Freitag, 22. Juni 2018

Doppelquad für das 23cm Amateurfunkband

So mancher ÖMer spielt mit dem Gedanken,Funkbetrieb im 23cm Amateurfunkband zu machen.
Hierzu lässt sich mit überschaubarem Aufwand eine recht leistungsstarke aber trotzdem kompakte Doppelquad-Antenne aufbauen.

Angefangen wird beim Aufbau mit 2mm versilbertem Kupferdraht und einem größeren Stück doppelseitig kaschiertes Platinenmaterial.


Das Platinenmaterial wird auf die Größe von 118x236mm zugeschnitten.
Wenn diese Maße leicht schwanken,so ist dies kein gravierendes Problem.
Diese Platine wird dann mittig mit einer Durchführungsbohrung für die später zu montierende Antennenbuchse versehen.In diesem Fall kommt eine BNC-Buchse zum Einsatz.


Aus dem 2mm Kupferdraht wird nun die Doppelquad mit einer Kantenlänge von rund 57mm gebogen(Mitte<>Mitte).
Dieser muss dann an einer der Außenstöße verlötet werden.


Im nächsten Schritt verlötete ich nun die spätere Halterung(Messingschraube stumpf auf Trägermaterial).


Jetzt nahm ich eine Abschirmkappe für Antennenbuchsen(Huber und Suhner) und schob diese über das vorher bereits an der BNC-Buchse verlötete Stück RG400-Kabel.
Dort wurde die Kappe nun verlötet und das Kabel auf die Stoßlänge von 29,5mm abisoliert.
Mit der Stoßlänge ist der spätere Abstand vom Doppelquad-Element zum Reflektor gemeint.
Die 29,5mm sind ein errechnetes Maß,welches ohne Panik auch minimal variieren kann.


Nun wurden Abstandshalter aus Kunststoff auf die passende Länge geschnitten und mit dem Reflektor/der Platine verschraubt.

Nachfolgend konnte jetzt die Doppelquad mit dem Speisekabel verlötet werden.


Das Quadelement wurde nun nur noch mit metallfreiem 2K-Kleber an den Kunstoff-Abstandshaltern verklebt.

Zum Schluss bekam die Antenne nun noch eine schwarze "Farbdusche" verpasst und die spätere Halteschelle wurde montiert.
Nach Abschluss der Arbeiten hatte die Doppelquad ein SWR von 1:1,2 auf 1270Mhz.


So gebaut hat die Doppelquad rund 8dBD Gewinn und ist durch ihr sehr kompaktes Baumaß auch fast überall nutzbar...egal ob portabel,Balkon oder hinterm Fenster montiert.
Eine wetterfeste Variante wird auch noch folgen.



 

Donnerstag, 21. Juni 2018

PSA Scheinwerfer Niveauregler mit Wackelkontaktproblem...oder...es werde Licht!

Bei älteren Fahrzeugen des PSA-Konzerns wurden oft die nachfolgend abgebildeten Niveauregler für die Fahrzeugscheinwerfer-Niveauregulierung verbaut.

Diese Regler haben leider einen großen Nachteil.
Weil der Hersteller diese leider nicht gekapselt gebaut hat,bekommen diese mit den Jahren oft Wackelkontakte.
Der freundliche Vertragshändler will dann meist einen neuen Regler verkaufen.
Den Fehler kann man aber meist mit etwas Alkohol und Kontaktspray beheben.

Hierzu wird der Regler durch das aushebeln der Verschlussnasen einfach geöffnet und dann die Kontaktbahnen mittels Iso-Alkohol von den Verschmutzungen gereinigt.
Nachfolgend werden diese noch mit etwas Kontaktspray besprüht und der Schalter kann wieder verschlossen werden...
Und so schnell kann man sich die Ausgabe von ca.50€ sparen...
(schon eine Frechheit dieser Preis,wenn man sieht wie billig das Teil aufgebaut ist!)







 

Donnerstag, 31. Mai 2018

Yaesu FT5200 - Raschelgeräusche im VHF/UHF Sendebetrieb - so simpel aber störend ;)

Nachdem ich bereits einen Yaesu FT5200 wieder in Betrieb genommen habe,sollte es den anderen Fehlergeräten ans Leder gehen.

Manchmal bekommt man Geräte,da fragt man sich,wie solche Schäden auftreten können,wenn man diese normal behandelt.
So auch hier.
Das Gerät stammte aus einem größeren Bestand von FT5200 die vormals überwiegend als Empfänger genutzt wurden,um Relaisfrequenzen zu monitoren.

Allerdings wurde der hier abgebildete ungefähr ein Jahr als Rücksprechtransceiver genutzt und da etwas strammer rangenommen.Als Vermerk auf dem eingelagerten Transceiver stand nur "Raschelgeräusche im Sendebetrieb auf 2m und 70cm" .
Nun gut.Ich schloss ohne Vorurteil den Transceiver an und schaute erst einmal nach dem DTMF-Mikrofon und dessen 8pol.Japanbuchse.
Alles war ok.
Nun wollte ich mal nach dem Sendesignal schauen.
Bereits beim anschließen der Messmittel fiel schon das beschädigte Koaxialkabel auf.

Und genau das war der "komplizierte" Fehler,den der Vor-User auf dem Transceiver vermerkt hatte.
Sobald das Gerät auf Sendung war und man das Kabel bewegte,tanzte der Wattmeterzeiger meiner Dummyload wild hin und her und der betagte CMS bekam fast "Herzflimmern".

Also ran an die simple Fehlerquelle(ich versteh immer noch nicht,wie ein lizensierter OM diesen Fehler nicht gefunden hat?!) .

