Samstag, 30. Juni 2018

Yaesu FT5200 - Austausch des Gerätedisplays

Beim hier abgebildeten Yaesu FT5200(Bedienteilaufbau wie FT5100 oder FT6200) hatte das Display im Laufe der Jahre "Luft gezogen" und somit starken Schatten gebildet,die den Betrieb zwar nicht behinderten aber unschön aussahen.


Nun ergab sich die super Möglichkeit,nochmal zwei fabrikneu verpackte(NOS)Displays zu erwerben.

Also sollte das alte Teil raus und die Neuware verbaut werden.
Hierzu wurde das Bedienteil zunächst von seiner Front befreit(Drehknöpfe ab,rückwärtige Schraube raus und Rückseite und Front ausklinken.


Um das Board von der Rückwand trennen zu können,muss man die kleine Schraube in der Nähe der Mikrofonbuchse entfernen,da ansonsten Schäden an der Platine verursacht werden.


Nach dem entnehmen der Platine wurde vor dem Austausch des Displays die Spannung der Backup-Batterie kontrolliert.
Immerhin 20Jahre nach der Proktion dieses Gerätes war sie noch im optimalen Bereich(alles über 3V ist ok).


Auf der Rückseite der Platine wird nun der Trägerrahmen des Displays gelöst.
Hierzu werden nur die Haltenasen des Blechrahmens aufgebogen.


Nachfolgend kann man das neue Display einsetzen.
Bei diesem Arbeitsschritt sollte man dringend darauf achten,daß eventuelle Fingerabdrücke mittels Fensterreiniger oder reinem Alkohol entfernt werden.


Zum Schluss wurden noch die abgegriffenen Drucktasterknöpfe(rechts u.a.ON/OFF) von Farbresten der originalen Farbe befreit und mit Airbrush neu lackiert.

Abschliessend wurde das Bedienteil wieder zusammengebaut und getestet.







VeroTelecom VGC6900(VGC6600) Modifikation der Mikrofonmodulation...

Wie bereits im vorhergegangenen Blog berichtet,ging es dem Serienmikrofon(HM68) des VGC6900/VGC6600 bereits wegen der PTT-Fehlfunktion ans "Leder".

Nun sollte noch die Modulation des Mikrofons angepasst werden,da man beim designen der Schaltung offenbar einen typisch mittellastigen Betriebsfunksound erschaffen wollte.
Auch war die Empfindlichkeit der Serien-Mikrofonkapsel nicht das "gelbe vom Ei".
 
Die Modifikation ist sehr überschaubar.


Als Mikrofonkapsel kommt eine kleine E-Kapsel aus einem früheren Nokia-Handy zum Einsatz (das Ding sollte eh wech...).

Diese wurde mit passenden Anschlussdrähten versehen und konnte nun im Mikrofon an Stelle der Serienkapsel(siehe abgebildet mit schwarz/roten Anschlüssen)eingebaut werden. 


Jetzt wollte ich noch das Klangbild des Mikrofons anpassen.
Hierzu muss man den originalen Koppel-C gegen einen 4,7 - 5,6nF auswechseln.

ACHTUNG!! Bitte beachtet die sehr kompakte Baugröße des Cs.
Das Teil sollte nur ausgetauscht werden,wenn man über passendes Lötwerkzeug und handwerkliche Fähigkeiten verfügt,weil bei der sehr kleinen Baugröße 0402 schnell Umbauschäden am Mikrofon auftreten könnten. 


Abschliessend noch zur Veranschaulichung das originale Bauteil neben einem BNC-Adapter...






VeroTelecom VGC-6900(auch VGC6600) - Fehlfunktion der PTT-Taste beheben...

Die Geräte von VeroTelecom sind in Europa recht selten zu finden.
Leider haben diverse Mobilfunkgeräte aus diesem Hause das Problem,daß es offenbar zu Fehlfunktionen des Prozessors kommt,weil die Funktion PTT-Taste nicht ausreichend entprellt wurde.
Dieser Fehler zeigt sich auf folgende Weise.
Entweder geht der TRX beim drücken der PTT am Mikrofon garnicht erst auf Sendung(an der PTT am Bedienteil schon!)oder der TRX schaltet,wenn er im Sendebetrieb ist,nicht mehr zurück in den Empfangsbetrieb und bleibt im TX-Modus hängen.

Der Fehler kann schnell mittels eines 100nF Kondensators behoben werden.


Der Kondensator wird einfach parallel zum PTT-Schaltkontakt gelötet (die Lackdrahtbrücke war bereits vorher vorhanden).
Danach ist die Fehlfunktion Geschichte... 😊




 

Probleme mit USB-Ladeadapter für die Dashcam...oder das Leid des Funkamateurs mit schlechten Step-Down-Wandlern

Einfache Step-Down Wandler haben nicht selten den Nachteil,daß diese kräftig im Kurzwellenbereich stören.

