Donnerstag, 14. Februar 2019

Hytera PD785 Akku-Eliminator - Recycling eines verschlissenen Serienakkus

In diesem Blog soll es diesmal um einen verschlissenen Serienakku eines Hytera PD785 gehen, der sehr kostengünstig zum "Akku-Eliminator" umgebaut werden kann.

Zunächst wurde der alte Akku vorsichtig mit dem Dremel geöffnet(was eine Sauerei bei dem Polycarbonatgehäuse ;) und das alte Akkupack nebst Ladeelektronik entfernt.


Nun suchte ich ein passendes Spiralkabel(Bitte auf ausreichend Kabelquerschnitt achten!!) heraus.Es handelte sich um ein Anschlusskabel einer früheren Telefon Freisprechanlage (NOS!!...hochwertiges Zeug aus den 90ern mit sehr wertigem Kabel und Stecker) . 
Um das Kabel montieren zu können, musste ein passendes Durchführungsloch im Akkugehäuse gebohrt werden.
Das Kabel wurde dann eingesetzt, mit Kabelbindern als Zugentlastung versehen und zusätzlich mit Heisskleber vergossen.


Als Spannungsquelle wurde nun ein herkömmlicher DC/DC Wandler aus chinesischer Produktion genutzt, dem ich vor dem Einbau noch einen Kühlkörper verpasste (auch wenn dieser mit 3Ampere Dauerlast und 5Ampere Spitzenlast angegeben ist...).
Diese DC/DC Wandler kosten in der E-Bucht keine 2Euro!


Nun wurden Ein-und Ausgang noch mit je zwei Ringkernen verdrosselt.
Um den Regler gegen HF-Einstrahlung etwas besser zu schützen, wurde nachdem der DC-Wandler mit Isoschlauch überzogen wurde, dann noch mit einer Schutzfolie aus Kupfer umwickelt und diese bündig verlötet.
Die Folie war einseitig mit Polyimid beschichtet, was die Isolation etwas erleichterte.
Nach mehrfachen Tests mit direkter HF-Einstrahlung war der Regler nun unauffällig.
Letztlich will man ja auf "Nummer Sicher" gehen, daß der Regler nicht wild rumregelt, wenn man später den Eliminator an einem Handfunkgerät betreibt.
Die Ausgangsspannung des DC/DC Wandlers wurde auf 8,1Volt justiert(der voll geladene Akku hat ca.8,4V Ladeschlussspannung)


Zum Schluss wurde das Gehäuse mit Pattex-Montagekleber verklebt.
Das sieht auf den Bildern durch die starke Blitzbeleuchtung deutlich betonter bzw. hervorgehobener aus, was aber im abgetrocknetem Zustand vollkommen ok ist.


Nach dem Ablüften und Trocknen des Klebstoffs, konnte letztlich eine Funktionsprobe und ein längeres Test-QSO erfolgreich gefahren werden.


Fazit...
Minimaler Materialeinsatz,funktioniert super und über 50€ im Vergleich zum originalen Eliminatorkit gespart.




Donnerstag, 31. Januar 2019

Hytera Programmier- und Zubehöranschlusskabel für den MD785 / MD785G

Das MD785 & MD785G(incl.GH) wird von vielen Funkamateuren für den Einsatz im Kfz genutzt.
Der Transceiver bietet die Möglichkeit, Zusatzgeräte wie externes Mikrofon(zum Freisprechen), ext.Lautsprecher oder auch ein USB-Kabel für die Änderung des Codeplugs bzw.zu Updates von Firmwareständen anzuschließen.

Um den TRX nicht andauernd abklemmen zu müssen oder um zu vermeiden, sich ein recht teures Programmierkabel für die Mikrofonbuchse zu holen,
kann man sich leicht ein Universalkabel zum programmieren und dem gleichzeitigen Anschluss von Zubehör anfertigen.

Als Stecker kommt ein handelsüblicher HD26M Sub-stecker mit passendem Gehäuse zum Einsatz.
Für die Verkabelung wurde ein 1,5m langes USB-Kabel geopfert und die Anschlusskabel für Lautsprecher und Mikrofon sind dicht geschirmte TGR-Audiokabel.


Also los gings.
Zuerst habe ich das Anschlusskabel für den externen Lautsprecher verdrahtet.Hierzu wurde zunächst ein Vorwiderstand (nach Bedarf 22 bis 33Ohm zur Minderung des Komfortrauschens) an PIN18 verlötet.
Der Masseanschluss des Lautsprechers wurde an PIN9 angeschlossen. 
Als Lautsprecherverbinder wurde eine normale RCA-Buchse genutzt(blau).


Im nächsten Schritt wurde die Klinkensteckerbuchse für das Freisprechmikrofon angeschlossen.
Hierfür werden PIN7(+ ext.Mikrofon) und PIN17(Ground) genutzt.
Nun konnte der USB-Anschluss verdrahtet werden.

Für den USB Anschluss werden folgende Anschlusspins des ACC-Steckers belegt.

USB 2 = DATA - (weiß)            an PIN19
USB 3 = DATA+ (grün)            an PIN10
USB 4 = Schwarz +ggf.Schirm an PIN9+11 


USB 1 wird nicht belegt!!Dort liegen bei herkömmlichen USB-Kabeln 5V an.NICHT BELEGEN!!


Abschließend wurde der Stecker noch in sein Gehäuse eingesetzt und die Kabel mittels Kabelbinder und etwas Heisskleber zugentlastet.



Das komplette Kabel hat nicht mehr als 5€ Materialkosten verursacht und somit besteht die Moglichkeit,den TRX ohne zusätzliche Umsteckarbeit extern zu programmieren und zeitgleich einen externen Lautsprecher plus ein Freisprechmikrofon bspw. im Kfz angeklemmt zu lassen.




