Freitag, 19. September 2014

DAIWA PS-30XM II - den defekten Brückengleichrichter am Funknetzteil austauschen

Seit vielen Jahren betreibe ich diverse Geräte an einem Daiwa Netzteil.
Das PS-30XM2 ist noch ein altes Trafonetzteil,hat aber den Vorteil somit keine Störungen zu fabrizieren.
Und mit einer Dauerbelastbarkeit von 24Ampere sollte es immer ausreichend "Dampf" für die gängigen 100Watt Transceiver haben.

Bei diesem Netzteil ging vor kurzem leider der Brückengleichrichter KBPC3502 kaputt.
Ein befreundeter Händler meinte zu meiner Verwunderung(schliesslich hatte ich das Ding schon einmal offen gehabt),daß sich dieser Gleichrichter ausgesprochen schwierig wechseln lässt.

Schaun ma mal(...sagt der Kaiser)...


Ich weiss nicht ob evtl.der Umsatzwunsch Vater der Auskunft des Funkhändlers war.
Denn als die Schrauben des Deckels entfernt waren,konnte man den Brückengleichrichter schnell finden.
Um diesen besser austauschen zu können,entfernte ich auf der Unterseite des Gerätes die drei Schrauben,die dessen Rückwand befestigten.Danach kam man recht einfach an den defekten Gleichrichter.


Dieser wurde nun ausgebaut und gegen einen KPBC3506 ausgetauscht.
Beim Einbau muss nur darauf geachtet werden,den neuen Gleichrichter mit neuer Wärmeleitpaste einzubauen.


Im Anschluss daran konnte das Netzteil wieder zusammengebaut und in Betrieb genommen werden.


JVC KD-LH7R - Kontaktprobleme am Lautstärkeregler beheben oder ...wenn die Dudelkiste im Auto selbst die Lautstärke regelt

Leute was war das für ein Schreck...
Wenn man im Auto sitzt und bei einem Schlagloch das Radio im warsten Sinne des Wortes SCHLAGARTIG die Lautstärke auf ein Maximum anhebt,dann beschliesst man ohne langes Nachdenken den Fehler zu beheben.

So in diesem Fall.
Sicher könnte man sagen,daß ich doch einfach ein neues Radio hätte kaufen können.
Aber warum?!
Meinen MP3 Player kann ich an dem Ding auch anschließen,der Radioempfänger ist absolut ok und die Bedienung einfach.
Also beschloss ich die "Heilung" der Dudelkiste.
Eigentlich konnte es ja,wie in den meisten Fällen,nur ein simpler Fehler sein.


Ich nahm also das Bedienteil ab und zerlegte es,um an den Drehgeber(Potis sind ja sein vielen Jahren in dem Bereich Geschichte)zu kommen.


Der Fehler war recht schnell lokalisiert.Am Drehgeber des Lautstärkereglers war eine Lötstelle fehlerhaft.
Ich lötete den Geber aus,reinigte diesen und baute ihn wieder ein.


Nun kann das betagte Dudeleisen weiterhin für Beschallung im Auto sorgen.
Ja ich weiss,man hätte auch ein Neues kaufen können...
nöööööööööö... ;) 

L/C - Antennentuner für den Kurzwellen-SWL Betrieb zur Anpassung sehr kurzer Drahtantennen

Um die Empfangsleistungen des Kurzwellenradios zu steigern,bleibt kein anderer Ausweg als eine leistungsfähigere Antenne anzuschließen.
Bei vielen Kurzwellenradios aus China wird eine Wurfantenne hinzugeliefert,die aber leider nur auf wenigen Bändern brauchbare Empfangsleistungen bietet.Diese Antennen sind meist zwischen 7-9m lang.
Da sich diese Drahtlänge auch auf Reisen noch leicht an Urlaubsorten unterbringen lässt,sollte zu diesem Zweck ein möglichst kleines Anpassgerät gebaut werden.Als Gehäuse wurde zunächst ein ehemaliges Anpassgerät aus dem 11m Bereich genutzt.


Diese Matchbox musste zunächst "ausgeweidet" werden.


