Dienstag, 31. Oktober 2017

WSE WP-501 - wie aus der Duoband-PA und dem Standard C508 eine kleine Basisstation wird...

Nachdem ich das Standard C508 und die passende PA(WSE WP-501) wieder in Funktion versetzen konnte,sollte diese Mini-Basisstation nun um eine einfache Antenne erweitert werden.

Hierzu kam es zu einem Recycling vorhandenem Materials.Von einem früheren GPS-Trackerprojekt hatte ich noch einen selbstgebauten Antennenhalter über.

Dieser wurde im ersten Schritt eingekürzt und ein passendes neues Flanschstück aus Platinenmaterial angefertigt.


Ich reinigte nun die angedachte Lötstellen und fixierte das zukünftige Flanschstück mit einem Lötpunkt.
Nachfolgend konnte der Flansch komplett verlötet werden.


Im vorletzten Arbeitsabschnitt wurde nun die Halterung neu lackiert und die Bohrungen zur Montage an der Dockingstation gesetzt.
Zum Schluss wurde nun der Fuß auf der Gehäuserückseite verschraubt.


An dem Antennenfuß wird nun eine endgespeiste Duobandantenne verschraubt.
Das ermöglicht jetzt einen gegengewichtsfreien Betrieb.
Diese Mini-Basisstation wird (voll öko...ach nein,das würden andere OMs als "notfunktauglich" bezeichnen)in Verbindung mit einem Solarpanel und einer 24Ampere Gelbatterie betrieben.

 







WSE WP-501 - beheben eines Kurzschlussschadens an der ultraseltenen Duoband-PA

Da ich zusammen mit dem kleinen Standard C508 die dazu passende und ultraselten erhältliche Mini-Endstufe erhalten habe,wollte ich diese beiden Funkzwerge zusammen zum laufen bringen.

Da sich die PA nicht einmal mehr einschalten lassen wollte,musste ich vom Schlimmsten ausgehen...
Aber es kam dann doch besser als befürchtet!

Leider war es nicht möglich in den Weiten des Internets einen dazuhehörigen Schaltplan nebst Manual aufzutreiben...
Drum musste ich nun einfach intuitiv auf die Suche gehen.Und Bingo,der Fehler war extrem schnell gefunden.
Der Vorbesitzer hatte offenbar versehentlich einen Kurzschluss gebaut und somit die Verpolungsschutzdiode geschossen.

Da diese sehr gut zugänglich ist(nach dem Öffnen der PA,versteht sich),konnte der Fehler in weniger als 5min behoben werden.
Alte raus,Neue rein und ruckzuck lief das Teilchen wieder.


Nun kann die PA zusammen mit dem dazugehörigen Standard C508 ONAIR gehen.
Aus den 250mW werden nun,relaistaugliche 4 oder 8Watt.
Das sollte für den normalen Relais und Nahbetrieb locker reichen.
Zumal die Modulation des Transceivers wirklich über jeden Zweifel erhaben ist(nix chinesische Mumpfmodulation!)!!








 

Standard C508 - wenn der kleine Duobander nicht mehr angehen will...

Mal wieder gab es "Nachwuchs" im Zwergenstall.
Ich bekam mal wieder einen kleinen Standard C508 in die Finger der von einem OM als unrettbar abgeschrieben war.


Der C508 hat in dieser Hinsicht eine Eigenschaft,die viele andere TRX nicht haben.Sobald bei diesem die Backupbatterie keine Spannung mehr anliegen hat(unter 2V statt 3V im Idealfall) lässt sich der winzige Transceiver nicht mehr einschalten.

Bevor sich übereifrige Leser jetzt aber einen solchen Funkzwerg kaputtbasteln,schaut Euch besser die Größenverhältnisse und die daraus resultierenden Schraubererfahrungen genau an.
Der C508 verzeiht bei solchen Bastelaktionen leider keine Fehler(wirklich extrem kompakt aufgebaut)!

Der TRX wurde nun geöffnet und nach dem Trennen der Steckverbindungen zwischen Front und Rearboard für den Austausch vorbereitet.
Hier wurde es nun gut sichtbar...
Der Vorbesitzer hatte offensichtlich bereits schon einmal versucht die Batterie auszutauschen.(siehe Lötstelle!)


Da ich leider keine CR1632 im Bestand hatte,nutzte ich einfach eine CR1220,die letztlich die gleiche Spannung bei etwas geringerer Kapazität bietet.


Nun konnte ich den Funkzwerg wieder zusammenbauen und problemlos für den Funkbetrieb einsetzen.






YAESU FT2700rh - Fehler im 2m Sendezweig beheben...oder Druckmassage am offenen Herz...

Ich bekam vor ungefähr zwei Monaten von einem Funkfreund einen betagten aber rettenswerten Yaesu FT2700rh(baugleich Sommerkamp SK2699)zu Bastelzwecken geschenkt.