 

Mittwoch, 30. Januar 2019

Stabo RF-Analyst RF-1 - wenn das Antennenmessgerät nicht mehr angehen möchte...

Vor längerer Zeit bekam ich einen RF-Analyst von Stabo zum Schlachten geschenkt.


Das Gerät ließ sich nicht mehr einschalten und wurde somit als defekt deklariert.
Bevor die Kiste also in die Schlachtbox fällt,
beschloss ich, daß man sich vielleicht erst einmal die Spannungsversorgung anschauen sollte.

Nach dem Öffnen der "Messbüchse" zeigte sich sofort die mindere Platinenqualität, die man von dem amerikanischen Hersteller/Zulieferer kannte.


Also wurden zunächst alle minderwertigen und auffälligen Lötstellen nachgelötet.
Danach kam ein neuer Batterieclip rein und es wurde zunächst geschaut, ob sich das Gerät nun einschalten ließ...aaaaaaaaber "Computer sagt Nein" (< Freunde englischer Comedy wissen wer gemeint ist).

Nach einer kurzen Suche mit dem Multimeter zeigte sich, daß der ON/OFF-Kurzhubtaster keinen sicheren Kontakt hatte.
Das Problem sollte schnell behoben sein.
Neuen Taster rausgekramt und mal schnell reingebraten...Fertig...


Das Ding lief nun wieder und konnte wieder genutzt werden. 




Parkside PAS 3.6 B1 - wenn der Strom ausgeht...Akkuwechsel am Ixo-Derivat

Seit vielen Jahren begleitet mich ein einfacher Parkside Akkuschrauber durchs Bastelleben.
Diese Geräte wurden einst durch Lidl unter eigenem Label vertrieben und sind technisch sehr eng mit dem Bosch Ixo verwandt.


Da der Schrauber einfach keine ausreichende Akkukapazität mehr hatte,wollte ich einfach mal "reinschauen" .
Bei einer angegebenen Betriebsspannung von 3,6 bzw 3,7V lag die Vermutung nah, daß es sich um
eine herkömmliche 18650er Lion-Zelle handelt.

Nun gut...schauen wir mal...

Zuerst wurde der Schrauber geöffnet.
Und siehe da, wie vermutet war eine handelsübliche 18650er Zelle verbaut.


Ich war etwas verwundert, daß der Hersteller eine Zelle mit nur 1350mAh verbaut hatte.
Jetzt ging es daran, eine passende Zelle aufzustöbern.
Da ich aus dem Modellbaubereich noch neue 7,4V Akkupacks mit diesen Zellen hatte, beschloss ich,
eines dieser Packs zu zerlegen und die Zelle dort einzubauen.



Da die neue Zelle rumlag war die Reparatur somit "kostenneutral" und jetzt besaß der kleine und praktische Schrauber eine neue 2600mAh Akkuzelle.



Nun kann der Schrauber wieder die nächsten Jahre beim Zerlegen von diversen Gerätschaften gequält werden und hat sogar noch eine längere Akkustandzeit.

Fazit...
Geld gespart,Umwelt entlastet und dem Hersteller eine lange Nase gezeigt.




Montag, 31. Dezember 2018

TECSUN PL360 - leerer Goldcap-Kondensator verhindert das Einschalten und Kontaktprobleme beheben

Das Tecsun PL360 verrichtet seit einigen Jahren sehr zufriedenstellend die Funktion eines Weckradios mit Weltempfängerfunktion.

Vor einiger Zeit wollte sich der "Schokoriegel" nicht mehr einschalten lassen.
Über Nacht war das Display ausgefallen und ließ sich auch nach einem Batterieaustausch nicht mehr aktivieren.

Im Hinterkopf hatte ich noch die Erinnerung,daß das Radio selbst von einem Goldcap gepuffert wurde,welcher beim Batteriewechsel Frequenzen,Temperaturanzeige und die Uhrzeit puffern sollte.

Zunächst musste der "Schokoriegel"zerlegt werden.


Nachdem die Kabelverbindungen beider Gehäusehälften getrennt waren, wurde die Antenne aus dem Gehäuse entfernt und das Displayboard ausgebaut.


Jetzt lag der Goldcap-Kondensator und der Lautstärkeregler frei(der Lautstärkepoti kratzte seit einiger Zeit auch unangenehm herum). 
Zunächst wurde nun der Goldcap ausgelötet und gemessen.
Und siehe da,komplett entladen.
Also ran ans Labornetzteil und das Ding kontrolliert aufgeladen.
Nachdem der Kondensator wieder fit war,wurde nun der Lautstärkeregler ausgebaut und mit einfachem Ballistol wieder gängig gemacht.
Nun wurden beide Bauteile wieder eingebaut und verlötet.


Es ist schon eine seltsame und fragwürdige Konstruktion eines Radios,wenn der Hersteller als Pufferung für die Uhr etc einen Goldcap einbaut,der bei eingelegten Batterien oder Akkus geladen wird und einfach von jetzt auf gleich den Dienst versagt.
Leider bleibt dort kein andere Schluss möglich,als dass es beabsichtigt ist, daß der ein oder andere Besitzer denkt das Radio sei defekt und es entsorgt und neue Ware vom gleichen Produkt kauft.
Weil das eigentliche Radio wirklich nicht schlecht funktioniert und den Kunden vorher zufriedengestellt hat,liegt diese Vermutung nahe...
Aber (und ich hasse das derzeitige Modewort) "nachhaltig" ist diese Handlungsweise des Herstellers
sicher nicht!


Wenn also bei dem ein oder anderen User mal das PL360 oder PL365 den Dienst auf ähnliche Weise versagt, lieber mal ein paar Minuten Zeit nehmen und genauer hinschauen.