Da ich zusammen mit dem kleinen Standard C508 die dazu passende und ultraselten erhältliche Mini-Endstufe erhalten habe,wollte ich diese beiden Funkzwerge zusammen zum laufen bringen.
Da sich die PA nicht einmal mehr einschalten lassen wollte,musste ich vom Schlimmsten ausgehen...
Aber es kam dann doch besser als befürchtet!
Leider war es nicht möglich in den Weiten des Internets einen dazuhehörigen Schaltplan nebst Manual aufzutreiben...
Drum musste ich nun einfach intuitiv auf die Suche gehen.Und Bingo,der Fehler war extrem schnell gefunden.
Der Vorbesitzer hatte offenbar versehentlich einen Kurzschluss gebaut und somit die Verpolungsschutzdiode geschossen.
Da diese sehr gut zugänglich ist(nach dem Öffnen der PA,versteht sich),konnte der Fehler in weniger als 5min behoben werden.
Alte raus,Neue rein und ruckzuck lief das Teilchen wieder.
Nun kann die PA zusammen mit dem dazugehörigen Standard C508 ONAIR gehen.
Aus den 250mW werden nun,relaistaugliche 4 oder 8Watt.
Das sollte für den normalen Relais und Nahbetrieb locker reichen.
Zumal die Modulation des Transceivers wirklich über jeden Zweifel erhaben ist(nix chinesische Mumpfmodulation!)!!
Mal wieder gab es "Nachwuchs" im Zwergenstall.
Ich bekam mal wieder einen kleinen Standard C508 in die Finger der von einem OM als unrettbar abgeschrieben war.
Der C508 hat in dieser Hinsicht eine Eigenschaft,die viele andere TRX nicht haben.Sobald bei diesem die Backupbatterie keine Spannung mehr anliegen hat(unter 2V statt 3V im Idealfall) lässt sich der winzige Transceiver nicht mehr einschalten.
Bevor sich übereifrige Leser jetzt aber einen solchen Funkzwerg kaputtbasteln,schaut Euch besser die Größenverhältnisse und die daraus resultierenden Schraubererfahrungen genau an.
Der C508 verzeiht bei solchen Bastelaktionen leider keine Fehler(wirklich extrem kompakt aufgebaut)!
Der TRX wurde nun geöffnet und nach dem Trennen der Steckverbindungen zwischen Front und Rearboard für den Austausch vorbereitet.
Hier wurde es nun gut sichtbar...
Der Vorbesitzer hatte offensichtlich bereits schon einmal versucht die Batterie auszutauschen.(siehe Lötstelle!)
Da ich leider keine CR1632 im Bestand hatte,nutzte ich einfach eine CR1220,die letztlich die gleiche Spannung bei etwas geringerer Kapazität bietet.
Nun konnte ich den Funkzwerg wieder zusammenbauen und problemlos für den Funkbetrieb einsetzen.
Ich bekam vor ungefähr zwei Monaten von einem Funkfreund einen betagten aber rettenswerten Yaesu FT2700rh(baugleich Sommerkamp SK2699)zu Bastelzwecken geschenkt.
Dieser hatte einige kleine und größere Alterskankheiten.
Nun sollte es der ersten ernsthaften "Erkrankung" ans Leder gehen.
Der Yaesu FT2700rh hat bei Problemen im zwei Meterbereich eigentlich immer das gleiche Problem.
Dieses manifestiert sich darin,daß durch eine extreme thermische und elektrische Überlastung der Bereich um die Pindiode im 2m-Zweig(der TRX besteht aus zwei komplett getrennten 2m und 70cm Teilen)so heiss wird,daß es entweder nur zu kalten Lötstellen und somit leicht lösbaren Problemen kommt(in einem früheren Beitrag hatte ich hierzu schon einmal berichtet),die leicht behebbar sind oder die Platine so heiss wird,daß diese sogar entflammen kann!!
Und genau dies war hier passiert.
So bitter wie die Erkenntniss war aber hier lohnte sich der Aufwand nicht mehr.
Man hätte zwar mittels Kupferlackdraht die Kontaktierungen eventuell wieder herstellen können.
