Montag, 13. Juli 2015

Scheibensaugbasis für BNC Antennen - Antennenfuß für APRS-Transmitter selbst gebaut

Vor kurzem stand die Frage im Raum,wie man ohne Außenantenne(GFK Karosse)und nicht vorhandener Klemmmöglichkeit für geeignete Antennenfüße einen kleinen APRS-Transmitter aus dem Fahrzeug betreiben könnte,ohne permanent ein geeignetes Handfunkgerät auf dem Amaturenträger oder der Hutablage liegen zu haben.
Die einfache Lösung war recht schnell gefunden.

Als Ausgangsbasis wurde ein neuer Scheibensaugfuß
(besonderen Dank an OM Werner)genutzt.


Zunächst wurde die Haltenase für die Handyhalterung abgesägt.
Im nächsten Schritt wurde aus Aluprofil ein Haltewinkel für die später einzubauende BNC-Buchse geschnitten.


Nachdem im Profil die Löcher für die KINGS-BNC-Einbaukupplung und die Halteschrauben gesetzt waren,konnte nun die Buchse nach ein wenig "Karbonkosmetik" im Winkelprofil verschraubt und dieses mit der Halterung verbunden werden.


Da in dem Fahrzeug nur die Außenhaut aus GFK besteht und selbstverständlich eine Metall-Trägerstruktur das versteifende "Gerippe" der Karosserie bildet,fertigte ich nun aus versilbertem Kupfergewebeband ein Masseband an,welches später mit der Halterung verbunden wird und auf der anderen Seite an der A-Säule an einen Massepunkt angeschlossen wird.(ca.20cm vom Saugfuß entfernt)


Nun konnte die Halterung mit dem Antennenfuß verschraubt werden.

Da der APRS-Transmitter 80cm vom Fuß in einer Ablage verstaut wird,konnte in diesem Fall auch RG174 Kabel mit einem SMA-Stecker(Huber&Suhner)und einem passenden Radiall-BNC-Stecker als Antennenkabel genutzt werden.
Das Endergebniss sieht nun wie folgt aus.




Donnerstag, 9. Juli 2015

J-Antenne für das 2m Afu-Band aus 300Ohm Feederleitung selbst gebaut

Da ich noch ein Verschnittstück 300Ohm Feederleitung übrig hatte,wollte ich heut mal eine einfache VHF J-Antenne aus dieser bauen.


Am unteren Ende der Antenne wurden zunächst beide Adern miteinander verbunden.


Jetzt wird auf einer Seite der Adern,gemessen ab der Brücke eine Markierung bei 3,18cm,eine weitere nach 38,74cm und die Letzte nach weiteren 0,64cm gemacht.
An der Stelle bei der 38,74cm und 0,64cm Markierung,wird diese Seite der Antenne nun unterbrochen und ausgetrennt.


Bei der 3,18cm Markierung wird nun die Isolierung beidseitig entfernt.
Ich nehme nachfolgend ein Stück RG174 und isoliere dies ab.Der Außenleiter wird nun an der unterbrochenen Seite verlötet und der Innenleiter an der Durchgehenden.Nun wird die letzte Markierung an der 300Ohm Leitung angebracht.Diese wird ab der oberen Trennstelle(die Unterbrechung auf der Abschirmungseite)nach 94,62cm gesetzt.
Dort wird die Feederleitung nun abgetrennt.Die Gesamtlänge beträgt also insgesamt 137,18cm.Nachfolgend wurden die Lötstellen noch mit selbstvulkanisierendem Isolierband abgedichtet.


Um der Antenne eine "Behausung" zu geben,lötete ich zunächst einen handelsüblichen PL-Stecker an das Kabel.Hierzu wurde einfach ein gebrauchter PL-Stecker genommen und der Schirm am Stecker direkt verlötet.
Danach wurde der Stecker mit Vergusssilikon abgedichtet.(KEIN Heisskleber nehmen,wenn wie in diesem Fall kein RG174 Stecker zur Hand ist!!)


