Donnerstag, 20. August 2015

ALINCO DR-599 - Nachtrag...upps...das Funkhobby lebt !

Da der Alinco DR-599 optisch und technisch aufgearbeitet war,sollte es nun an den Probelauf gehen.

Das Prozedere war ein selbstverständlicher Arbeitsablauf...
Haltebügel ran,Anschlusskabel ans Netzteil und die Antenne anschließen.

Beim Anschalten fiel aber ein seltsamer Fleck auf dem Display auf,den man bei flüchtigem Hinschauen schnell als Schaden des Displays eingeordnet hätte.
Wie sich bei genauerem Hinschauen zeigte,war es ein heimlicher Bewohner des Transceivers.


Wie auch immer das Getier seinen Weg ins Bedienteil gefunden hat,es war halt da.
Eine kleine Spinne hatte sich im Displaybereich eingenistet und ist früher oder später wohl den Dürretot gestorben.(geleuchtet hat das Tierchen nicht,weshalb die Diagnose "Verstrahlung" ausgeschlossen wurde :)






KATHREIN VHF-Miniflex K503921 - Umbau der kommerziellen Mobilantenne für den Einsatz am APRS-Dongle

Viele OMs nutzen in Ihren Fahrzeugen APRS-Transmitter um Ihre GPS-Daten im Internet zu veröffentlichen.
Indoorantennen sind natürlich immer mit großen Einschränkungen behaftet.
Die Antenne,die hierzu verwendet werden sollte,war eine Kathrein Miniflex.
Diese Antenne ist kurz(natürlich auch zu Lasten des Wirkungsgrades),kann aber leicht im Dach des Mercedes Viano eines befreundeten OMs eingebaut werden.


Die sehr einfache Änderung,die hier vorgenommen wurde,war der Austausch der vorhandenen Anschlussbuchse gegen eine BNC-Anschlussbuchse.
Bei der originalen Anschlussbuchse mussten,nach dem Öffnen des Gehäuses,beide Nieten des Buchsenhaltewinkels ausgebohrt werden.


Nach dem Entfernen der originalen Anschlussbuchse,konnte jetzt eine hochwertige BNC-Anschlussbuchse eingebaut werden.
Diese wurde leicht geneigt,mit dem Gehäuse verlötet.(hierzu musste die Nickelschicht entfernt werden!)
Zum Schluss wurde nur noch der Innenleiter der Buchse mit der Anpassschaltung verbunden.
Im Anschluss wurde die Antenne eingebaut und die Anpassung vorgenommen.
An der Anpassschaltung musste keine Änderung vorgenommen werden.
Das SWR-Verhältniss wurde problemlos auf 1:1,2 abgeglichen.









ALINCO DR-599 - Beheben der thermischen Alterskrankheiten und Austausch des Lüfters

Der hier abgebildete Alinco DR-599 hatte eine "Alterserkrankung".


Der Transceiver hatte das Problem,daß der Lüfter nicht mehr zuschaltete.
Da der Transceiver dann schlichtweg zu heiss wird,musste der Fehler selbstverständlich behoben werden.

Nach dem Entfernen des Abdeckbleches des UHF-Endstufenteils,war der Thermoclip leicht zugänglich.
Dieses Schaltelement ist zwischen dem Deckblech des Powermoduls und dem Gussgehäuse eingeklemmt.Die Prüfung auf dessen Funktion ist selbstverständlich einfach.Wird das Teil erhitzt schaltet es die Betriebsspannung für den Lüfter durch.Dies geschah in diesem Falle leider nicht.
Es musste also getauscht werden.
Danach wurde aber der Verschleiss des Lüfters im warsten Sinne des Wortes "HÖRBAR".
Als der Lüfter anspring,konnte man sich fast verschreckt umsehen,ob nicht irgendwo eine alte Propellermaschine im Anflug war.
Die Lagerung des Lüfters war defekt.
Hier wurde nun ein neuer Lüfter von Panasonic eingebaut.


Abschliessend wurde bei dem VHF-Powermodul noch neue Wärmeleitpaste aufgebracht,damit dieses noch lange den Dienst verrichten kann.




Mittwoch, 19. August 2015

ALINCO DR-599 - Austausch der Backup-Batterie des Twinband-Transceivers

Der Alinco DR599 besitzt wie viele Transceiver eine Backup-Batterie,die nach einigen Jahren getauscht werden muss.


