Montag, 3. Oktober 2011

QRP Antennentuner für die Hosentasche - der neue Begleiter des Yaesu FT-817ND

Nachdem der Automatiktuner eines befreundeten OMs vor wenigen Tagen den Geist während des Bergfunkbetriebes aufgegeben hatte,fragte mich der Funkfreund ob ich evtl.eine Idee in Sachen manuellen Tuner hätte den er in die Hosentasche stecken könnte.

Vorgabe war,daß der Tuner maximal 10Watt vertragen muss und einen direkten Anschluss für den Draht bietet.
Da fiel die Entscheidung natürlich schnell auf einen kleinen Koppler mit L/C Schaltung .


Also ab an die Arbeit


Nachdem ein passendes Gehäuse gefunden war,
suchte ich einen passenden Dreko vom Hersteller 
ALPS raus.
Dieser hatte eine Endkapazität von 370pF(angef. bei ca.5pF).
Das Gute war,daß ich bei diesem Dreko zwei Pakete mit dieser Kapazität zur Verfügung hatte.
Ich konnte also den Dreko umschaltbar machen.
Im Normalfall reichen die max.370pF locker und wenn es wirklich benötigt wird,kann man das zweite Paket zuschalten und hat somit weit über 700pF zum Abstimmen zur Verfügung.
Das sollte immer reichen ;-)


Um diesen Dreko im Gehäuse später unterzubringen,
mussten allerdings die seitlichen Haltestücke des Drekos abgetrennt werden.



Nun konnte ich den Dreko und die Schalter in die vorher vorbereitete Front einbauen.
Bevor die Kippschalter(C&K) eingebaut wurden habe ich zum leichteren späteren Verdrahten die Anschlusspins verzinnt.


Danach kann die Gehäuserückseite zusammengebaut werden.
Als Anschlussbuchse für den TRX ist eine Greenpar-BNC Buchse verbaut.
Als Antennenanschlüsse dienen sehr hochwertige Bananenbuchsen aus DDR Produktion.


Im folgenden Arbeitsschritt wird nun die Induktorspule angefertigt.
Hierzu wurde ein passender Ringkern mit 1mm Silberdraht bewickelt und später mit einem passenden Lorlin Stufenschalter verbunden.Die Induktivität der Spule beträgt 29µH.



Der Schalter konnte nun in der Front eingebaut werden und die Schalterachse eingekürzt werden. 



Nachdem nun also Bedien-und Rückseite fertig gestellt waren,konnte es an den Zusammenbau und die Verdrahtung gehen.


Als Erstes wurde hierzu die Verdrahtung des Zusatz-C-Schalters vorgenommen und der eine Dreko mit dem Hi Z/Lo Z-Schalter verbunden.



Danach wurde die Front mit dem Gehäuse verbunden und konnte nun mit den Anschlussbuchsen verdrahtet werden.


Da jetzt die komplette Verdrahtung vorgenommen wurde,kann der neue QRP-Begleiter jetzt verschlossen
werden und dem Probebetrieb zugeführt werden.

 


Fazit...
Der Probebetrieb mit 5-7Watt Transceiverleistung war auf 10m sofort erfolgreich.
VE3EN klappte sofort auf Anhieb und bestätigte mit sehr gutem Rapport.


Der Tuner kann also ab sofort in den Dienst gestellt werden ;-)

Abschließend noch zwei Bilder die zum Größenvergleich gängige Gegenstände beiliegen haben.









Freitag, 30. September 2011

Mizuho KX-3 Koppler - Umbau des Koppler zum vollwertigen KW-Koppler für Leistungen bis 100Watt

Heute soll es einem Mizuho KX-3 Koppler ans "Leder" gehen.
Ich habe diesen Antennentuner durch einen befreundeten OM zur Verfügung für den Umbau gestellt bekommen.
Dieser hatte den Koppler vor vielen Jahren geschenkt bekommen.
Wie es so oft ist,verstaubt so mancher Shackzugang dann Jahre in den Schubladen,Kartons und Schränken in so manchem Shack.
Bei einem Gespräch kamen wir dann später auf diesen Tuner zu sprechen,der zwar bis 10Watt Senderausgangsleistung ausgelegt sein soll,
was bei den verwendeten,zwar sehr hochwertigen Alps-Dreko´s wohl etwas optimistisch sein sollte.
Auch ist die verwendete Induktivität so begrenzt ausgelegt,daß man mit dem Tuner nur recht gut abgeglichene Antennengebilde bedienen kann.
Ziel ist es,den Tuner für einen Transceiverleistung von 100Watt tauglich zu machen und einen größeren Anpassbereich zu ermöglichen.



