Montag, 25. Juli 2016

KATHREIN K 63 27 21 - Antennen/Autoradioweiche für den Amateurfunkbetrieb optimieren

Diese Kathrein Radioweichen war früher viel bei Behörden und Unternehmen im Einsatz,um eine nachgerüstete (bspw.) Betriebsfunkantenne zusätzlich für den Radioempfang zu nutzen.


Die Radiobuchse ist,wie auf dem Bild zu erkennen,stark oxidiert und sollte rausfliegen.
Und da die Weichen im Serienzustand eher suboptimal verkabelt sind,musste auch hier angesetzt werden.
Nach dem Öffnen zeigten sich die schlecht angeschlossenen Kabel.
Die Innenleiter der Kabel waren mit Klemmverschraubungen angeschlossen und die Kabel selbst mit Schraubklemmen am Masseanschluss fixiert.
Diese quetschten allerdings die vorhandenen Kabel so,daß dort HF-technische Stoßstellen entstehen,die selbstverständlich Verluste generieren.
Hier musste Abhilfe her.


Die Anschlusskabel wurden nun demontiert.
Da ich bereits die Länge des Kabels von der Weiche bis zum Radio abgemetert hatte,konnte ich dort ein Anschlusskabel direkt verlöten(dort jucken die geringen Verluste recht wenig).
Als Anschlussstecker wurde gleich ein passender ROKA-Antennenstecker(ISO-Norm)verpresst/verlötet.


Jetzt konnten die UHF-Anschlüsse montiert werden.
Als Antennenanschluss wurde eine leicht modifizierte SMA-Buchse eingebaut.Bei dieser ehemaligen Buchse für Printmontage wurden die vier Lötpins des Gehäuse/Masseanschluss mit dem Dremel entfernt.
Danach konnte die Buchse auf der Platine angeschlossen werden.


Im nächsten Arbeitsschritt wurde nun die BNC-Buchse montiert.
Hierzu nutzte ich eine GREENPAR-BNC-Buchse mit Teflon-Dielektrikum(beim Verlöten wichtig!).
Auch diese wurde dann direkt mit 2mm dickem versilbertem Kupferdraht angeschlossen.


Fertig...
Zum Schluss musste das Gehäuse nur noch zusammengebaut werden.
Wie man erkennen kann,ist die SMA und BNC-Buchse ideal im Gehäuse zentriert,um den Anschluss zu erleichtern.
Beim Einsatz an einem C4FM-Transceiver(25Watt Senderausgangsleistung) funktioniert diese Weiche nun absolut problemlos.  
Für den besseren Radioempfang wurde noch ein genau für das Radioband angepasster Vorverstärker in der Zuleitung zum Radio eingeschliffen.(kein Breitbandschrott!!!)












Aufbau des Bauteiltesters FA-BT des Funkamateur-Onlineshops

Als ich vor längerer Zeit mal den Bausatz des Bauteiltesters FA-BT,des Onlineshops des Funkamateur in die Finger bekam,war ich recht neugierig,wie das Teil funktioniert und sich der Aufbau gestaltet.


Also ran ans Werk...
Nach dem Auspacken fiel schnell auf,daß nur sehr wenige Teile bestückt werden müssen und sich die Macher des Ortsverbandes O28 wirklich Gedanken gemacht haben,wie dieses kleine Teil möglichst leicht aufbaubar ist.
Dafür erstmal "DAUMEN HOCH" !!


Ich bestückte nun die Platine mit den Steckverbinder,Drucktaster(auf eine ordentliche Zentrierung ist zu achten!!)und dem Kontaktpad.
Da das Display gesockelt ist,musste es nur aufgesteckt und verlötet werden.


Abschliessend wird nur noch der Akku verlötet.
Hier darf auf keinem Fall ein Kurzschluss der Akkuanschlüsse auftreten.
Der Akku selbst ist ein 300mAh Standardakku,wie er auch in Ipod Nano´s verbaut wird.



Jetzt muss nur noch das Gehäuse zusammengebaut werden.Hierbei ist darauf zu achten,daß die Schutzfolie vom Display entfernt wird.
Abschliessend fertigte ich mir mit Hilfe des mitgeliefertem dreipoligen externen Messkabels einen Messadapter an.Die Anschlussklemmen sind allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.
Zum Schluss muss nur noch der Bauteiltester kalibriert werden(siehe Bauanleitung!).



