Dienstag, 31. März 2015

Austausch des 2N3055 am Netzteil des QRP- Gerätes

Für einen Eigenbau-QRP-TRX nutze ich seit vielen Jahren ein einfaches CB-Funk-Netzteil,welches ich einst auf einem Trödelmarkt für weniger als 5€ gekauft hatte.

Vor geraumer Zeit stellte dieses Netzteil den 
(im warsten Sinne) regulären Dienst ein.
Der Fehler war schnell gefunden.
Der 2N3055 hatte sein Leben ausgehaucht.
Eigentlich wollte ich diesen erst gegen einen 3771 tauschen,weil dieser schlicht die bessere Wahl wäre.
Aber wie es immer ist.
Wenn man mal einen solchen Typ braucht,liegt keiner in der Wühlkiste.

Ich löste den Kühlkörper vom Netzteilgehäuse und konnte nun den Transistor ablöten.


Nachdem der Kühlkörper abgenommen werden konnte,tauschte ich nun den defekten gegen einen neuen Transistor.(selbstverständlich mit Kühlpaste)
Nach nicht einmal 10min war das Billignetzteil wieder voll einsatzfähig.

 



Kenwood TS480HX und SAT - Mikrofonverteiler zum Dumpingpreis

Der Kenwood TS480SAT(&HX)sind sehr verbreitete kompakte Kurzwellentransceiver.
Ein befreundeter OM hatte das Problem,daß er in seinem Wohnmobil zwei verschiedene Vorverstärkermikrofone an dem Transceiver anschließen wollte.
Die Lösung war einfach und extrem kostengünstig zugleich.

Als Ausgangsbasis dient ein Y-CAT5 Adapter.
Dieser wurde zunächst geöffnet und beide Buchsen von Ihrer Trägerplatine entfernt.
Danach klebte ich diese mittels 2K-Kleber im Gehäuse ein.


Im Anschluss mussten nur noch beide Buchsen verdrahtet werden.Da nur drei Anschlussdrähte genutzt werden mussten,war die Verdrahtung schnell vorgenommen.
Als die Drähte angeschlossen waren,wurde der Adapter mit Heisskleber ausgegossen.
Fertig.
Kosten 1€.
Günstiger gehts beim besten Willen nicht mehr.



Donnerstag, 26. Februar 2015

Einfache Spannungsüberwachung für Notstromakkus - das digitale Voltmeter zum Minipreis

Wenn man eine Notstromversorgung für seine Funkstation betreibt,sollte diese spannungsseitig überwachbar sein.
Um die Spannung der Notstromakkus effektiv überwachen zu können,sollte also ein möglichst günstiges digitales Voltmeter gebaut werden.

Augenmerk sollte hier auf einem möglichst geringen Kostenaufwand bei der Anfertigung dieses Voltmeters gelegt werden.

Als Gehäuse wird in diesem Fall ein flaches Aufbaugehäuse von Conrad genutzt.Dieses habe ich aus der "Grabbelkiste" in einem Conrad-Store für nur einen Euro geholt.


Für die Spannungsanzeige wird ein LED-Modul genutzt,welches bei Ebay incl.des Versandes aus Hongkong nur 2€ gekostet hat.


Das Gehäuse wurde nun für den Einbau der Anzeigeneinheit vorbereitet und das Display eingepasst.


In die Trägerplatte des Gehäuses musste jetzt ein Loch gebohrt werden um dort später das Anschlusskabel durchzuführen.
Danach wurden der Schalter(das Voltmeter soll zu Energiesparzwecken abschaltbar sein!)und der Sicherungsschalter eingepasst.



Nachdem diese im Gehäuse eingebaut wurden,musste nun nur noch die einfache Verdrahtung vorgenommen werden.
Im Anschluss ist das Voltmeter betriebsfähig.



Mittwoch, 25. Februar 2015

Baofeng GT-3 - Beheben von Kontaktproblemen an der Mikrofonbuchse...bzw.wenn man ungewollt zum Schweigen verdonnert wurde

Das GT-3 von Baofeng/Pofung ist ein extrem günstiges VHF/UHF Handfunkgerät aus chinesischer Produktion.
Gemessen am Preis funktionieren die Dinger recht brauchbar und sind für Gelegenheitsfunker,Knauserfüchse(OK,ich nenne es "kostenbewusste Mitmenschen")und Anfänger eine Alternative zu den renomierten Markenherstellern.