Und los gehts mit dem "Zerrupfen" des Tuners.(die
Mizuho-Fan´s mögen uns verzeihen ;)



Somit ging es an die Teileauswahl für den Umbau.
Zur Verwendung kommen Drekos mit jeweils 2x330pF und einer 1:2,5 Übersetzung.

Problematik ist aber folgende gewesen.
Der eine der beiden auswerwählten Drekos hatte leider eine Achsenführung aus Metall.
Aber da genug Auswahl zur Verfügung stand,nahm ich einen kleineren Dreko mit Kunststoffführung ,dessen Führungshülse somit an dem für den Umbau angedachten Drehkondensator befestigt werden sollte.

Die Problematik wäre nähmlich folgende,
daß die Drekos ja später in den "heißen" Leitungen der Anpassschaltung eingebunden sind und sonst bei einer Metallführung schnell zu einem Kurzschluss führen würde.


Und nun konnte es an den Zusammen/-Einbau der Drekos gehen.
In diesem Zuge wird gleich die Verdrahtung vorgenommen.
Das Schaltungskonzept ist im Falle dieses Tuners ein T-Match.



Im Folgenden kann nun die Induktorspule angefertigt werden.
Hierzu wurde wegen der räumlich sehr begrenzten 
Verhältnisse im Gehäuse wieder einmal ein Ferritstab genutzt.
Zuerst wird zum leichteren Bewickeln der Draht am Ende zu einer Schlaufe mit dem Ferritstabdurchmesser gewickelt und am Ende verlötet.
Danach werden 30Windungen aus 2,5mm Kupferdraht
auf den Ferritstab aufgewickelt und auch am Ende wieder verlötet,damit sich der Draht durch seine Spannung nicht wieder abwinden kann.
Die so fertiggestellte Spule hat eine Induktivität von 36µH.




...und bald gehts weiter...

 







Montag, 26. September 2011

Pace P5403a - Das SWR/Wattmeter und seine Wiederbelebung

Beim letzten Fieldday bekam ich ein geschundenes Pace SWR/Powermeter Typ: P5403a in die Finger,dessen Besitzer das Gerät wieder zum Leben erwecken wollte.
Dieses wie auch viele andere Messbrücken aus den 70er und 80er Jahren decken den Bereich von 160m bis 150Mhz ab.
Weil auch im Vergleich zu heute,gute Drehspulinstrumente eingebaut waren,wäre es eigentlich zu schade diese Messbrücke mit reparablen 
Defekt einfach in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Also ran ans Werk.

Zuerst musste nach einem der Fehler gesucht werden.
Ein Keramikkondensator hatte das zeitliche gesegnet.
Dieser war im original ein 5,0pF KerKo und gegen einen 5,6pF getauscht.
Diese Abweichung lässt später aber beim Abgleich leicht korrigieren.



Als dieser gewechselt war,fiel schnell auf,dass auch die Poti´s für den Wattmeterabgleich nicht mehr die fittesten sind.
Das Poti für den 10Watt Messbereich zerfiel schon bei der ersten Berührung.
Daß der Wechsel der Poti´s gegen die originalen Werte später nochmal geändert werden musste,wird aber später noch erläutert.
 



Noch passte aber nicht alles bei der Kontrolle.
Die SWR Messwerte angezeigt wurden waren überhaupt nicht nachvollziehbar.

Wie sich nach der genaueren Kontrolle herausstellte,
war eine der doch schon recht betagten 1N60 Germanium-Dioden defekt.
Um auf Nummer sicher zu gehen,entschied ich mich gleich den ganzen Satz Dioden der in diesem Gerät verbaut ist zu wechseln.

Zum Einsatz kamen in dem Falle Schottky-Dioden vom Typ BAT41m(military Var.).



Jetzt müsste nur noch das Wattmeter abgeglichen werden.
Aber da war es,das kleine Problem.

Durch die Änderung des Kondensators mussten die Werte der Poti´s geändert werden.
Ursprünglich war ein 30kOhm für den 10Watt Bereich drin,der gegen einen 100kOhm getauscht wurde.
Beim 100Watt Bereich musste das vorhandene Poti mit 100kOhm gegen einen 220kOhm getauscht werden.

Abschließend wurde mit einer Dummy Load und einem kalibriertem Wattmeter die angezeigte Leistung der Messbrücke eingestellt.

Der 10Watt Messbereich mit 5Watt Input


Der 100Watt Messbereich mit 5Watt Input


Hier die jetzt wieder funktionierende SWR-Anzeige


Zu guter Letzt wird das reanimierte Stück wieder verschlossen und kann wieder genutzt werden.