Montag, 18. Mai 2015

1:4 Balun Eigenbau für Senderleistungen bis 100Watt

Für einen Dipol sollte ein 1:4 Balun angefertigt werden.
Dieser muss den kompletten Kurzwellenbereich abdecken und eine Belastbarkeit von 100Watt PEP haben.

Als Gehäuse wurde eine handelsübliche Aufputzdose genutzt.



Um das Gehäuse später an einem Standrohr befestigen zu können,schnitt ich aus 5mm GFK-Platte einen Haltestreifen aus und bohrte bei diesem zum Einen die Haltebohrungen für das Gehäuse und zum Zweiten zwei zusätzliche Abspannbohrungen.
Desweiteren wurde auf der Rückseite eine Rohrschelle für das Mastrohr angeschraubt.



Wie auf dem letzten Bild zu erkennen,wurden auf der einen Seite des Gehäuses zwei Durchbrüche für die Bananenbuchsen ausgeschnitten und auf der Unterseite eine SO239 Buchse(>PL259) eingesetzt.



Für den Balun wurde ein handelsüblicher Ferrit(FT140) genutzt.Dieser wurde vor dem Bewickeln mit Teflonband umwickelt.Danach wurden zwei mal 13Windungen 1,5mm Kupferlackdraht aufgebracht.(also bifilar)
Die Anschlussverdrahtung wird nach dem unten abgebildeten Schema vorgenommen.(Quelle VK6YSF)



Jetzt konnte der Balun im Gehäuse eingesetzt und verdrahtet werden.
Der Balun selbst wurde mit SytexPlus-Verguss/Klebemasse im Gehäuse fixiert.



Zum guten Schluss,wurde der Balun noch mit einer 200 Ohm Dummyload auf seine Funktion getestet.
Im Idealfall sollte dieser nun ein SWR von 1,0 an der Anschlussseite vorweisen.
Auf den nachfolgenden Bildern sind die Stichproben auf diversen Afu-Bändern zu erkennen.
Selbst im 6m Bereich wären die Werte noch vertretbar.Dort wird der Balun nicht eingesetzt.
Ich wollte aber mal schauen,wie groß der nutzbare Frequenzbereich wäre.






Donnerstag, 30. April 2015

JBL Sub138 - Kontaktfehlers des Aktivsubwoofers beheben

Vor wenigen Tagen bekam ich einen JBL-Aktivsubwoofer geschenkt,der angeblich unreparabel sein sollte.
Da das Lautsprecherchassis noch ok war und nur der Verstärkerzweig einen Fehler zeigte,konnte der Fehler nicht allzu kompliziert sein.
Wie simpel dieser,von einem FACHHÄNDLER diagnostizierte Fehler sein sollte,zeigte sich später.

Mit wenigen Handgriffen öffnete ich den Verstärkerzweig,welcher sich aber nach kurzer Kontrolle als voll funktionsfähig zeigte.


Ich baute also das Lautsprecherchassis aus.
Und da war er,der "irreparable" Fehler.
Es war schlicht einer der beiden Anschlusssteckschuhe,der einen extrem schlechten Kontakt bot.


Beide Kontakte wurden nun abgeschnitten und direkt am Lautsprecher angelötet.
Soviel zum Thema "FACHHÄNDLER".
Schade,wenn Profitgier über Sachverstand siegt.
Demnächst kann das Teil im Vereinsheim die Beschallung verstärken.(dann kann das CQ-Gebrülle mal unterbrochen werden...;)




SGC-Smartlock Eigenbau für den SGC230

Um den automatischen SGC Antennentuner fernbedienen zu können,benötigt man normaler Weise ein SGC-Smartlock.
Da dieses Gerät unverhältnissmäßig teuer ist(ca 90€ für keine 7-10€ Material)kann das Teil auch recht einfach selbst gebaut werden.

Als Gehäuse wurde ein einfaches Kunststoffgehäuse genutzt,welches bei einem bekannten Elektronikversand für nur 1,69€ verkauft wird.


In dem Gehäuse wurden nun die zur Bedienung benötigten Schalter und Kontrollleuchtdioden eingebaut.
Auf der Rückseite des Gehäuses baute ich eine 5polige JAPAN-Mikrofonbuchse als Anschlussmöglichkeit ein.


Zur leichteren Bauteilbestückung schnitt ich eine kleine Lochrasterplatine zu und passte diese im Gehäuse ein.
Selbstverständlich wurde dort auch ein Sicherungshalter integriert.





Fortsetzung mit Schaltbild folgt... 












Einfacher schaltbarer Störbegrenzer mit schaltbarer Tonblende

Bei einfachen KW-Funkgeräten,besonders QRP-Transceivern ist es manchmal förderlich,wenn man die Möglichkeit hat,nach Betriebsart und Bedarf einen einfachen Störbegrenzer und ggf. eine Tonblende zuschalten zu können.
Somit kann man sehr kostengünstig die Möglichkeit schaffen,die Wiedergabeeigenschaften an das eigene Hörempfinden anzupassen.
Als Gehäuse wurde in diesem Fall ein altes TEKO Gehäuse genutzt.
Da der originale Deckel nicht mehr vorhanden war,schnitt ich aus kupferkaschiertem Platinenmaterial einen neuen Gehäusedeckel aus.