In diesem Fall musste bei dem betagtem Gerät mal wieder die Speicherbatterie ausgetauscht werden.
Da der Transceiver eh aufgearbeitet werden soll,entfernte ich zunächst die Gehäusedeckel und löste die Halteschrauben des Bedienteils(vier seitliche Kreuzschlitzschrauben).
Nach dem Entfernen der Kreuzschlitzschrauben,wurde die hinter der Front liegende Steckverbindung getrennt und das Bedienteil abgenommen.


Ich löste nun die beiden rückseitigen Halteschrauben und entfernte den Rückdeckel,des Bedienteils.


Jetzt war die Batterie leicht zu finden.
Da die Batterie früher schon einmal gewechselt wurde,wurde in diesem Zuge schon einmal eine Cliphalterung für die genutzte CR2032 Batterie eingebaut.
Der Wechsel war jetzt schnell vorgenommen.
Alte Batterie raus,neue Batterie rein und der "Oldtimer" konnte wieder in Betrieb genommen werden.(nach dem Zusammenbau natürlich ;)




Sonntag, 9. August 2015

Yaesu FT8100r - Wiederbelebung und Sanierung des Twinbanders TEIL5 - ...die Lokalisierung des Störgeräusches

Nachdem ich einige Zeit mit dem Yaesu FT8100r und dessen Krankheiten gekämpft habe,stellte sich heut heraus,woher dessen Störgeräusch beim Sendebetrieb kam.
Da nun die Kontaktfehler auf beiden Boards,dem Bedienteil und der Kontaktleiste,zwischen Bedienteil und TRX,behoben waren,musste die Suche noch tiefer ins Detail gehen.


Und jetzt kommts...
Der Fehler wurde nach einigem Stochern mit dem Tastkopf gefunden.
Sobald die UHF-Endstufe Temperaturschwankungen von mehr als 10Grad hatte,tauchte das Prasselgeräusch auf.
Da dieses Leistungsmodul leider fest vergossen ist,konnte ich dort nicht auf genauere interne Suche gehen(wie früher bspw.bei den Toshiba S-AV-17 Modulen aus dem TM733 von Kenwood).

Es musste also ein neues Leistungsmodul vom Typ M57788(Mitsubishi)eingebaut werden.
Die fünf Lötstellen waren schnell entlötet und das neue Modul unter dem Einsatz von neuer Wärmeleitpaste eingebaut.


Nachdem das Modul eingebaut war,musste nur noch die Senderausgangsleistung/die Leistungsabstufung in LOW/HI Power eingestellt werden.
Und wie soll es auch anders sein.
Der SMD-Poti für die HI-Powereinstellung war auch defekt.
Den noch schnell ausgetauscht und der UHF-Teil des TRX war wieder fit.
Bevor jedoch der TRX verschlossen wurde,ersetzte ich die bereits vom Hersteller verbaute dünne Drahtbrücke bei der 2m PA gegen eine,mit größerem Querschnitt.Diese Drahtbrücken wurden früher als Modifikation publiziert,weil massenweise die zu dünn dimensionierten Leiterbahnen der Spannungsversorgung abfackelten.
Um den Spannungsabfall so niedrig wie möglich zu halten,ersetzte ich dieses bei diesem Modell bereits werksseitig eingesetzte Kabel durch eines,mit größerem Querschnitt.


Nun gings an den Probebetrieb.
Und jetzt kam Freude auf.
Die Modulation war wieder sauber,raschel-und prasselfrei und das Sendesignal wieder absolut zufriedenstellend.

 
FAZIT.
Der FT8100r ist eigendlich kein schlechter TRX.
Dieser zeichnet sich durch die deutlich bessere Bedienung im Vergleich zu den späteren FT8800 oder FT8900 aus.
Die beiden Empfängerzweige sind wirklich nicht schlecht.

Jetzt kommt aber das ABER...
Bei diesem Transceiver handelte es sich zwar um ein spätes Modell dieser Baureihe,welches schon viele werksseitige Änderungen zur Fehlerbehebung hatte.
Das Alter nagte aber auch an diesem Gerät.
Die thermisch schlechten Eigenschaften und die daraus resultierenden Macken sind leider nicht ganz ohne Schatten.
Wenn man diese mit etwas Arbeit behebt,kann man mit dem Transceiver aber durchaus sehr zufrieden auf den Bändern "unterwegs"sein.





