Samstag, 27. Oktober 2012

Yaesu FT890 - Frequenzdrift durch Kontaktprobleme am Referenzoszillator beheben

Bei älteren Yaesu FT890 kommt es gelegentlich zu Problemen mit der Frequenzstabilität bei verschiedenen Betriebstemperaturen.


Dies liegt meist am Abgleichpunkt TC1002.
Durch Oxidation gibt es dort Kontaktprobleme worauf hin dann diese Frequenzdrift zustande kommt.

Zunächt muss das Gerät geöffnet werden.
Hierzu wird die Geräteoberseite mit der Endstufe nach dem Abziehen eines Koaxialkabels seitlich aufgestellt.
Das markierte Abschirmblech wird nun nach dem Entfernen der vier Halteschrauben entfernt.


Nun kann der Referenz-Oszillator lokalisiert werden.(siehe roter Rahmen).
Die zweite Markierung zeigt den Koaxverbinder unter dem Kabelbaum,dessen Steckverbindung anfänglich entfernt werden muss,um das Endstufenteil aufzustellen.


Der Deckel des Abschirmgehäuses wird nun abgezogen(original nur gesteckt und nicht gelötet) und TC1002 ist gut zu erkennen/finden.
Man sollte sich dessen Stellung gut markieren oder merken.
Dieser Kondensator wird nun mehrfach abwechselnd nach rechts und links gedreht.
Danach wird dieser wieder in die Ausgangsstellung gestellt und das Gehäuse kann wieder verschlossen werden.
Zur Sicherheit sollte man abschliessend eine Frequenzkontrolle durchführen.


Das Gerät kann nun wieder verschlossen werden.
Bitte dabei nicht das Koaxialkabel das anfänglich gelöst wurde vergessen!
Somit sollte für längere Zeit wieder Ruhe sein und die Drift behoben sein.

               

Yaesu FT890 - Wechsel der Speicherbatterie

Der Yaesu wird auch einige Jahre nach seiner Produktionseinstellung auch heute noch sehr gerne als Kurzwellentransceiver genutzt.


Leider gibt aber nach einigen Jahren irgendwann die Backup-Batterie ihren Dienst auf.
Dann muss/sollte diese gewechselt werden.

Hierzu wird der untere Gehäusedeckel entfernt.

Danach kann man an den Seitenflanken des Chassis pro Seite je zwei Fixierschrauben erkennen,von denen je Seite eine ein Langloch und je eine eine normale Bohrung besitzt.
Die in einer einfachen Bohrung eingeschraubten Schrauben werden nun entfernt.
Die Halteschrauben im Langloch werden nur leicht angelöst,wonach die Front leicht nach vorn in die Servicestellung gebracht werden kann und sich leicht ankippen lässt.

Danach ist die Speicherbatterie vom Typ CR2032 gut zu erkennen.
Intellegenter Weise hat Yaesu einen ordentlichen Batteriehalter eingebaut,was Lötarbeiten unnötig macht.(die beiden anderen großen Hersteller für Afutransceiver nutzten zu dieser Zeit gerne Batterien mit Printmontage)

Diese wird nun einfach gewechselt.
Natürlich sollte es eine Batterie des gleichen Typs(CR2032) sein.



Nach dem Einsetzen der neuen Batterie kann das Gerät wieder zusammengebaut werden.
Beim ersten Einschalten sollte nun ein Softwarereset durchgeführt werden.

Dieser wird mit folgenden Tastenkombis vorgenommen.

Hardwarereset:  HAM/GEN und CLAR drücken und Einschalten

Softwarereset:  A/B und A=B und Einschalten      



      

Yaesu FT817 - Wechsel des Tastaturpads


So mancher Nutzer eines Yaesu FT817 hatte schon die traurige Erfahrung machen müssen,daß bei manchem irgendwann ohne jede Vorankündigung sich die Gummitasten aus den Gehäuseöffnungen "verabschieden".

Dies war in diesem Falle nicht der Fall.
Hier hatte der Eigentümer dieses TRX den Fehler gemacht,bei einer Reise mit einem etwas strafferen Haltegummi sein Antennenanpassgerät auf dem Gehäuse des Transceivers zu befestigen.
Irgendwann kam der straff sitzende Haltegummi gegen den ON/OFF Knopf und riss diesen aus seinem Befestigungspad innerhalb des Frontpanels.


Leider kann man so den TRX natürlich nur noch mit einem Spitzen Gegenstand einschalten,der dann den Kurzhubtaster betätigen muss.

Die Warscheinlichkeit ist aber recht groß,
daß Funkunbedarfte dies bei einer etwas distanzierterer Betrachtung mit einem Ameisenbär vergleichen würden,der auf Futtersuche ist.
Und wer will sich schon zum Ameisenbären machen lassen ?  ;)

So wurde nun das Gehäuse des TRX zerlegt.
Nachdem der obere und untere Gehäusedeckel entfernt wurde,wird die nur auf dem Gusschassis aufgeklippte Frontblende vom Chassis entfernt und nach dem Lösen des Fixierclips des Flachbandkabels an der Front/Prozessorplatine abgenommen.


Um die Prozessorplatine nun aus dem Frontrahmen zu entfernen muss man nun die kleinen Bedienknöpfe abziehen,den VFO Knopf nach dem Entfernen des Gummiüberzuges und Lösen der Imbusschraube abziehen,den Drehgeber durch Lösen der Haltemutter aus dem Gehäuse entfernen,die  Überwurfschraube des Lautstärkereglers lösen und entfernen der Halteschraube des Frontboardes sowie dem vorsichtigem Druck auf den das Board aus seinem Frontrahmen zu nehmen.


Das defekte Gummipad wurde nun aus seiner Führung genommen und konnte entsorgt und gegen das Neuteil getauscht werden.


Beim Einsetzen des neuen Gummipads muss darauf geachtet werden dieses so einzusetzen,daß die Tasten in Ihrer Führung sitzen.


Mit neuen Tasten sieht die Front wieder wie gewohnt aus und wird nicht mehr durch das "Ameisenbärenloch" verschandelt.


Nachfolgend wird das Flachbandkabel wieder befestigt.


Danach kann der Frontrahmen wieder am Chassis eingeklippt werden.
Jetzt kann das Gehäuse wieder verschlossen werden und der TRX wieder ohne "Ameisenbärengeschick" genutzt werden.