Mangels einer originalen verpressbaren Durchführung musste ich etwas kreativ werden.
Ich baute zunächst das alte Anschlusskabel mit der defekten Durchführung aus.


Da diese Durchführungen teils verpresst werden aber eigentlich nicht wiederverwendbar sind,musste ich einen etwas anderen Weg gehen.Nach dem entfernen der Isolierung des Anschlusskabels entfernte ich nun zunächst den Innenleiter des Kabels und spannte den Entlastungsflansch in einen Maschinenschraubstock.


Vorsichtig wurde nun die verpresste Kontakthülse in dem Flasch aufgebohrt.
Danach mussten nur noch zwei,drei gefühlvolle Überredungsschläge mit Hämmerchen und einem winzigem Flachstahltreiber gegeben werden und die alte Hülse war raus.


Der Flansch wurde nun über das Kabel gezogen und mit einer Crimpzange nachgepresst.
Dabei muss dringend darauf geachtet werden,daß man den Flansch nicht zu stark verpresst,weil sonst Schäden am Koaxkabel auftreten könnten.

Nun wurde das Kabel für den Einbau passende abisoliert und die Schirmung mit 0,7mm versilbertem Kupferdraht umwickelt,um einen sicheren Kontakt der Abschirmung zu gewährleisten.
Danach lötete ich das Kabel wieder ein und siehe da,der simple Fehler war Geschichte. 




Yaesu FT5200 - Aussetzer im Sendebetrieb auf 2m beheben

Viele ältere Yaesu FT5200 haben das Problem,daß deren 2m Sendeteil temperaturabhängige Sendeaussetzer haben.

Dieser Fehler lag auch bei diesem Gerät vor.
Sobald der TRX eine normale Betriebstemperatur aufwies,setzte teils der Sendebetrieb aus.

Der Fehler wird oft in dem Endstufenmodul S-AV-24 vermutet (schliesslich gingen auch die früheren S-AV17 reihenweise kaputt...).
Dies ist aber beim FT5200 sehr oft nicht der Fall.

Bei dem nachfolgend abgebildeten TRX lag der Fehler an kalten Lötstellen an der Boardkontaktierung.
Im kalten Zustand gab es keine Probleme.Sobald diese mit einer Heissluftlötstation punktuell erwärmt wurden.Setzte der TX-Betrieb aus.

Die Kontakte müssen nur beidseitig nachgelötet werden und der Fehler ist mit etwas Glück Geschichte.
Bei mehr als zehn Geräten dieser Baureihe traten diese Probleme identisch auf,weshalb sich der genauere Blick sicher lohnt.



 

Mittwoch, 11. April 2018

Standard C408 - Beheben der Tastaturprobleme und auffrischen des QRP-UKW-Oldis

Bei vielen Standard C408 (auch C401,C108,Stabo E10 uvm.) treten nach einigen Jahren Kontaktprobleme der Bedientastatur auf.


Dies äußert sich darin,daß ähnlich wie bei mancher Fernbedienung vom TV,die Tasten keine oder nur sehr sporadisch Schaltbefehle ausführt.

Meist liegt es daran,daß durch Schmutzeintrag wie Handschweiß,Talg,Staub und Feuchtigkeit sowie sich aus dem Tastaturgummi lösenden Weichmachern ein schmieriger Schmutzfilm über den Kontaktschleifen bildet,welcher den sicheren Schaltvorgang komplett unterbindet.

So war dies auch hier.
Nach das Gehäuse geöffnet war,wurde zunächst das Prozessorboard vorsichtig aus dem Gehäuse entnommen.


Nun kann man das Board(die vier Boardschrauben müssen selbstverständlich entfernt werden)aus dem Gehäuse ausbauen.
Der Grund der Kontaktprobleme war leicht erkennbar.Die Tastatur war komplett verschmiert und auf dem Prozessorboard waren alle Kontaktschleifen mit einem klebrigen Schmutzfilm überzogen.


Die Tastatur und die Platine wurden mit Industriealkohol von ihren Verschmutzungen befreit.
Jetzt wäre man eigentlich fertig gewesen.
Der 100µF SMD-Becherelko wurde aus Sicherheitsgründen aber gleich ausgetauscht.
Und genau dieser Schritt war genau richtig gewählt.
Als es beim auslöten streng nach faulen Eiern roch,zeigte sich,daß dieser seine besten Tage hinter sich hatte und eh demnächst "fällig" gewesen wäre.
An dessen Stelle kam ein 100µF Tantal-SMD-Elko zum Einsatz(beachtet Bitte,daß diese von der Polungsmarkierung "umgekehrt" zu herkömmlichen Elkos markiert sind...sonst baut man sich schnell Fehler ein ;).


Da dieses Gerät auch noch Probleme bei der Bedienung des Drehgebers ("VFO") hatte,sollte dieser erst einmal kontrolliert und ggf. ausgetauscht werden.
Hier ist darauf zu achten,daß der Anschluss der Antennenbuchse abgelötet und man das Lautstärkepoti ausbauen muss.
Nachfolgend werden die drei Boardschrauben entfernt und die Platine kann vorsichtig in Richtung Batteriefach gezogen werden.

Um auf "Nummer sicher" zu gehen,entnahm ich einen passenden Drehgeber aus einem meiner Funkzwerge und schloss diesen zum Test an.
Leider zeigte sich auch nach der Reinigung mit Alkohol,daß dieser leider verschlissen ist und dadurch stark prellt.
Also muss Ersatz her...aber das dauert leider...


Zum Schluss bekam der "Zwerg" noch eine neue Backup-Speicherbatterie (die alte Batterie hatte unter 5mA Last leider nur noch 2,54V) und eine Frischzellenkur für das Äußere.