Yaesu FT8100r - Wiederbelebung und Sanierung des Twinbanders TEIL4 - Ersetzen der Kontaktleiste des abnehmbaren Bedienteils

Beim Yaesu FT8100r ging es  mit der Vollsanierung des Transceivers weiter.
Da nun alle Kontaktprobleme im Bedienteil behoben waren,musste es mit der Suche nach den Modulationsstörungen weitergehen.
Weil die Kontaktleiste,die Bedienteil und Hauptgerät verbindet,eh schon sehr fehlerbehaftet ist,wurde dieser genauer kontrolliert.


Und siehe da...auch dort ein Problem.
Die Federkontaktleiste die am Hauptgerät verbaut war,hatte gebrochene Lötstellen auf der kleinen Trägerplatine und die Masseverbindung,die von dieser Platine zum Gerätechassis führt.


Ich baute diese Kontaktleiste nun aus und entlötete diese aus dieser Trägerplatine.


Diese Kontaktleiste wurde jetzt durch ein passendes Flachbandkabel ersetzt.


Es konnte nun im Gerät eingebaut und mit dem Bedienteil fest verlötet werden.



...weiter gehts in Teil5...






 

Yaesu FT8100r - Wiederbelebung und Sanierung des Twinbanders TEIL3 - Fehler im Bedienteil beheben

Da der Yaesu FT8100r viele Fehler in sich vereinigte, gings heute mit der Fehlersuche weiter.

Im Bedienteil gab es u.a. den Fehler,daß bei leichtem Klopfen auf das Bedienteil Knackgeräusche auf der Modulation vorhanden waren.
Zunächst musste das Bedienteil zerlegt werden.


Nach dem Entnehmen der Platine/Display und der Regler,sowie Mikrofonbuchse aus der Gerätefront,konnte es an die Suche nach dem Kontaktfehler gehen.
Da das Bedienteil nach der herstellerseitigen Überarbeitung einst von Steckkontakten für die Tandempotis auf Kabelbrücken umgestellt wurde,suchte ich als erstes bei diesen Kabelbrücken.
Und siehe da,unter einer der weißen Klebefixierungen der Lötstellen/Kabel(die grün isolierten Schaltlitzen)war eine Lötstelle gebrochen.
Diese wurde zunächst nachgelötet.
Im Folgeschritt musste auch noch vom VFO-Drehgeber eine Lötstelle nachgearbeitet werden,die gebrochen war.
Danach wurden noch die Beleuchtungslampen ausgetauscht(8V Typen)und das Bedienteil wieder zusammengebaut.



...weiter gehts in Teil4... 








Yaesu FT8100r - Wiederbeleben des Twinband-Transceivers TEIL2 - Endstufen-und Kontaktfehler beheben

Da am Tranceiver bereits der 2m Bereich wieder korrekt funktionierte,konnte es nun dem defekten 70cm Teil ans "Leder" gehen.

Zunächst wurden alle Kabelverbindungen getrennt und die Durchkontaktierungen entlötet.
Danach konnte mit dem Entfernen der Befestigungschrauben begonnen werden um die Platine aus dem Gerätechassis zu entnehmen.


Nachfolgend wurde die Wärmeleitpaste entfernt und die Platine auf fehlerhafte Kontakte kontrolliert werden.Neben vielen kalten Lötstellen wurden unter aufgekochtem Platinenlack zwei durchgebrannte Leiterbahnen in der Nähe der NF-Stufen festgestellt.


Die zerstörten Leiterbahnen wurden verstärkt/repariert und das Board wieder im Gerätechassis eingesetzt.


Im folgenden Arbeitschritt wurden die Durchkontaktierungen und alle Verbindungen verlötet,sowie die Einstellungen der Ausgangsleistung vorgenommen.
Was soll man sagen...
Immer noch war die bereits in Teil1 beschriebene Störung der Modulation vorhanden.
Die Ausgangsleistung war konstant und das starke "Rascheln" auf dem Träger noch vorhanden.
Also musste man mit Tastkopf und Kältespray wieder auf die Suche gegangen werden...

...weiter gehts in Teil3...