So wars auch bei dem DC-DC Wandler meiner Dashcam der Fall.
Aber hier kamen sogar noch Störungen im VHF-Amateurfunk und Flugfunkbereich dazu.

Die schnelle Lösung war der Schritt zurück zur "alten Schule".
Da sich die Ladeelektronik für die Cam in der Kamera befindet und der originale Wandler eh nur 5V mit maximal 500mA lieferte,lag der Schritt zu einer einfachen Schaltung ala 7805 oder 7806 und dazugehöriger Grundbeschaltung nah.
Die Spannungsversorgung wird bei abgeschalteter Zündung eh unterbrochen und es besteht keine Gefahr,daß der herkömmliche Spannungsregler die Autobatterie bei längeren Standzeiten leersaugt.

Nun gut...Lochraster-Platinenmaterial raus und schnell mal was zusammengebraten...


Die wenigen Bauteile waren schnell rausgekramt.
Ich beschloss zuerst wegen der recht langen Zuleitung einen 7806 zu nutzen.
Die Schaltung wurde als Grundbeschaltung des Festspannungsreglers aufgebaut und zusätzlich eine Absicherung am Eingang und Ausgang mit eingebaut.

Das Ergebniss war aber noch nicht passend.
Leider zeigte sich,daß der 6V Regler mit normaler Beschaltung schlicht zu wenig Spannung lieferte.
Diese lag ohne Last bei 5,86V mit einer kleinen 200mA Last bei knapp 5,39V,was auf ein fehlerhaftes Neuteil hinweist.
Also musste der 7806 raus und ein 7805 wurde an dessen Stelle verbaut.
Jetzt kam ich der schnellen Lösung näher.Im Leerlauf wie auch bei 200mA Last stand die Ausgangsspannung bei 5,01-5,03V.

Da diese Spannung wegen der langen Zuleitung zur Dashcam leider zu niedrig wäre und viele Ladeschaltungen bereits bei knapp unter 5V Eingangsspannung abschalten,wurde noch zusätzlich eine Diode vom Mittelpin des 7805 auf Masse geschaltet.Und siehe da,jetzt passts...
Die Ausgangsspannung lag zwischen 5,44(unter Last) und 5,5V.

Die Schaltung wurde abschließend noch in ein passendes Kemogehäuse(KS35)eingebaut und verrichtet nun seinen Dienst sehr unauffällig.
Weder im Kurzwellenbereich noch im Flugfunkbereich oder VHF-Afuband waren Störungen zu finden(wie erwartet ;).
Manchmal ist Oldschool dann doch nicht so schlecht...




Freitag, 22. Juni 2018

Doppelquad für das 23cm Amateurfunkband

So mancher ÖMer spielt mit dem Gedanken,Funkbetrieb im 23cm Amateurfunkband zu machen.
Hierzu lässt sich mit überschaubarem Aufwand eine recht leistungsstarke aber trotzdem kompakte Doppelquad-Antenne aufbauen.

Angefangen wird beim Aufbau mit 2mm versilbertem Kupferdraht und einem größeren Stück doppelseitig kaschiertes Platinenmaterial.


Das Platinenmaterial wird auf die Größe von 118x236mm zugeschnitten.
Wenn diese Maße leicht schwanken,so ist dies kein gravierendes Problem.
Diese Platine wird dann mittig mit einer Durchführungsbohrung für die später zu montierende Antennenbuchse versehen.In diesem Fall kommt eine BNC-Buchse zum Einsatz.


Aus dem 2mm Kupferdraht wird nun die Doppelquad mit einer Kantenlänge von rund 57mm gebogen(Mitte<>Mitte).
Dieser muss dann an einer der Außenstöße verlötet werden.


Im nächsten Schritt verlötete ich nun die spätere Halterung(Messingschraube stumpf auf Trägermaterial).


Jetzt nahm ich eine Abschirmkappe für Antennenbuchsen(Huber und Suhner) und schob diese über das vorher bereits an der BNC-Buchse verlötete Stück RG400-Kabel.
Dort wurde die Kappe nun verlötet und das Kabel auf die Stoßlänge von 29,5mm abisoliert.
Mit der Stoßlänge ist der spätere Abstand vom Doppelquad-Element zum Reflektor gemeint.
Die 29,5mm sind ein errechnetes Maß,welches ohne Panik auch minimal variieren kann.


Nun wurden Abstandshalter aus Kunststoff auf die passende Länge geschnitten und mit dem Reflektor/der Platine verschraubt.

Nachfolgend konnte jetzt die Doppelquad mit dem Speisekabel verlötet werden.


Das Quadelement wurde nun nur noch mit metallfreiem 2K-Kleber an den Kunstoff-Abstandshaltern verklebt.