FAZIT...
Das Gerät ist wirklich ein kleiner praktischer Begleiter im Shack oder der Werkzeugkiste.
Sicherlich gäbe es noch Ideen,wie man das Gerät verbessern könnte.
Beispielsweise mit einem Klemmanschluss statt des Kontaktpads und einem echten Ausschalter(somit würde man den Akku auch bei längerer Lagerung vor der Entladung schützen).
Aber das kann sich doch jeder selbst nachrüsten.
Wie auch der kleine FiFi-SDR ist dieses Gerät wieder eine schöne Bastelidee aus der Gruppe des O28 Lennestadt.
Jungs,macht weiter so!!!



Zusatzlautsprecher mit NF-Filter für den Portabelbetrieb ... oder wenns duftet,kann gefunkt werden...

Viele OMs die öfter mal im "Grünen" Portabelbetrieb machen haben es schon erlebt,daß man sich einen externen Lautsprecher an seinem TRX gewünscht hat.
Da sehr viele QRP-Kleinsttransceiver einen externen Lautsprecher benötigen,kommt man an einer Lösung für diesen Einsatz nicht vorbei.
Nun kann man natürlich auch kommerzielle Lösungen nutzen.Aber das muss ja nicht unbedingt sein...
Als ich vor längerer Zeit mal einen Dufterfrischer aus dem Auto entsorgen wollte,fiel mir auf,daß dieses Gehäuse sich genau für diesen Einsatz sehr gut eignen würde.


Nach dem Entfernen des Deckels schaute ich zunächst nach einem passendem Lautsprecher.


Da das Gehäuse im Serienzustand lästige Eigenresonanzen hätte,kleidete ich dieses erst einmal mit selbstklebendem Dämmfilz aus.


Der Lautsprecher passte nun perfekt in die Dosenöffnung.
Als Filterschaltung nutzte ich den hier im Blog bereits publizierten Diodenklipper.
Dieses Filter besteht im Prinzip aus vier Bauteilen.
Zwei Dioden,einem Kondensator und einem 10Ohm Widerstand.
Nachdem die einfache Lochrasterplatine schnell bestückt war,baute ich diese nun im Gehäuse ein und versah die Schaltung noch mit einem einfachen Umschalter(Standard und Filter).


Und fertig war die duftende "Flüstertüte".
Nachdem der Deckel wieder aufgesetzt war,zeigte sich die angenehme Eigenschaft dieses Gehäuses.
Man kann den Lautsprecher durch das Verschieben der Austrittsöffnung beim Transport schützen(kein Krümelkrams der später das Hörempfinden stört),mit dem Ändern der Austrittsöffnung eine gewisse "mechanische" Filterwirkung erzielen und hat das zuschaltbare Filter,daß speziell im CW-Betrieb das Hören angenehmer macht.

Und nun ein weitere Nebeneffekt...
Das Teil ist das wohl bestriechenste Funkzubehör,
welches man sich vorstellen kann :)
Ganz abgesehen davon,daß sich die Baukosten auf
unter 1€ belaufen!!

 

Donnerstag, 2. Juni 2016

J-Antenne aus preisgünstiger 300Ohm Bandleitung für das 70cm/UHF Amateurfunkband - kostengüntige Außenantenne aus 300Ohm Fachbandleitung oder ...die Saugwelsantenne für Antennengeschädigte...

Die nachfolgend abgebildete Antenne soll als Möglichkeit für antennengeschädigte OMs vorgeschlagen werden.
Ein befreundeter OM hat das Problem,daß er seit einem Umzug leider keine Antennen am Fensterbrett mehr befestigen darf.
Also sollte eine möglichst günstige aber wirkungsvolle Ersatzmöglichkeit geschaffen werden,daß er die umliegenden Relais wenigstens mit einer Outdoorantenne arbeiten kann.

Da ich noch 300Ohm Bandleitung rumliegen hatte,lag die Idee nah,eine J-Antenne für den 70cm Afubereich zu bauen.
Also frisch ans Werk.

Zuerst schnitt ich 470mm der Bandleitung ab.


Dort wurde zunächst das untere Ende kurzgeschlossen.137mm gemessen vom kurzgeschlossenen Ende,durchtrennte ich zunächst eine Seite der Leitung auf einer Länge von 6mm.


