Mittwoch, 10. November 2010

1:9 UnUn ( " Magnetic Balun " ) - selbst gebaut

Zum Anpassen von endgespeisten Drahtantennen und Vertikalstrahlern an einen Kurzwellentransceiver oder Empfänger wird oft ein 1:9UnUn genutzt.
Auch wenn dieser immer eine HF-technisch eher ungünstige Lösung ist,weil man durch das Transformationsprinzip viel Leistung auf der Anpassungsseite "verbrennt",wird er recht häufig genutzt
Das liegt oft daran,daß viele OM den einfachsten Weg suchen,einen für den Sendebetrieb eigentlich viel zu kurzen Antennendraht anzupassen.
Für den Sendebetrieb ist dieses Gebilde eigentlich ungeeignet,weil man die Physik leider nicht überlisten kann.
Für SWL-Freunde ist diese Anpassungsvariante aber durchaus eine Alternative zu Indoorantennen.



Dieser UnUn ermöglicht es,die verhältnissmäßig hohe Impedanz von um die 450Ohm auf im besten Falle 50Ohm herunter zu transformieren.(Idealfall)
Das Spannungs-Übersetzungsverhältniss beträgt bei diesem 1:3,was einem Impedanzverhältniss von 1:9 entspricht.



Wichtig ist in diesem Falle immer,die Wicklungen möglichst sauber auf den Ringkern (bei 100Watt Transceivern reichen dort meist Ringkerne vom Typ FT140-43 bis 140-77) aufzubringen der eine möglichst hohe magnetische Permeabilität hat,um eine zu zeitige Sättigung der Transformationsseite des Ringkerns zu vermeiden.
Es ist aber bei der reinen Kurzwellenanwendung ratsam,einen FT140-43 Kern zu nutzen,da sich dieser besonders für Anwendungen im Bereich von 1-50Mhz eignet.


Als Litze zum Wickeln(trifilar neun Windungen)  eignet sich idealer Weise temperaturbeständige Teflonlitze,Siliconlitze und Kupferlackdraht.
Wichtig ist beim Einsatz solcher UnUn`s IMMER,daß eine gute HF Erde vorhanden sein muss um Störungen im Umfeld zu vermeiden! 
Genau gesehen ist eine Endgespeiste Antenne ohne HF Erde nichts anderes als ein einschenkeliger Dipol.
Das dieses elektrische Gebilde ohne den zweiten Schenkel auskommen muss und zudem eine recht hohe Impedanzwandlung vorliegt ist diese Erdung unverzichtbar,
wenn man Störungen in elektrischen Geräten vermeiden will.


1:9UnUn mit Teflonlitze




1:9UnUn mit Kupferlackdraht und auf dem
Kern aufgebrachter Teflonisolierung.




1:9UnUn im Gehäuse verbaut mit dazugehörigen Anschlüssen(in dem Falle ist Grün die Erde)

Wahlweise kann man natürlich das Antennenkabel direkt im Gehäuse anschließen.

  
Für eine gute und sichere Funktion ist immer wichtig die Verdrahtung zu den Anschlüssen möglichst sauber auszuführen.
Bei den Gehäusen kann man sich vielfältige Varianten 
aussuchen.
Bei dem nachfolgend gezeigten Gehäuse wurden Fritzel Isolatoren auf ein bereits oben genanntes Relox-Gehäuse geschraubt und mittels eines Aluwinkels auf der Rückseite verbunden.



Hier die Verdrahtungsweise eines 1:9UnUn

(Quelle der Grafik dc3rj)
















1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Super Blog,mit sehr schöner und gut verständlicher Bebilderung.Den 1:9 Übetrager konnte ich leicht nachbauen.Wirklich schöne Arbeit von Ihnen.Danke und Gruß Miro Stapf