett ausgebaut werden.


Nun konnte der 5V Regler ausgelötet und das Austauschteil eingebaut werden.
Bitte nach dem Einbau unbedingt darauf achten,
daß die Pins des Transistors passend gekürzt werden.


Abschliessend musste nur noch das Board wieder ins Gerät eingebaut und angeschlossen werden.

Fertig... 





Donnerstag, 3. April 2014

Albrecht AE550 - Kuriositäten im Schrauberalltag...oder wenn "die"Made zum Mädchen wird

Wenn man des öfteren mit asiatischer Einsteigerfunktechnik beschäftigt ist,erlebt man nicht selten Momente,bei denen man sich das Schmunzeln wegen schlecht übersetzter Manuals oder diverser höchst seltsamer Bauweisen und Verarbeitungsmacken oft nicht verkneifen kann.

Heute gehts in diesem Fall um einen Albrecht AE550 2m VHF-Transceiver.


Und bei diesem Gerät geht es weder um eine Modifikation noch um eine Instandsetzung...
NEIN es geht nur um eine Besonderheit dieses Gerätes,die aus DEM Transceiver ein "weibliches" Funkgerät machen.
Ohne mir den Zorn der weiblichen Blogbesucher auf den Hals holen zu wollen,muss die jetzt noch eine Spitze raus(Bitte verzeiht mir ;)...
Da DIE Funke eh zickte,passte die Verweiblichung
sehr gut (oh je,die Frauen unter den Lesern holen bestimmt soeben die "Bunkerwart-Voodoopuppe" raus :)...

Na dann riskiert mal einen Blick.


Noch nicht aufgefallen?


Da wurde doch glatt aus dem "Made in Korea"= Hergestellt in Korea ein "MAID in Korea" = Mädchen aus Korea.
Soviel zum Thema "Qualitätsmanagment"... 








Sonntag, 23. März 2014

Baofeng UV5-RA - wenn die leise Mikrofon-NF nicht NUR am falschen Firmwarestand liegt

Das Baofeng UV5-RA ist einer der vielen UV5r-Derivate und durch seinen sehr niedrigen Kaufpreis sehr weit verbreitet.

Bei dem durch einen Funkfreund genutzten UV5-RA 
zeigte sich,daß dieser offenbar eine Revision erwischt hatte,bei dem es offensichtlich Audioprobleme gab.
Die Mikrofonaudio war nicht nur sehr beschnitten,
sondern auch ausgesprochen leise.
Ich wollte dem Problem etwas näher auf den Grund gehen und öffnete die kleine Chinesin(und wehe einer denkt hier das zweideutig ;) .

Beim entfernen der Front zeigte sich schnell der Fehler.
U.a. bei den RA-Modellen,wurde eine kleine Blechblende auf der Kunststofffront aufgeschraubt.
Und genau dort lag der Fehler.
Die Blende war nicht passgenau aufgeschraubt,sondern versetzt.
Somit blieb von der Schallöffnung nur noch eine maximale Öffnung von nicht einmal 1,5mm übrig.
Daß dort natürlich nicht genug NF zur Mikrofonkapsel gelangen kann,muss wohl nicht erläutert werden.
Da die Front nebst Tastenpad schon ziemliche Gebrauchsspuren hatte,beschloss ich noch vorrätige Neuteile für die Heilung des Gerätes zu nutzen.

Also frisch ans Werk.
Ich nahm eine unbenutzte Front,die noch die Schutzfolie für das Display besaß.


Dort sollte nun die originale Mikrofonbohrung etwas erweitert werden.
Beim verwendeten Ersatzteil war das Frontblech zwar passgenau aufgeschraubt,jedoch wollte ich die vorhandene Bohrung noch etwas erweitern.


Nachdem die Front von der Blechabdeckung befreit wurde(ich wollte auf Nummer Sicher gehen und beide Teile getrennt bohren),bohrte ich nun die Mikrofonöffnung auf 3mm auf.



Nun konnte die Front am entsprechenden TRX verbaut werden.
Die Mikrofon-NF ist nun deutlich lauter.
Sicher konnte der produktionsstandbedingte etwas 
näselnde Klang nicht behoben werden aber der OM wird jetzt auch ohne ins Mikrofon zu schreien von anderen ÖMern gehört.





Motorola GMN 6146 - Modulationsprobleme beim Handmikrofon der GM-Serie

Das Motorola GMN6146 ist das Standardmikrofon für Geräte der Motorola GM-Serie.


Eigentlich sind diese Mikrofone in Ihrer Verarbeitung wirklich sehr hochwertig und robust ausgelegt.
Leider kommt es hin und wieder mal vor,
daß diese Mikrofone auf einmal Probleme mit der NF bekommen.
Das zeigt sich daran,daß nur noch sehr hohe Töne und der Mitteltonbereich zum Teil aufgenommen werden.
Letztlich ist es dann ein ähnlich widerlich unnatürlicher Sound,den viele OMs von D-STAR Quäkdosen ala IC-2820 oder IC-E-92 her kennen.
Die Bezeichnung "Klang" ist dann wirklich deplatziert.
Grund für den "Stimmbruch" ist meistens nur die Elektretkapsel des Mikrofons,die im Alter ab und zu den Dienst verweigert oder nur noch eingeschränkt arbeitswillig ist.

Das Problem kann also sehr schnell und kostengünstig behoben werden.

Zuerst wird das Gehäuse geöffnet,das Massekabel,das Platine und Mikrofonrückseite verbindet wird abgelötet.


Danach kann die Platine einfach aus dem Gehäuse entnommen werden.



Jetzt wird einfach die originale Kapsel ausgelötet.
Als Ersatz wählte ich eine Panasonic WM-034,die auch bei anderen Motorola-Mikrofonen zum Einsatz kommt.(Polung beachten)



Zum guten Schluss,wird das Mikrofon wieder zusammengebaut und spielt nun wieder sorgenfrei.
Die Kosten hierfür belaufen sich auf weniger als 0,50€.