Zum Anschluss des Antennenkabels wurden beide Stränge der Bandleitung,gemessene 12mm ab der kurzgeschlossenen Seite abisoliert.
Hier konnte nun das Antennenkabel angeschlossen werden.
Der Innenleiter wird an die ununterbrochene Seite gelötet und Schirm auf die Stubseite(unterbrochen).


Ich nahm nun 22mm Aufputzrohr und Schnitt dort 580mm am.Dort wurde zunächst am oberen Ende ein Saugnapf befestigt.Nachdem die untere Bohrung für den Saugnapf gesetzt war,wurde nun die Bandleitung in das Rohr eingezogen und mittels Isolierkleber(Heisskleber geht auch)verklebt/verschlossen.


Zum Schluss verpresste ich noch einen BNC-Stecker für den späteren Anschluss an den Transceiver.Fertig war die Außenantenne für unter 5€.
Diese Saugnäpfe gibts in der einschlägigen Handelsbucht(die mit dem "E" am Anfang) oder im Aquaristikzubehör.

Selbst die starken Stürme der letzten Wochen konnten die Antenne,an der Außenscheibe der Wohnung des Funkfreundes im 12Stock(!!),nicht aus der Ruhe bringen.




Abschliessend noch folgender Hinweis.
Ich habe die Leitungsunterbrechung auf der Stubseite mit 6mm angegeben.
Hier muss hingewiesen werden,daß die Antennen vor dem Einbau dringend auf Ihr SWR kontrolliert werden sollte!!
In diesem Fall musste ich die Leitung auf eine Länge von 10mm unterbrechen.
Bitte dies vorher beachten,weil nach dem Verschliessen des Rohres keine Korrekturmöglichkeit mehr vorhanden ist.   


DVPRTR V2 - ...wenn die verstaubte Dstar-Box wiederbelebt wird...Display-,Bedien-und NF-Probleme adieu...

Bei Dstar-Usern ist der DVRPTR V2 aus der Entwicklungsgruppe um DG1HT,DL1BH und DG8FAC eine sehr komfortable Möglichkeit,Dstar-Betrieb ohne die sonst nötige Markenbindung an Icom(seit der diesjährigen Hamvention/Dayton auch Kenwood)zu betreiben.
Der hier abgebildete DVRPTR hatte so einige Alterskrankheiten.Angefangen von einem Display,welches fast ins Gerät fiel über einer defekten NF-Endstufe bis hin zum fehlenden(original auch nicht vorhanden)Bedienknopf,sollte das Gerät wieder fit gemacht werden.


Zunächst sollte das Displayproblem gefixt werden.
Die Displayplatine war offenbar schon einmal demontiert und mittels einfachem doppelseitigem Soft-Doubletape befestigt.
Ich zerlegte nun das Gerät um die Gerätefront entnehmen zu können.
Danach wurde eine 2,2mm Bohrung in der Front gesetzt und angesenkt.Diese wird dann die Verschraubung für die Displayplatine aufnehmen.


Jetzt konnte der DVPRTR zusammengebaut werden.
Im folgenden Schritt wollte ich einen ordentlichen Bedienknopf angefertigen,der die farblichen Statusfarben,die an der durchleuchteten Bedienachse optisch dargestellen kann.
Hierzu wird ein Aluknopf genutzt,der mit einem 6,1mm Bohrer aufgebohrt und dessen Öffnung auf der Vorderseite stark angesenkt wurde.
Danach wurde das Teil noch mit silbernem Spraylack lackiert und konnte verbaut werden.
Im Anschluss befestigte ich den Lautsprecher auf dem Gehäuse.


Nun konnte der DVRPTR V2 passend konfiguriert und in Betrieb genommen werden.



Update: 
Da sich die Variante mit dem Anschluss an der Front Out-Buchse als nicht optimal erwiesen hat,habe ich nun den internen Abgriff am Board(dreipolige Molexbuchse)genutzt und die NF nach außen geführt.
Hier muss dringend darauf geachtet werden,daß kein versehentlicher Kurzschluss entsteht.
Die beiden äußeren Abgriffe sind für den NF-Anschluss geeignet.
Aber Achtung!! Bei Kurzschluss geht der DVRPTR in den Dstar-Himmel !!