Jetzt war Platz für die benötigten neuen Einbauten.
Weil eine sehr große Induktivität gebraucht wird,entschloss ich mich einen 8Ohm Drahtpoti zu nutzen.Dieser bietet als maximale Induktivität fast 300µH,was selbst die kürzesten Drähte empfangsfähig machen kann.


Als Drehko nutze ich einen Quetschdrehko mit 2x450pF.
 
Und nun frisch ans Werk...

Zuerst mussten die Zusatzlöcher für die Bananenbuchsen gebohrt werden.Auch die Durchführungen für die Drehkos mussten aufgebohrt werden.Im Anschluss daran wurde die Buchsen sowie der Drehko und die "Spule" im Gehäuse eingebaut.


Jetzt konnte es an die Verdrahtung gehen.Hierzu nutzte ich vorhandenen versilberten 2mm Kupferdraht.

Abschliessend musste nur noch die Achse des Drahtpotis eingekürzt werden.
Im Anschluss daran wurden die Bedienknöpfe montiert.Diese stammen noch aus DDR-Produktion und sind wirklich solide und passgenau.

Und so sieht das Ergebniss aus...


Wie man anhand des Größenvergleichs gut erkennen kann,ist das Anpassgerät wunderbar klein und kann somit auch neben dem Radio platziert werden.



Degen DE1103 - kalte Lötstellen und deren schnelle Beseitigung

Der Degen DE1103 erfreut sich unter Kurzwellen-SWL´s aber auch bei Funkamateuren großer Beliebtheit.Die Empfänger bieten zu einem sehr günstigen Preis(zwischen 55-70€) Empfangseigenschaften,die man früher nur bei sehr teueren Kurzwellenradios finden konnte.
Deshalb finden sich diese Radios sehr oft auch bei OMs die am Abend anstatt Radio zu hören,damit auf dem Nachttisch noch auf den einschlägigen 80m SSB-Runden reinhören.
Leider schwankt bei den Chinesen oft die Fertigungsqualität,was dann bei diesen Radios schnell zu Kontaktproblemen wegen schadhafter Lötstellen führt.So auch bei diesem Radio.
Das Display flackerte recht stark und die Stereo/SSB Kontroll-LED hatte nur sporadisch Kontakt.


Nach dem lösen der Gehäuseschrauben wurde das Gehäuse geöffnet und nach dem Ablöten des Lautsprechers und dem entfernen des Flachbandkabels sowie des dreipoligen Molexstecker wurde die Front nebst Display und Lautsprecher entnommen.

Recht schnell konnte man erkennen,daß die Lötstellen der Kontroll-LED mangelhaft waren.


  
Zur Sicherheit wurde auch gleich das Abschirmblech abgelötet um dort verdächtige Lötstellen nachgelötet.


Danach wurde das Radio wieder zusammengesetzt und konnte wieder in Betrieb genommen werden.Und siehe da,das flackern der LED war behoben und das Display flimmerte nicht mehr.




Sadelta MP2 - Massebrummen schnell beheben

Viele OM´s kennen das Sadelta MP2 noch aus ihren Anfängen des Funkhobbys.
Diese Mikrofone wurden sehr häufig im 11m Bereich genutzt.Diese Mikrofone passen aber auch sehr an diverse Kurzwellentransceiver.Der Vorteil liegt auf der Hand.Durch die regelbare Empfindlichkeit lässt sich der NF-Pegel ideal an die Sprechlautstärke anpassen,so daß der TRX auch ohne die Nutzung des in den meisten KW-Transceivern eingebauten Prozessors optimal ausgesteuert wird.
Und da die verbauten Prozessorschaltungen gerade bei hohem Level der Modulationstreue zuträglich sind,kann man somit seine eigene Modulation verbessern.(was nicht eingeschaltet wird,kann auch nichts beeinflussen ;)


Leider haben die Mikrofone dieses Herstellers aber öfter ein kleines Problem.Wie aus heiterem Himmel fangen diese auf einmal an zu brummen.Der Fehler ist bei allen aber eigentlich immer der gleiche.
Entweder der Taster der PTT ist verschlissen oder ein Massekabel wurde beschädigt.
Manchmal geschieht dies im Spiralkabel durch Kabelbrüche im Kabel oder am Stecker und manches Mal ist schlicht der Masseanschluss im Mikrofon beschädigt.
Da der Fehler aber mit sehr wenigen Handgriffen behoben werden kann,besteht kein Grund das Mikrofon auszumustern.
Zunächst wird das Mikrofon geöffnet und die Batterie entfernt.


