Donnerstag, 10. März 2016

Vero Telecom VGC VR-6600 - Modifizieren des originalen Handmikrofons

Das originale Handmikrofon des VGC VR-6600 ist schon ein seltsames Ding.

Da baut ein Hersteller ein Handmikrofon,welches eine DTMF-Tastatur sein Eigen nennt,die Haptik eines fettarmen Jogurtbechers hat und eine PTT besitzt,welche die Bezeichnung "Push-to-Talk" als fiesen Hohn klingen lässt.


Also ran ans Werk.
Zunächst sollte erst einmal das PTT-Problem behoben werden.Nach dem Öffnen des "Jogurtbechers" zeigte sich das Elend in Raten.

Die PTT funktionierte aus einem einfachen Grund nur sehr unzuverlässig,weil der Hersteller auf die dumme Idee gekommen war,die gleiche Kurzhubtasterbauform für die PTT zu nutzen,die im gleichen Mikrofon auch für die Up/Down-Tasten genutzt wird.

Das Teil,gepaart mit dem Silikonnippel(NEIN,kein Schweinkram,sondern ein im Gehäuse eingeklebter Druckkörper für die PTT) der nur eine ca.2mm dicke Auflagefläche für den Kurzhubtaster bot und die eh schon wackelige Kunststofftaste,sorgten dafür,daß der Nippel immer wieder am Kurzhubtaster vorbeirutschte.
Dadurch wurde eine sichere Funktion leider negiert.


Als das "Elend" also vor mir lag,wurde zuerst das Mikrofonkabel abgelötet.
Die Lötpads wurden in diesem Zuge gleich vom alten Lot befreit und neu verzinnt.


Jetzt sollte es dem Kurzhubtaster ans Leder gehen.
Nach ein wenig Suche fand sich noch ein mechanisch vielfach besser geeigneter Taster eingebaut werden(siehe Bild).


Leider stellte sich beim Tausch der PTT heraus,daß das Platinenmaterial von wirklich minderer Qualität war.
Die beiden Anschlüsse des Tasters mussten mit 0,2mm Kupferlackdraht auf dem Board kontaktiert werden.
Dieses Problem war also behoben.

Zum Schluss wurden noch die Lötstellen der Up/Down-Taster nachgelötet(Bild Nr.2 zeigt rechts die nachgebesserten Lötstellen).Dieser waren mies verlötet und hatten,wer hätte es erwartet,auch Kontaktprobleme.
Danach war bei dem Mikrofon erst einmal alles in "trockenen Tüchern".






 

Vero Telecom VGC VR-6600 - ...defekte Durchkontaktierungen im Hauptboard beheben...

Das VGC VR-6600 ist ein aus China stammender Twinband-TRX für 2m und 70cm.
Diese Transceiver sind auf dem europäischen Markt noch recht neu und ähneln optisch recht stark dem FTM-350 von YAESU.

Diese Transceiver bieten u.a. Twinbandtechnik,GPS/APRS,Freisprechfunktion,Bluetooth und viele andere Spielereien.


Leider hatten die ersten Geräte ziemliche Qualitätsprobleme.
In diesem Fall gab es das Problem,daß der TRX beim Mobilbetrieb und Vibrationseinwirkung mit deutlich vernehmbaren Kontaktproblemen im Sendebetrieb,sprich bei hoher Stromaufnahme,zu kämpfen hatte.

Nach dem Öffnen des TRX(hierzu wird ein spezieller Torx-Bit mit Sicherungsstift=Torx-TR benötigt!) zeigte sich das eigentliche Problem recht schnell.

Die Durchkontaktierungen die u.a. für die Spannungsversorgung der PA sind,waren teils stark fehlerhaft und mussten nachgelötet werden.
Diese wurden alle ausgelötet,die Lötstellen gründlich vom bleifreien Lot gereinigt und danach mit bleihaltigem Lot neu verlötet.
Danach war dieser Fehler schon einmal behoben.




Freitag, 4. März 2016

CTE / Alan CT1600 - Reanimieren des VHF Oldtimers...wenn die Alterskrankheiten des Icom IC2E Nachbaus den Betrieb lahm legen

Jetzt wurde der Oldtimer lahm gelegt...


Da das betagte CT1600 von CTE/Alan seit einigen Jahren als 2m "Telefon" seinen Dienst verrichtete und bis dato eigentlich ganz unauffällig war,sollte es natürlich wieder fit gemacht werden.
Ich hatte die Kiste nur einmal ausgeliehen.
Als der TRX seinen Weg zurück zu mir fand,stellte sich heraus,daß ein defekter BNC Billig-Adapter sich auf der BNC Buchse verkantet hatte.
Da die Kiste eh eine kleine Überholung verdient hatte,sollte es auch einen kompletten Abgleich geben.
Desweiteren war an dem Gerät auch die zusätzliche rückseitige 3,5mm Klinkensteckerbuchse defekt.
Also ran ans Werk... 