Aus Installations-Aufputzrohr-Verschnittstücken(WAS für ein Wort ;) suchte ich mir nun ein 16er,20er und 25er Stück heraus.
Diese wurden mit Vulkanisierband an den Verbindungsstellen eng bewickelt,mit Vulkankleber versehen und zusammengesteckt.
Nach wenigen Minuten waren die Steckverbindungen fest zusammengebacken und für die Außenmontage geeignet.Nun wurde nur noch der Stecker mittels des gleichen Verarbeitungsweges im Rohr befestigt.
Fertig!
Selbstverständlich muss das Rohr nicht genommen werden.Wenn die Verbindungsstellen an der Antenne gut isoliert sind,kann die Antenne auch "nackt" aufgehangen werden.


Am oberen Ende wurde das Rohr noch mit dem E-Silikon verschlossen.


Die Antenne wird nun auf einem Balkongeländer an einem handelsüblichen PL-Mobilantennenfuß betrieben. 






J-Antenne für 70cm - die kompakte J-Antenne für den Urlaubs oder Portabeleinsatz

Viele Handfunkgeräteantennen haben eine fuchtbar schlechte SWR-Anpassung und sind daher meist reine Leistungsverbrenner.
Um im Urlaubs-QTH eine etwas bessere Antenne zur Verfügung zu haben,die sich auch einfach im Handgepäck verstauen lässt,baute ich diese Antenne für einen Funkfreund.

Der Aufbau ist erstaunlich einfach und schnell vollbracht. 

Als Ausgangsmaterial für die eigentliche Antenne wird 4mm Messingrohr genommen,wie es in gut sortierten Baumärkten erhältlich ist.


Mit Hilfe von zwei geraden Labor-Bananensteckern markierte ich nun zwei Schnittstellen am Rohr.
Die beiden Strahlerteile müssen incl.des Steckers eine Gesamtlänge von 170mm und 520mm haben.
Im nächsten Schritt wurden die Rohrstücken nun in den Steckern eingelötet.


Die Antenne ist genau genommen schon fertig.
Die Antennenteile wurden nun mit Schrumpfschlauch überzogen und an den oberen Enden zwei Endkappen aufgeklebt.


Die Rohre wurden nun in einen herkömmlichen BNC/Bananenstecker Adapter eines ausrangierten Oszis gesteckt und mit einem selbstgebauten Distanzstück aus Kunststoff beide Rohre fixiert.
Die Messung des SWRs ergab ein vollkommen zufriedenstellendes Ergebniss von 1:1,3 auf 70cm/UHF Bandmitte.
Sicherlich gewinnt das Gebilde keinen Designpreis,funktioniert aber absolut zufriedenstellend und ist sehr schnell und kostengünstig gebaut.





 

Donnerstag, 2. Juli 2015

Kostengünstige Reparatur eines PSA-Autoschlüssels

Gestern sprach mich ein Bekannter an,der Probleme mit dem Funkschlüssel seines Citroen Saxo hatte.
Dieser nutzt den kleinen Franzosen als sparsamen Kleinstwagen für den Arbeitsweg und war eigentlich seit vielen Jahren mit der "Zitrone" zufrieden.

Was aber immer wieder nervt,sind die miserablen Funkschlüssel des PSA-Konzerns.
Diese Schlüssel wurden einst bei Valeo gefertigt und nerven immer wieder mit defekten Kurzhubtastern.
Jetzt gibt es natürlich viele Anbieter,die eine Reparatur dieser Schlüssel anbieten.
Auch findet man in bekannten Online-Auktionshäusern Austauschtaster.
Nur sind die dafür aufgerufenen E-Teilpreise absolut unverschämt.
Bei der Suche fand ich Preise die teils an der 20€ Marke für einen mickrigen Kurzhubtaster kratzten.
Das ist keine Marktwirtschaft,sondern schlicht WUCHER und somit mehr als grenzwertig!

Ich öffnete nun den Schlüssel und entnahm die Senderplatine.


Nachdem der alte Taster ausgelötet wurde,fing die Suche nach einem passenden aber kostengünstigen Ersatz an.
Dieser war schnell gefunden.
Beim Teile-Distributor kostet der 0815 Kurzhubtaster "sagenhafte" 11Cent.
Noch schräger wurde es bei der Onlinesuche nach dem originalen Taster.
Der im Online-Auktionshaus für knapp 20€ angebotene Taster kostete dort 57Cent!!!

Da ich diese Bauform aber nicht verfügbar hatte,baute ich die noch günstigere Variante ein.