In den Deckel wurden nun die Löcher für die drei Kippschalter und die Kontroll-LEDs gesetzt und die Frontplatte mattschwarz lackiert.


Dort setzte ich nun die benotigten Schalter und LEDs ein.(LCur-LEDs)


Jetzt konnte es daran gehen,die einfache Beschaltung aufzubauen.
Die einfache Begrenzerschaltung werde ich noch als Skizze anhängen.



...bald gehts weiter



Freitag, 24. April 2015

Peiker KL1 Umbau zum Aktivlautsprecher - ...Modifikation des Funklautsprechers incl.Pleiten,Pech und Pannen

Der Peiker KL1 ist wohl einer der bekanntesten kommerziellen Funkgerätelautsprecher im Betriebsfunk,BOS-Funk aber auch Amateurfunkbereich.


Der hier abgebildete Lautsprecher sollte an einem Überwachungsempfänger in unserem Clubshack eingesetzt werden.
Nur hat der Empfänger einen Nachtteil.
Da dieser nur einen Kopfhöreranschluss hat,kommt für einen externen Lautsprecher einfach zu wenig NF raus.
Deshalb musste Abhilfe geschaffen werden.
Jetzt hätte man auch einen ausrangierten Aktivlautsprecher aus dem PC-Bereich nehmen,leicht modifizieren und dafür einsetzen können.
Aber es sollte ja der KL1 sein ;)
Da es den KL1 ausschliesslich als dynamischen Lautsprecher gibt(es existiert noch eine Ausführung mit Lautstärkerregler auf der Rückseite...allerdings ist auch dieser passiv)sollte ein möglichst kleiner Verstärker mit 2-4Watt eingebaut werden.
Das sollte für die Shackbeschalltung locker reichen.

Zuerst musste erst einmal geschaut werden,wieviel Platz im Gehäuse vorhanden ist.


Nach dem Zerlegen des kleinen Lautsprechers kam die (wer hätte es gedacht) Erkenntnis,daß es wohl sehr eng werden würde.
Deshalb musste ein möglichst kleiner Verstärker aufgebaut werden.
Ich beschloss eine kleine PA auf Basis des TDA2003 aufzubauen.
Mit einer Minimalbeschaltung sollte man diesen mit gerade einmal vier Bauteilen aufbauen können.
Ich wühlte also in der Bastelkiste und fand noch einen NEUEN und noch im originalen Tütchen eines bekannten Elektronik-Distributors aus dem norddeutschen Raum.
Also ans Werk.
In wenigen Minuten war die Platine zugeschnitten und bestückt.


Nur was war das?
Beim Probelauf kam kein Tönchen aus dem Ding heraus.Ich prüfte also den NEUEN Transistor.
Und siehe da...
Defekter,NEUER Schrott.
Es ist zum Ko...en!
Wenn es das erste Mal gewesen wäre,daß minderwertige Bauteile aus dem Hause Ärger produziert hätten,dann hätte man dies noch ignorieren können.
Aber wer schon einmal die minderwertigen 2SC2078 HF-Transistoren aus dem Haus für seine QRP-Projekte nutzen wollte,weiss wovon ich spreche.
Ich verstehe beim besten Willen nicht,wieso sich das Unternehmen den Namen mit solchem Schrott beschmutzt.
Nun gut.
Ich wollte den Lautsprecher aber "aktivieren" und suchte jetzt nach einer Lösung.
Zwei Stunden später und nach ewigem Wühlen in Platinenresten wurde ich fündig.
Dort fand ich jetzt eine Platine mit einem defekten LM380.
Mein Glück im Unglück war,daß ich noch einen solchen IC hatte.Im Handumdrehen war dieser ausgetauscht und der Verstärker konnte für den Einbau angepasst werden.
Hierzu musste ich u.a. den großen 220µF/25V Kondensator gegen ein neueres,kleineres Bauteil mit gleichen Daten tauschen.
Dies war nötig,um die Bauhöhe der bestückten Platine zu verringern.
Sonst würde diese nicht ins Gehäuse passen.


Zur Funktionsanzeige des Verstärkers,sollte im Gehäuse noch eine 3mm LED eingebaut werden.
Auch hier war es recht eng.
Die LED sollte im Lautsprechergitter ihren Platz finden.Zuerst wurde aus dem Schalldiffusor ein kleines Stück ausgeschnitten,um dort die dünnen Anschlussdrähte der LED durchzuführen.


Im Abdeckgitter des Lautsprechers konnte ich nun die 3mm LED einkleben.

Die Platine wurde im Gehäuse eingesetzt und an den Anschlussdrähten der LED noch ein 470Ohm Widerstand eingesetzt.
Abschliessend konnte ich den Lautsprecher zusammenbauen.


Für den Funktionstest schloss ich als erstes einen MP3-Player an,auf dem Funk-QSOs zur Wiedergabekontrolle aufgespielt waren.(der Lautsprecher ist nur für die Sprachwiedergabe ausgelegt!)

Fazit.
Die 2,5Watt Mindestleistung des Verstärkers reichen vollkommen aus,um QSOs mehr als ausreichend laut wiederzugeben.
Selbst für den Einsatz in lauten KFZ wäre diese Variante tauglich gewesen.