Donnerstag, 14. Juli 2011

QRP-Antennentuner - Der universelle Tuner im Microformat - Fortsetzung und leichte Modifikation

Nachdem nun der erste erfolgreiche Probebetrieb mit dem Microtuner erfolgt war fielen mir noch kleine abzuändernde Feinheiten auf.

Hier der Link zum Ursprungsbeitrag:

QRP-Antennentuner - Der universelle Tuner im Microformat


Ich muss dazu sagen,dass es nicht zwingend nötig wäre aber bei QRP kann man sich halt keine großen Verluste durch Kontaktprobleme leisten und sollte deshalb immer auf eine optimale Kontaktierung achten.
Hierzu brachte ich noch eine zusätzliche Masseverbindung zwischen den beiden PL-Buchsen an.

Auch verkürzte ich noch die Bananenbuchse zum Anschluss der HF Erde und verlötete deren Massefahne mit der Massefahne des PL-Langadapters.



Jetzt sollte es auch keinerlei Übergangsprobleme bei den Massekontakten geben.
Die gab es zwar beim ersten Testbetrieb nicht aber man kann ja nie gut genug Kontaktieren(gerade bei QRP). 





T-Match Antennentuner im Designgehäuse - Fortsetzung

Heute ging es mal wieder mit dem bereits in Arbeit befindlichen T-Match Tuner weiter.

Hier mal der Link zum Ursprungsbeitrag:

T-Match Antennentuner im Designgehäuse


Zuerst fing ich mit dessen Spule und dem Distanzhalter weiter.
Die Spule ist eine sehr hochwertige kommerzielle Keramikspule mit eingerolltem Vollsilberdraht.
Natürlich sollen die Anschlüssen möglichst geradlinig an dem Spulenkörper verlötet werden um das Ergebniss später sauber erscheinen zu lassen.
Also gings los.
Ich nahm das L/C Meter und fing an die Abgriffe der Spule auszumessen und markierte mir die Abgriffe mit Bleistift.
Danach wurde dann die Anschlussbreite mit Bleistift markiert und ich begann mit einer sehr schmalen Meißelspitze die Punkte zu verzinnen.




Nun musste ich mir den "Abstandshalter" anfertigen.
Und wer häts geglaubt,aber ich nutzte dafür wieder einen der bereits mehrfach bei diesem Eigenbau genutzten Eurokartenhalter ;-)




Jetzt werden die Löcher mit einem 2,0mm Bohrer gebohrt und entgratet.

Bilder hierzu und zur Verdrahtung folgend umgehend...






 

Samstag, 9. Juli 2011

Antennentuner im T-Match Prinzip - DER KLASSE-E ANTENNENTUNER

Um Missverständnissen vorzubeugen möchte ich darauf verweisen,dass der Ausdruck "KLASSE E-ANTENNENTUNER" auf dessen maximale Belastbarkeit von 100Watt bezogen ist!

Nachdem ich ausgiebigen Testbetrieb mit dem umgebauten PI-Match Tuner gemacht habe und Lust hatte wieder ein neues Schaltungsprinzip auszuprobieren,beschloss ich den vorherigen PI-Tuner auf T-Match Prinzip umzubauen.

Also erst einmal musste der Tuner zerlegt werden und die Spulenmechanik ausbauen.
Auch die Verdrahtung wurde entfernt.
Danach mussten die Drekos anders eingebaut werden und mittels Kunststoffschrauben nebst Distanzhülsen vom Gehäuse elektrisch getrennt werden.




Nun verbinde ich die Drekos mit den beiden Antennenbuchsen und kann danach den Spulenkörper samt Stufenschalter (Lorlin) einbauen.
Da die Spule schon fertig gewickelt war und am Schalter verlötet(war ja bereits im PI-Match verbaut)erübrigt sich natürlich dessen zusätzliche Anfertigung.



Weil die Achsen der Drekos durch die nach hinten versetzte Montage sehr kurz waren,musste ich die vorher montierten Knöpfe entfernen und ersetzte diese durch Knöpfe aus DDR-Produktion.

Diese sind zwar optisch für den Ein oder Anderen gewöhnungsbedürftig aber mechanisch beste Ware und haptisch kein Vergleich zu dem neuzeitlichen Plastikkram aus recyceltem Billigkunststoff.



Und so sehen die "Innereien" des auf T-Match umgebastelten Tuners aus.
Auf 160m musste ich zwar die maximale Leistung nach dem Abgleich auf 50Watt begrenzen aber in den anderen Bändern lässt sich das SWR sehr angenehm und schnell abgleichen.


Nach dem Abgleich sind dann bei den Bänder ab 80m aufwärts auch ohne Probleme 100Watt möglich gewesen.


Abschließend noch folgende Anmerkung.
Der Umbau des vormaligen PI-Tuners auf T-Match oder die generelle Auswahl des Schaltungsprinzips sind selbstverständlich jedem selbst überlassen.

Ich wollte nur zeigen,daß der Umbau eines wirklich billigen CB Funk Matchers zu einem gut brauchbaren Kurzwellenantennentuner möglich ist.

Und wenn man bedenkt,dass dieser Matcher im Original sowie NEU nur 50€ kostet,so kann sich jeder geneigte OM der auf Neuware zurück greifen will schnell und zu Gesamtkosten von max.60-65€ einen vollwertigen 100Watt Antennentuner für den Amateurfunk-Kurzwelleneinsatz anfertigen und muss nicht auf lidschäftig zusammengetackerte und überteuerte amerikanische Pseudoqualitätsware zurück greifen.