Dieser hatte einige kleine und größere Alterskankheiten.
Nun sollte es der ersten ernsthaften "Erkrankung" ans Leder gehen.
Der Yaesu FT2700rh hat bei Problemen im zwei Meterbereich eigentlich immer das gleiche Problem.
Dieses manifestiert sich darin,daß durch eine extreme thermische und elektrische Überlastung der Bereich um die Pindiode im 2m-Zweig(der TRX besteht aus zwei komplett getrennten 2m und 70cm Teilen)so heiss wird,daß es entweder nur zu kalten Lötstellen und somit leicht lösbaren Problemen kommt(in einem früheren Beitrag hatte ich hierzu schon einmal berichtet),die leicht behebbar sind oder die Platine so heiss wird,daß diese sogar entflammen kann!!

Und genau dies war hier passiert.
So bitter wie die Erkenntniss war aber hier lohnte sich der Aufwand nicht mehr.
Man hätte zwar mittels Kupferlackdraht die Kontaktierungen eventuell wieder herstellen können.
Dies hätte aber Tage in Anspruch nehmen können und ob der 2m Zweig dann 100%ig funktioniert,hätte man nicht sagen können.
Also hieß es,zusammenbauen und sich die anderen Fehler vornehmen,sowie den 70cm Zweig vornehmen.
Ich will den Lesern aber nicht den Anblick des Schadens vorenthalten...
Also seht selbst!!



...aufgegeben wird nicht...70cm muss gerettet werden!


 
 

Umbau eines Scheibenklemmfußes einer D-Netzantenne für den 70cm PMR-Betrieb...oder modellier Dir Dein Antennchen

Vor längerer Zeit hatte mich ein guter Bekannter angesprochen,ob man nicht die Reichweite von seinen(eigentlich ja illegal...:()Baofeng UV5R Handfunkgeräten,die er im PMR Bereich nutzt im Mobilbetrieb verbessern könnte.

Da Festeinbauantennen und Magnetfüße ausfielen,stand der Entschluss fest,Scheibenklemmfüße zu nutzen und diese am besten mit einer 1/2Lambda Antenne zu versehen(kein Gegengewicht notwendig!).
Ich ging für ihn auf die Such nach passendem Material.
Dieses tauchte in Form von NOS-D-Netzantennenfüßen und Kathrein 1/2L Handfunkgeräteantennen(Kathrein K7151236) auf.

Also gings mit dem "modellieren" der neuen/alten Antennenfüße los.
Da die Antennen TNC-Anschlüsse besitzen(besonders bei schlechter Witterung am Kfz,im Vergleich zu BNC dicht)mussten die originalen D-Netzanschlüsse weichen.


Nachdem nun eine hochwertige Huber & Suhner TNC-Buchse eingebaut und angeschlosen war,wurde es nun kreativ 😛
Mit Isoliervergussmasse aus dem Elektronikbereich wurde die Buchse nun in Kegelform vergossen.
Hierzu wurde der Kleber,welcher mit herkömmlichen Heissklebepistolen verarbeitet werden kann aufgetragen und danach mit dem Heissluftlötkolben und einem Stechbeitel vorsichtig in die Entform "MODELLIERT".
Nach diesem "höchst" kreativen Antennenbaueinsatz wurde der Fuß noch komplett lackiert und ist nun zusammen mit seinen Antennenbrüdern(insgesamt drei)zur Zufriedenheit seines Nutzers im Einsatz.







 

ICOM TM-175GPS - beheben von Kontaktproblemen der PTT-Taste

Wer den ICOM IC E92 für Dstar nutzt,kennt in den meisten Fällen auch das als Originalzubehör angebotete TM-175GPS Handmikrofon.
Dieses besitzt einen GPS-Empfänger und ermöglicht es,mit dem IC E92 APRS-Standortdaten auszusenden.


Der Fehlerteufel war auch hier ein kleiner,fieser Gesell.
In einem QSO meinte mein Gesprächspartner auf einmal,daß ich andauernd Sendeaussetzer hätte.
Nun liegt ja auf Anhieb ein Fehler am Spiralkabel oder dem speziellen Mikrofonstecker nah.
(der Preis für ein originales Ersatzkabel liegt je nach Händler zwischen irrwitzigen 64-80€!!!!!)

Nach ein wenig Fehlersuche zeigte sich,daß dieser Fehler von der PTT-Taster herkommt.
Mit dem Schraubenzieher bewaffnet,sonnte es nun im Urlaubsdomizil dem Wackler ans Leder gehen.

Nach dem entfernen des Gürtelclips wurde das Mikrofongehäuse geöffnet.


Der Fehler zeigte sich recht schnell.Die Lötstellen des Kurzhubtasters der PTT waren mit bleifreiem Lot verlötet und durch simple mechanische Beanspruchung regelrecht gebrochen(bleifreies Lot hat sehr schlechte mechanische Eigenschaften).
Der Fehler konnte nun schnell behoben werden.
Mit Gaslötkolben und Entlötlitze bewaffnet,wurde nun das alte Lot vollständig entfernt und die Taste mit bleihaltigem Lot verlötet.
Und siehe da,nach dem Zusammenbau des Mikrofons konnte auch wieder stotterfreier Funkbetrieb gemacht werden.