Beim Einbau muss unbedingt aufgepasst werden,weil ansonsten die wirklich billige Platine beschädigt werden könnte!
Unfassbar,daß Ersatz für diesen Schlüssel vom Fahrzeughersteller 130€ kosten soll.
Egal ob der Onlinedealer oder der Herstellerpreis.
Beide Arten von Geldgier kann man nur mit der Selbstreparatur strafen.
Und wer es nicht selbst hinbekommt,kann sich immer noch Hilfe beim nächsten Rundfunkmechaniker holen.




Dienstag, 30. Juni 2015

Motorola XTS-3000 - 8V-Festspannungsversorgung für das 70cm APCO25 Handfunkgerät

Das Motorola XTS3000 / SABER und diverse andere Handfunkgeräte benötigen oft eine Spannungsversorgung von 7,4-8Volt.
In meinem Fall ging es darum ein XTS3000 mit ca. 4Watt Senderausgangsleistung an einer 12-14Volt Bordspannung zu betreiben.
Das Gerät soll am Netzteil betrieben werden und somit war dieser Festspannungsregler nötig.

Als Gehäuse nutzte ich ein Kunststoffgehäuse eines bekannten Elektronikversandhauses aus Hirschau.


Zuerst wurde in dem Gehäuse eine KNITTER Druckschalter und ein versenkter Sicherungshalter für 20mm Glassicherungen eingebaut.


Im nächsten Schritt wurden nun die Anschlussbuchse für den Transceiver(verpolungssichere DIN Lautsprecherbuchse) und eine POWER ON-LED eingebaut.


Das Gehäuse war nun fast fertig.
Ich nahm nun für die folgende Befestigung des Kühlkörpers Maß.


Jetzt stellte sich ein Fehler heraus.
Der eigentlich angedachte Ein/Aus-Schalter von Knitter musste einem einfachen Einbauschalter mit geringerer Einbautiefe weichen.
Desweiteren wurde noch die Kabeldurchführung für die Spannungsversorgung im Gehäuse eingebaut.


Nun konnten die beiden Festspannungsregler und deren Minimalbeschaltung,die auf einer kleinen Lochrasterplatine untergebracht waren,im Gehäuse und somit am Kühlkörper unter der Verwendung von Wärmeleitpaste verschraubt werden.Im letzten Arbeitsschritt nutzte ich noch ein neues Anschlusskabel eines Mobil-TRX und schloss dieses im Gehäuse an.
Wer genau hinschaut,stellt schnell fest,daß der Sicherungshalter doppelt verbaut ist.
Hierzu muss erwähnt werden,daß die Schaltung in Kürze nochmal auf einen DC/DC-Wandler mit 7Ampere umgebaut wird.



Und so sieht das Endergebniss aus.
Beim Betrieb am Motorola XTS3000 konnten auch nach langen QSOs keine Probleme festgestellt werden.
Die Ausgangsspannung beträgt zwischen 7,98 und 8,01V.Also alles im Lot ;)





1:1 Balun und Einspeisepunkt schnell und einfach selbst gebaut

Der 1:1 Strombalun sollte in Verbindung mit einem 80m Monobanddipol eingesetzt werden.
Da ich derzeit leider kein herkömmliches Mittelstück aus Plexy,Makrolon oder Glasfiber verrätig hatte,musste schnell Ersatz her.

Die Wahl fiel auf zwei Endisolatoren aus dem Hause FRITZEL.
Diese wurden mit einer Führungsbohrung und einer 50mm langen Edelstahlschraube miteinander verbunden.


Im nächsten Schritt wurden nun zwei Bananenbuchsen mit langem Anschlussschaft aus DDR-Produktion in den Langlöchern eingepasst und auf Maß abgeschnitten.


Nun konnte der vorher gebaute 1:1 Strombalun an diesem T-Stück befestigt und angeschlossen werden.


Zum Schluss wurde das Anschlusskabel noch mit einem neuen Huber&Suhner C-Stecker versehen und eine passende Doppelkupplung daran befestigt.
Ich nutze diese Steckverbinder wegen Ihrer robusten Eigenschaften gerne für den Portabeleinsatz.
Am sonst genutzten Antennenanschlusskabel ist aber eine Anschlussbuchse vorhanden,weshalb die Doppelkupplung sonst entfällt.


Abschliessend werden noch 2x 19,25m Antennendraht daran befestigt und es kann "in die Luft gehen".