Zuerst einmal musste der Adapter entfernt werden.
Dieser war so extrem ungünstig verkeilt,daß sich bei größerer Krafteinwirkung sogar die Einbaubuchse mitdrehte.
Deshalb musste zunächst einmal die Buchse von dem miesen Adapter befreit und auf Schäden geprüft werde.
Die BNC-Buchse hatte,dank hochwertiger Verabeitung,keinen Schaden genommen.
Leider war aber durch das Drehen der Buchse,ein Keramikkondensator(15pF) an dessen Anschlusspin stark beschädigt worden.
Dieser defekte KerKo musste natürlich ausgetauscht werden.(siehe Bild)
Die Flanschmutter der Buchse wurde wieder kräftig angezogen und mit Sicherungslack gesichert. 


Bevor es an die Abgleicharbeiten ging,musste noch die verschlissene nachträglich auf der Rückseite des TRX befestigte Klinkensteckerbuchse ausgetauscht werden.
Dort klebte ich nun eine neue Buchse von AMP ein und hoffe,daß diese diesmal länger hält. ;) 


Die Buchse war nun drin und angeschlossen.
Jetzt gings an den Abgleich.
Bei diesen Arbeiten fiel auf,daß im Sendezweig des TRX einige kalte Lötstellen waren,die behoben werden mussten.
Ansonsten ist das Ding wieder geheilt.
Der Sender macht knapp über 3Watt Senderausgangsleistung(Bandmitte!)und spielt auch im vorgesehenen hauptsächlichen Empfangs-und Sendebereich mit vollkommen ausreichender Empfängerempfindlichkeit. 


Klar ist die Kiste primitiv.
Aber für den Einsatzbereich reicht der TRX vollkommen aus.
Und wer sich fragt warum ich die zusätzliche Lautsprecherbuchse eingebaut habe...
...ganz einfach...das Gerät wird mit einem Lautsprechermikrofon betrieben,bei dem der krächzige eingebaute Lautsprecher abgeschaltet werden kann.
Und die Wiedergabe übernimmt dann der angeschlossene Zusatzlautsprecher zu vollster Zufriedenheit!

Fertig...
Auf die nächsten zehn Jahre...
 


BYONICS Micro Trak 8000 - Herzdruckmassage am GPS Tracker...wenn der Micro Trak nicht mehr das GPS erkennt...

Vor ca.2Wochen bekam ich zwei Micro Trak 8000 in die Finger,die angeblich einen Herstellungsfehler hatten.
Diese GPS-Tracker sind eigentlich eine gute Alternative zu APRS-tauglichen Mobil-und Handfunkgeräten.


Leider funktionierten beide Tracker nicht.
Der Fehler war bei beiden Trackern der Gleiche.
Bei beiden Geräten war der 5V Festspannungsregler defekt,weshalb die Betriebsspannung für das GPS fehlte.
Der ist schnell getauscht und kostet als Markenteil keine 60Cent. 


Danach war der Tracker für die Weiterverwendung bereit.Der OM will diese nun für seine Rad-und Motorradtouren nutzen.
Na dann viel Spaß!




 

Degen DE13 / Maya-Kaito KA505A - ...wenn das Katastrophenradio selbst zum Katastrophenfall wird...

Seit nunmehr drei Jahren habe ich täglich ein Degen DE13 Emergency-Radio in Verbindung mit einem 5V Solarpanel im Einsatz.


Leider hatte das Radio seit dem Weihnachtsfest kräftig angefangen rumzuspinnen.
Teils fiel der UKW-Empfang aus,dann zickte der Schalter für die LED und dann kratzte das Lautstärkepotentiometer rum.
Aber was will man nach drei Jahren täglichem Betrieb und 17€ Neupreis erwarten. ;)
Nach dem Öffnen und genauem Betrachten des Radio-ICs zeigte sich u.a. schnell einer der Fehler.
Die Lötstellen auf der einen Seite des ICs waren teils fehlerhaft.
Also musste dort erst einmal nachgelötet werden.


Im nächsten Arbeitschritt ging es dran,den billigen Druckschalter für die LED-Taschenlampe auszutauschen.

Im gleichen Zuge sollten noch drei superhelle Low-Current LEDs die eingebauten LEDs der Taschenlampe ersetzen.
Die Stromaufnahme liegt ungefähr bei der Hälfte der original verbauten LEDs.


Zum guten Schluss musste nur noch das Potentiometer mit etwas Tunerspray gängig gemacht werden.
Danach konnte das Katastrophenradio zusammengebaut werden und wieder in Betrieb gehen.In Verbindung mit dem Solarpanel läuft das Ding zum Nullpreis rund um die Uhr und wirft keinerlei Unkosten auf.(wenn überhaupt mal solch kleine Reparaturen)