Dies hätte aber Tage in Anspruch nehmen können und ob der 2m Zweig dann 100%ig funktioniert,hätte man nicht sagen können.
Also hieß es,zusammenbauen und sich die anderen Fehler vornehmen,sowie den 70cm Zweig vornehmen.
Ich will den Lesern aber nicht den Anblick des Schadens vorenthalten...
Also seht selbst!!
...aufgegeben wird nicht...70cm muss gerettet werden!
Vor längerer Zeit hatte mich ein guter Bekannter angesprochen,ob man nicht die Reichweite von seinen(eigentlich ja illegal...:()Baofeng UV5R Handfunkgeräten,die er im PMR Bereich nutzt im Mobilbetrieb verbessern könnte.
Da Festeinbauantennen und Magnetfüße ausfielen,stand der Entschluss fest,Scheibenklemmfüße zu nutzen und diese am besten mit einer 1/2Lambda Antenne zu versehen(kein Gegengewicht notwendig!).
Ich ging für ihn auf die Such nach passendem Material.
Dieses tauchte in Form von NOS-D-Netzantennenfüßen und Kathrein 1/2L Handfunkgeräteantennen(Kathrein K7151236) auf.
Also gings mit dem "modellieren" der neuen/alten Antennenfüße los.
Da die Antennen TNC-Anschlüsse besitzen(besonders bei schlechter Witterung am Kfz,im Vergleich zu BNC dicht)mussten die originalen D-Netzanschlüsse weichen.
Nachdem nun eine hochwertige Huber & Suhner TNC-Buchse eingebaut und angeschlosen war,wurde es nun kreativ 😛
Mit Isoliervergussmasse aus dem Elektronikbereich wurde die Buchse nun in Kegelform vergossen.
Hierzu wurde der Kleber,welcher mit herkömmlichen Heissklebepistolen verarbeitet werden kann aufgetragen und danach mit dem Heissluftlötkolben und einem Stechbeitel vorsichtig in die Entform "MODELLIERT".
Nach diesem "höchst" kreativen Antennenbaueinsatz wurde der Fuß noch komplett lackiert und ist nun zusammen mit seinen Antennenbrüdern(insgesamt drei)zur Zufriedenheit seines Nutzers im Einsatz.
Wer den ICOM IC E92 für Dstar nutzt,kennt in den meisten Fällen auch das als Originalzubehör angebotete TM-175GPS Handmikrofon.
Dieses besitzt einen GPS-Empfänger und ermöglicht es,mit dem IC E92 APRS-Standortdaten auszusenden.
Der Fehlerteufel war auch hier ein kleiner,fieser Gesell.
In einem QSO meinte mein Gesprächspartner auf einmal,daß ich andauernd Sendeaussetzer hätte.
Nun liegt ja auf Anhieb ein Fehler am Spiralkabel oder dem speziellen Mikrofonstecker nah.
(der Preis für ein originales Ersatzkabel liegt je nach Händler zwischen irrwitzigen 64-80€!!!!!)
Nach ein wenig Fehlersuche zeigte sich,daß dieser Fehler von der PTT-Taster herkommt.
Mit dem Schraubenzieher bewaffnet,sonnte es nun im Urlaubsdomizil dem Wackler ans Leder gehen.
Nach dem entfernen des Gürtelclips wurde das Mikrofongehäuse geöffnet.
Der Fehler zeigte sich recht schnell.Die Lötstellen des Kurzhubtasters der PTT waren mit bleifreiem Lot verlötet und durch simple mechanische Beanspruchung regelrecht gebrochen(bleifreies Lot hat sehr schlechte mechanische Eigenschaften).
Der Fehler konnte nun schnell behoben werden.
Mit Gaslötkolben und Entlötlitze bewaffnet,wurde nun das alte Lot vollständig entfernt und die Taste mit bleihaltigem Lot verlötet.
Und siehe da,nach dem Zusammenbau des Mikrofons konnte auch wieder stotterfreier Funkbetrieb gemacht werden.
Heute ist wohl der "Tag der Funkzwerge" !?
Nachdem ich im vorhergegangenen Beitrag bereits schon dem seltenen Standard C508 wieder das Laufen beigebracht habe,sollte es nun mit einem C108 weitergehen.