In den meisten Fällen ist nur der Masseanschluss der Kabeldurchführung am Mikrofon beschädigt.
Der muss nur nachgelötet werden und schon ist wieder alles im Lot.


Abschliessend wurde noch die unpraktische Halteöse entfernt und durch einen normalen Mikrofonhalter ersetzt.




Sonntag, 31. August 2014

SGC-230 - Modifikation und Nachbesserungen am SGC-230 Smartuner

Seit einigen Tagen habe ich einen SGC-230 Smartuner auf den Tisch liegen,der speziell für den Mobilbetrieb modifiziert werden soll.


Nach dem Öffnen zeigten sich erst einmal die bekannten "Eingeweide" die in PI-Beschaltung die Antenne anpassen sollen.


Zunächst sagt man sich "die Qualität ist recht brauchbar".
Später folgt aber schnell eine Ernüchterung,wenn man die Verabeitung im Detail betrachtet.


Manchmal muss man sich ernsthaft fragen,ob es bei den Herstellern keinerlei Qualitätsanspruch gibt.
Einerseits werden die Gehäuseschrauben mit Elektroniksilikon abgedichtet und gesichert.
Das ganze Werk wird aber spätestens dann getrübt,
wenn soviel Silikon genutzt wird,daß dadurch die eigentliche Funktion beeinträchtigt wird.
Da wurde teils so mit Silikon rumgesaut,daß zwischen diversen Kontakten nur noch eingeschränkt oder überhaupt kein Kontakt vorhanden war!
Aber Bilder sagen mehr als nur Worte...


Diese Kontaktprobleme mussten natürlich ausgebessert werden.
Im gleichen Zuge sollten selbstverständlich auch die leichten Modifikationen vorgenommen werden.
Da der Tuner in Pi-Beschaltung arbeitet,sollte zunächst erst einmal das originale Anschlusskabel ausgewechselt werden und die Anschlussseite des Transceivers mit einer PL-Buchse(SO239 von Spinner)versehen werden.
Der Masseanschluss,der im Original mit zölligem Gewinde versehen ist,sollte gegen eine HD-Bananenbuchse(siehe Größenvergleich zwischen der gelben standard Anschlussbuchse und der HD-Buchse)ausgetauscht werden.


Da ich den Tuner zur Anpassung von koaxial gespeisten Antennen und für Draht/symmetrische Antennen nutzen will,musste noch ein zweiter Anschluss für die Hühnerleiter her.
Hierfür wurde mangels einer identischen Durchführung eine wertige Hirschmann Bananenbuchse genutzt,die mit Adapter dann später mit der Keramikdurchführung annähernd bündig abschließt.


Die Platine konnte nun wieder in das Gehäuse eingepasst und die Verdrahtung der Buchsen vorgenommen werden.
Hierzu wurde zum späteren Anschluss der PL-Buchse ein Pin in dem früheren Anschluss der Antenne eingesetzt werden.
Für den Anschluss wurde ein neues Kupferband genutzt,weil der alte durch den massiven Silikoneinsatz des Herstellers unbrauchbar war. 
Der Masse/Schirmanschluss für die PL-Buchse(Antennenseite)wurde mit einer auf der Massebahn aufgelöteten Lüsterklemme vorgenommen.


Jetzt stand ja noch die Frage im Raum,welches Steuerkabel genutzt wird.
Nach etwas Grübeln,fiel mir noch ein,daß ich noch ein neues Steuerkabel für CD-Charger rumliegen hatte.
Und dieses stellte sich wirklich als optimal passend raus.
Der Durchmesser war annähernd identisch mit dem Originalkabel und das Kabel war dreifach geschirmt.
Die früheren NF-Kabel in dem Anschlusskabel waren jeweils geschirmt und das Kabel war im ganzen komplett mit einer dichten und hochwertigen Abschirmung versehen.


Ich konnte nun die PL-Buchsen mit Koaxkabel versehen(bedea - Berkenhoff&Drebes).
Danach wurde nur noch das Steuerkabel angeschlossen.
Und fertig war der Tuner für die portable/mobile Nutzung.