Zum Schluss bekam die Antenne nun noch eine schwarze "Farbdusche" verpasst und die spätere Halteschelle wurde montiert.
Nach Abschluss der Arbeiten hatte die Doppelquad ein SWR von 1:1,2 auf 1270Mhz.


So gebaut hat die Doppelquad rund 8dBD Gewinn und ist durch ihr sehr kompaktes Baumaß auch fast überall nutzbar...egal ob portabel,Balkon oder hinterm Fenster montiert.
Eine wetterfeste Variante wird auch noch folgen.



 

Donnerstag, 21. Juni 2018

PSA Scheinwerfer Niveauregler mit Wackelkontaktproblem...oder...es werde Licht!

Bei älteren Fahrzeugen des PSA-Konzerns wurden oft die nachfolgend abgebildeten Niveauregler für die Fahrzeugscheinwerfer-Niveauregulierung verbaut.

Diese Regler haben leider einen großen Nachteil.
Weil der Hersteller diese leider nicht gekapselt gebaut hat,bekommen diese mit den Jahren oft Wackelkontakte.
Der freundliche Vertragshändler will dann meist einen neuen Regler verkaufen.
Den Fehler kann man aber meist mit etwas Alkohol und Kontaktspray beheben.

Hierzu wird der Regler durch das aushebeln der Verschlussnasen einfach geöffnet und dann die Kontaktbahnen mittels Iso-Alkohol von den Verschmutzungen gereinigt.
Nachfolgend werden diese noch mit etwas Kontaktspray besprüht und der Schalter kann wieder verschlossen werden...
Und so schnell kann man sich die Ausgabe von ca.50€ sparen...
(schon eine Frechheit dieser Preis,wenn man sieht wie billig das Teil aufgebaut ist!)







 

Donnerstag, 31. Mai 2018

Yaesu FT5200 - Raschelgeräusche im VHF/UHF Sendebetrieb - so simpel aber störend ;)

Nachdem ich bereits einen Yaesu FT5200 wieder in Betrieb genommen habe,sollte es den anderen Fehlergeräten ans Leder gehen.

Manchmal bekommt man Geräte,da fragt man sich,wie solche Schäden auftreten können,wenn man diese normal behandelt.
So auch hier.
Das Gerät stammte aus einem größeren Bestand von FT5200 die vormals überwiegend als Empfänger genutzt wurden,um Relaisfrequenzen zu monitoren.

Allerdings wurde der hier abgebildete ungefähr ein Jahr als Rücksprechtransceiver genutzt und da etwas strammer rangenommen.Als Vermerk auf dem eingelagerten Transceiver stand nur "Raschelgeräusche im Sendebetrieb auf 2m und 70cm" .
Nun gut.Ich schloss ohne Vorurteil den Transceiver an und schaute erst einmal nach dem DTMF-Mikrofon und dessen 8pol.Japanbuchse.
Alles war ok.
Nun wollte ich mal nach dem Sendesignal schauen.
Bereits beim anschließen der Messmittel fiel schon das beschädigte Koaxialkabel auf.

Und genau das war der "komplizierte" Fehler,den der Vor-User auf dem Transceiver vermerkt hatte.
Sobald das Gerät auf Sendung war und man das Kabel bewegte,tanzte der Wattmeterzeiger meiner Dummyload wild hin und her und der betagte CMS bekam fast "Herzflimmern".

Also ran an die simple Fehlerquelle(ich versteh immer noch nicht,wie ein lizensierter OM diesen Fehler nicht gefunden hat?!) .

Mangels einer originalen verpressbaren Durchführung musste ich etwas kreativ werden.
Ich baute zunächst das alte Anschlusskabel mit der defekten Durchführung aus.


Da diese Durchführungen teils verpresst werden aber eigentlich nicht wiederverwendbar sind,musste ich einen etwas anderen Weg gehen.Nach dem entfernen der Isolierung des Anschlusskabels entfernte ich nun zunächst den Innenleiter des Kabels und spannte den Entlastungsflansch in einen Maschinenschraubstock.


Vorsichtig wurde nun die verpresste Kontakthülse in dem Flasch aufgebohrt.
Danach mussten nur noch zwei,drei gefühlvolle Überredungsschläge mit Hämmerchen und einem winzigem Flachstahltreiber gegeben werden und die alte Hülse war raus.


Der Flansch wurde nun über das Kabel gezogen und mit einer Crimpzange nachgepresst.
Dabei muss dringend darauf geachtet werden,daß man den Flansch nicht zu stark verpresst,weil sonst Schäden am Koaxkabel auftreten könnten.

Nun wurde das Kabel für den Einbau passende abisoliert und die Schirmung mit 0,7mm versilbertem Kupferdraht umwickelt,um einen sicheren Kontakt der Abschirmung zu gewährleisten.
Danach lötete ich das Kabel wieder ein und siehe da,der simple Fehler war Geschichte.