Samstag, 10. November 2012

SWL-Balun für den Degen DE1103 & andere Kurzwellenradios mit externem Antennenanschluss

Der Degen DE1103 wird werksseitig mit einer zusätzlichen Drahtantenne ausgeliefert und besitzt einen Antennenanschluss für externe Antennen.

Um den Empfang dieser Antenne zu verbessern habe ich nachfolgend den Bau eines einfachen Balun angebildet,mit dem der Empfang spürbar aber ohne großen Aufwand verbessert werden kann.

Als Ringkern nutzte ich einen vorhandenen T106-2.
Mit einem bspw FT140-43 könnte man zwar einen noch größeren Transformationsbereich erzielen,aber da ich eine möglichst kompakte Lösung benötigte,griff ich zu diesem vorhandenen Kern.


Dieser Kern wird nun mit 3x9Windungen Schaltdraht bewickelt.


Die Anschlussdrähte wurden nun gekennzeichnet und miteinander verdrillt und nach 1:9 Schema angeschlossen.

Einen Anschlussplan findet der interessierte Leser auch unter diesem Blog...

1:9 / 9:1 UnUn Balun

  


Der Balun kann nun in ein einfaches Gehäuse eingebaut werden.
Ich nutzte hierzu eine Filmdose.


Für den Anschluss wird auf der Antennenseite eine sehr weiche Silikonlitze und der Radioseite RG174(Berkenhoff&Drebes/Bedea)genommen.

Um unterschiedliche Drähte und Antennen zu nutzen(nicht nur die originale Antenne von Degen)habe ich eine solide Krokoklemme auf der Antennenseite angelötet(muss eh nur den Mittelpin der O-Antenne abgreifen können oder Kontakt zu anderen Drähten).
Der Koaxialanschluss wurde mit einem einfachen 3,5mm Klinkenstecker(mono)versehen.


Jetzt kann die Filmdose verschlossen werden und 
der Probebetrieb durchgeführt werden.


Um die Leistung des Baluns noch zu steigern,werde ich in den kommenden Tagen mal den Balun mittels passender Software simulieren um den optimalsten Ringkern für den Einsatz am Degen zu finden.
Bis dato ist dies aber eine einfache und günstige Methode den Empfang des Radios deutlich zu verbessern.

        
    

Ableiten statischer Aufladung der Antennenanlage mittels eines Entladewiderstands

An symmetrisch oder unsymmetrisch gespeisten Antennenanlagen können durch teils sehr hohe statische Aufladungserscheinungen starkes Prasseln und sogar Schäden an der Empfangstechnik verursacht werden.

Hierzu gibt es eine recht wirkungsvolle Möglichkeit dies sehr kostengünstig(unter einem Euro!) zu unterbinden.

Bei dem nachfolgend abgebildeten einfachen Anpassgerät in T-Glied Schaltung(die meist benutzte Schaltungsart)wird dieser Umbau wie folgt vorgenommen.

Ich habe mich in diesem Fall dafür entschieden 
die Modifikation am Antennentuner vorzunehmen.


Nun wird ein hochohmiger Widerstand mit 1MOhm 
jetzt zwischen dem Erdanschluss(kann auch direkt am Flansch der PL-Buchse angeschlossen werden) und dem Innenleiter der Antennenbuchse verlötet.


Ich habe hierfür eine versilberte Lötfahne genommen und am Masseanschluss des Gehäuses verschraubt.


Dort wird nun der Widerstand eingelötet.
Es handelt sich wie schon geschrieben um einen 1MOhm Widerstand(4Watt).


Und schon ist die recht wirkungsvolle aber trotzdem günstige Modifikation durchgeführt.

Dieser Umbau kann prinzipiell an allen Anpassgeräten vorgenommen werden.(idealer Weise immer auf der Antennenseite-die Transceiverseite geht aber auch)
Man kann allerdings auch diesen Einbau direkt an der Antenne durchführen! 
Dort wird der Entladewiderstand zwischen beiden Dipolschenkeln angeschlossen.



          

Mittwoch, 7. November 2012

Degen DE13 / Maya-Kaito KA505A - ein Einblick ins Emergency Radio und beheben kleiner Krankheiten

Seit einigen starken Erdbeben vor wenigen Jahren in China,wurden dort für die Notversorgung sehr kompakte Emergency-Radios auf den Markt geworfen.

Diese Radios besitzen einen Radioempfänger mit FM/AM und zwei Kurzwellenbereichen,eine eingebaute LED-Lampe,eine Solarzelle zum Laden eines eingebauten Akkupacks,einen Dynamo um den eingebauten Akku oder extern angeschlossene USB-Geräte zu laden sowie ein zusätzliches Batteriefach für drei AAA-Batterien.


Nach einem längeren Test dieses Gerätes war ich 
wirklich über dessen brauchbare Empfangseigenschaften überrascht und eigentlich auch vom Gesamteindruck dieses extrem kompakten Radios.
Nur ein kleiner Fehler trübte den Gesamteindruck.
Der Rändelknopf für die Sendereinstellung wackelte 
recht unschön.

Also musste Abhilfe her und der recht simple Fehler gesucht werden.

Zunächst wurde das Radio geöffnet.
Hierzu werden nach dem Entfernen des Akkupacks die vier Gehäuseschrauben entfernt und das Gehäuse vorsichtig geöffnet.
Hierbei muss dringen darauf geachtet werden,das kleine Solarpanel aus seiner Führungsschiene zu entfernen.


Der mechanische Fehler der das Wackeln des Rändelrädchens verursachte war schnell gefunden.
Dieses Rädchen wird mit einer einfachen Schlitzschraube fixiert.


Leider saß durch kleine Fertigungstoleranzen das Rädchen nicht plan auf seiner Führung.
Nachdem es ausgebaut war,konnte ich mit einer feinen Feile die Zahnradaufnahme etwas abfeilen und schon passte das Zahnrad besser und wackelte nicht mehr.


Mechanisch war nun wieder alles im Lot.
Beim Öffnen fielen vor dem Bearbeiten der Zahnradführung mehrere kalte Lötstellen und teils nicht sauber verlötete Bauteile auf.


Nun konnte das kleine Radio wieder verschlossen und in Betrieb genommen werden.








Fazit:
Nachdem der kleine Ausnahmefehler an dem Gerät behoben wurde,kann es wieder als kleine "Dudelkiste" genutzt werden,die durch ihre vielseitige Spannungsversorgung jederzeit einsetzbar sein kann.
Ein tolles kleines Teil,daß in jedem Haushalt untergebracht werden kann und auch bei Stromausfall noch funktioniert.
Oft muss man bei chinesischen Produkten der unteren Preisklasse die teils klapprigen Gehäuse etc bemängeln.
Was man bei diesem Radio für einen Preis von 20-30€ erhält,ist wirklich von sehr brauchbarer Bauart und gut durchdacht.
Der Empfänger ist vollkommen ok(niemand will mit solchen Taschenradios ernsthaft Radio-DX machen),die Taschenlampe hell genug,der Dynamo von recht solider Qualität,dem kleinen Solarpanel,den beiden Batterie/Akkuquellen und der Lademöglichkeit für USB-Geräte sowie der Möglichkeit das Radio über eine Fremdspannungsquelle per USB-Mini-Kabel zu laden.