Das Standard C108 ist die recht selten auftauchende 2m Version des C401/C408.
Das liegt zum einen daran,daß die Geräte Anfang/Mitte der 90er recht teuer waren (für dieses Gerät liegt sogar die originale Quittung vor,wonach man damals für 250mW Sendeleistung im Scheckkartenformat knapp 500DM bezahlt hat!)
und zum anderen,daß die 2m Version nach meinen Infos nur zwei Jahre importiert wurde.
Der TRX ließ sich einschalten,die Fronttasten wollten wieder nicht funktionieren,die Modulation war extrem dumpf,auch dieser Drehgeber prellte wie nix Gutes,die Antennenbuchse war defekt,die Speicherbatterie leerer als leer und das Gehäuse hinterließ auch hier schon Schleimspuren.
Und los geht der gewohnte Arbeitsablauf.
Zunächst sollte eine neue CR2032 den Platz in Gehäuse finden.
Der TRX wurde geöffnet und die alte Batterie ausgelötet.
Nach dem Austausch fiel auf,daß der TRX sich trotzdem keine Frequenzen "merken" konnte.
Und jetzt kommt mal ein etwas seltenerer Fehler.
Ich lötete auf Verdacht mal den Resettaster aus.
Und siehe da.
Beim Durchmessen zeigte sich,daß dieser defekt war.
Schon seltsam.Vielleicht hat der frühere Besitzer vor dem Einmotten das Gerät oft resettet,weil er dachte,daß die Fehlfunktionen,die durch eine leere Backup-Batterie ausgelöst werden,auf einem CPU-Fehler beruhen?Man kann nur mutmaßen...
Also den alten Taster raus und neuen Ersatz aus Fernost rein.
In dem Zuge wurde gleich die Platine aus dem Gehäuse entnommen und die Tastatur gereinigt,sowie die Platinenkontakte mit Alkohol gewaschen.
Beim Säubern der Platine fiel sofort auf,daß die Mikrofonöffnung im Gehäuse mit Schmutz verschlossen war.So konnte man sich eine weitere Fehlersuche wegen der dumpfen Modulation sparen ;)
Der Drehgeber wurde zunächst in Isopropanol gereinigt und mit warmer Luft ausgeblasen.
Hierzu nutzte ich meine Heissluftlötstation die auf der kleinsten Heizstufe ca.60Grad warme Luft produziert.
Und siehe da.
Nix prellt mehr!
Vor dem Zusammenbau wurde noch eine neue SMA-Antennenbuchse eingebaut.
Der Überwurf ließ sich zum Glück leicht entfernen(nicht immer leicht,weil manchmal verklebt),was den Austausch sehr vereinfachte.
Jetzt musste noch die defekte Antenne(der Kunststoff war mittig gebrochen)repariert werden.
Mit etwas Klebstoff,viel Pss(KochChemie Kunststofffrisch/Reiniger)und selbstverklebendem Kunststoff sah das Endergebniss ganz ok aus.
Eines der größten Probleme an diesen Geräten sind wirklich die weichen Kunststoffblenden und Antennen.
Dieser Kunststoff braucht nach so vielen Jahren oft intensive Pflege um ihn noch zu retten.
Aber das Endergebniss sieht dann wirklich aus wie neu,wenn man es richtig angeht.
Der Kunststoff war nach dem Aufarbeiten wieder weich und besaß wieder eine ordentliche Haptik.
Aber schaut selbst.
Und beim "Familienfoto" siehts dann so aus.
Klar haben die Geräte auch Gebrauchsspuren,die man leider nicht mehr ausbessern kann aber die Arbeit lohnt sich bei den guten Geräteeigenschaften eigentlich immer und macht immer wieder Spaß.
Wenn nun noch bei dem ganz links abgebildeten C401 eine funktionsfähige Batteriefachklappe aufgetrieben wird,dann sind die Kisten wieder komplett.Diese Klappen verschleissen leider wegen der Batteriewechsel,was manchmal das sichtbare Isotape nötig macht.
Ein Akkubetrieb ist zwar möglich,reduziert wegen der sehr niedrigen Spannung dann aber die eh schon niedrige Senderausgangsleistung und die Ladeschalen für diese Geräte sind auch recht selten.