Bei dem abgebildeten Gerät gab es folgendes Problem.
Durch das sehr häufige Anschließen und Entfernen des externen Handmikrofons gab es einen Wackelkontakt an der Mikrofonbuchse.Die 3,5mm Klinkensteckerbuchse hatte den Dienst eingestellt.Dies machte sich bemerkbar,weil nach dem Entfernen des Handmikrofons nicht mehr das im Gerät eingebaute Mikro zugeschaltet wurde.Mehr wie einen Träger stellen war also nicht mehr drin.
Und das sollte behoben werden.
Zuerst musste das Funkgerät zerlegt werden.
Hierzu wurde der Akku entnommen und der TRX geöffnet.Beim Öffnen müssen zwei Dinge beachtet werden.
Zum einen befindet sich versteckt über der LED eine Kreuzschlitzschraube die die Batteriekontakte hält und zum anderen muss die Antennenbuchse aus dem Bord ausgelötet werden.


Um die Antennenbuchse auslöten zu können,muss auch die Displaybeleuchtung abgelötet werden.
Danach kann die Platine aus dem Chassis entnommen werden.


Nun konnte ich die Klinkensteckerbuchse auslöten.Hierbei muss darauf geachtet werden,daß der kleine Kondensator der direkt an der Buchse verlötet ist keinen Schaden nimmt.
Aus diesem Grund lötete ich diesen vorher aus.
Man sollte darauf hinweisen,daß wenn sich der geneigte Bastler diese SMD-Arbeit nicht zutraut,dieser durch fachkundiges und passend ausgestattetes Personal auslöten lässt.(ansonsten ist die Kiste sonst schnell unbrauchbar verbastelt)
Zum Größenvergleich habe ich mal eine handelsübliche M6 Mutter(Schlüsselweite 10)daneben gelegt!


Nachdem die Lötstellen,an denen die Klinkensteckerbuchse vorher verlötet war,vom alten Lot befreit wurden,konnte aus einem (neuen)Schlachtgerät die Ersatzbuchse entnommen werden.


Diese wurde nun im defekten Gerät verlötet,der ausgelötete Kondensator wieder angeschlossen und das Funkgerät wieder zusammengebaut.


Beim anschliessenden Probebetrieb lief alles zur vollsten Zufriedenheit.
Sicher mag mancher Funkfreund meinen,daß man bei dem niedrigen Kaufpreis keine Reparaturen vornehmen müsse.
Ich denke aber,so lange es machbar ist,sollte man schon versuchen die Technik instandzusetzen.

Sadelta MR-1 - leichte Modifikation ... oder die Änderung des nervigen Empfindlichkeitspotis

Seit längerer Zeit habe ich an einem Eigenbau-QRP-TRX ein Sadelta MR-1 Handmikrofon im Einsatz.
Vorteil dieses Mikrofons ist die wirklich gute Modulation und die(auch wenn es die Optik nicht erwarten lässt)sehr gute Ergonomie.
Als wirklichen Nachteil kann man getrost den nervigen und immer versehentlich verstellbaren Empfindlichkeitspoti nennen.
Nicht selten kommt man gegen diesen und verstellt den ursprünglichen Pegel.
Das sollte geändert werden.


Zuerst wurde das Mikrofon geöffnet und zerlegt.


Im ersten Modifikationsschritt wurde zunächst das Potentiometer ausgelötet.
So mancher Zeitgenosse gibt Tipps ala "schraub einfach den Regelknopf ab...".
Nur funktioniert dies leider nicht,weil der Knopf auf dem Potentiometer verpresst ist und somit nicht entfernt werden kann.


Um das nun einzubauende Potentiometer später von Außen einstellen zu können,musste ein Loch in die Platine gebohrt werden.
Da dabei eine Leiterbahn durchbohrt wird,muss diese
später durch eine Kabelbrücke wiederhergestellt
werden.(Bild folgt weiter unten!)
Als Ersatz für den ausgebauten Poti wurde ein
10kOhm Poti von Piher genommen.
Da das Lochraster nicht ganz passt,muss etwas improvisiert werden.Der Einzelpin wird an der Platinenaußenseite umgeknickt und rückwärtig
verlötet.

Zum Schluss muss nun nur noch eine Kabelbrücke
eingelötet werden.(rot markiert)


Jetzt musste nur noch in die Rückwand des Mikrofons ein Loch für die spätere Pegeleinstellung gebohrt werden.Im Anschluss wurde das MR-1 wieder zusammengebaut.
Die Einstellung lässt sich nun von Außen vornehmen und die versehentlichen Fehlbedienungen des vormaligen Originalpotentiometers sind kein nerviges Problem mehr.