Abschließend noch das passende Schaltbild



Fazit nach einigen Monaten Testbetrieb.
Selbst Leistungen bis 110Watt SSB verträgt der "Spardosentuner" ohne zu murren.(in dem Falle 10m und 15m)
Die Abstimmarbeiten sollte man wie bei allen Antennentunern IMMER mit niedriger Senderausgangsleistung vornehmen.
Ansonsten spielt der Tuner wirklich sehr zuverlässig und sorgenfrei.
Die Einstellung lässt sich sehr angenehm vornehmen
und auch das L lässt sich bequem einstellen.


Mittwoch, 6. Juli 2011

QRP-Antennentuner - Der universelle Tuner im Microformat

Als ich vor wenigen Tagen den CB Funk Antennenmatcher für den Kurzwelleneinsatz "getunt" habe,dachte ich mir,man müsste doch auch einen brauchbaren Micro-Antennentuner aus der noch kleineren CB Variante machen können.

Zum Ende soll eine Alternative zu den bekannten aber teuren Miracle Whip Antennen heraus kommen.

Also nahm ich mir den kleinen MM27 Tuner vor.






Nun ging es an die Bestandsaufnahme.
Theoretisch hätte man bei Leistungen bis 5Watt auch einen der beiden verbauten Dreko´s nutzen können.
Die Kapazität des verbauten Exemplares betrug 260pF.
Ich entschloss mich aber dazu,dass ich einen noch vorrätigen hochwertigen Saba-Dreko mit 550pF(min.5pF)nutzen wollte.


Jetzt musste ich überlegen wie ich den späteren Anschluss an die Transceiver gestalten wollte.
Ich entschloss mich,eine lange Einbaukupplung (2xSO239) einzubauen,die später dann die verschiedenen Anschlusskupplung aufnehmen kann und die den Tuner später ähnlich aufrecht hinter dem Transceiver im angeschlossenem Zustand stehen lässt(für den Anschluss von Portabelantennen notwendig).


Im folgenden Arbeitsschritt musste es daran gehen,
eine passende Induktorspule zu wickeln und mit dem Stufenschalter(Hersteller Lorlin) zu verbinden.
Den genutzten Ringkern baute ich aus einem "verstorbenen" PC Netzteil aus und wickelte diesen mit 1mm Kupferlackdraht.
Die Induktivität beträgt 31µH.



Nun gings ans Einpassen der neuen "Eingeweide" des Tuners in sein sehr kompaktes Gehäuse.
Zusätzlich musste ich natürlich noch eine kleine Bohrung für den Hoch/Tiefpass-Umschalter machen.
Dort setzte ich dann den kleinen Kippschalter der dafür vorgesehen ist ein.





Jetzt konnte ich mit dem Verdrahten beginnen.
Die Verdrahtung erfolgte im L/C Prinzip.



Im folgenden Schritt zerschnitt ich einen Bananenstecker der später den Kontakt zwischen 
PL-Langadapter und der Anpassschaltung herstellen wird.



Auch die PL-Buchse auf der Ausgangsseite musste leicht geändert werden.
Dort musste ich den inneren Lötpin kürzen,
damit die Buchse nicht soweit ins Gehäuse ragt.


Danach passte ich die neue(die alten PL-Buchsen wurden für neue Bazooka-Basteleien ausgemustert) PL-Buchse(Hersteller Unitra) ein und machte eine zusätzliche Bohrung ins Gehäuse,in der ich die Erdungsbuchse für die HF-Erde einpasste.


Und weiter gehts mit der Verdrahtung.
Hierzu steckte ich nun den abgeschnittenen Bananenstecker in die PL-Buchse und verlötete diesen dann mit dem Lackdraht,der vom Umschalter herkommt.




Jetzt kommt nur noch die Masseverbindung in das Gehäuse und der Tuner ist fertig.




Nachdem alle Drähte von der Spule und dem Dreko etc verbunden wurden,konnte nun das Gehäuse verschlossen werden.
Ich kürzte hierzu noch die Welle des Stufenschalters ein und verschraubte die vorgesehenen Mentor-Drehknöpfe.


Nachfolgend habe ich ein paar Varianten der Adaptierung abgebildet.

Zuerst die Verländerung mit Winkeladapter zur direkten Verschraubung mit der Antennenbuchse 
zum Beispiel eines Yaesu FT817,dann die Variante mit einer DV Verschraubung zum Einsatz von modifizierten CB Antennen für den Kurzwellenfunkbetrieb und dann der Buchsenadapter für den direkten Anschluss eines Langdrahtes zum Beispiel beim SOTA oder Fieldday-Betrieb.

Beim Betrieb muss natürlich immer darauf geachtet werden,an dem Tuner eine gute HF-Erde an der vorgesehenden Buchse anzuschließen.


Ich finde das Ergebniss ist eine brauchbare Alternative zu den bekannten Miracle Whip-Antennen.
Die Funktion ist ausgezeichnet und einen 23m langen Draht konnte ich problemlos auf allen Bändern anpassen.(Leistung 5Watt CW)

Zum Abschluss noch Bilder des fertigen Tuners und davon einmal im Größenvergleich mit einem handelsüblichen Feuerzeug.


Abschließend noch das passende Schaltbild



Freitag, 1. Juli 2011

Antennentuner - Umbau eines einfachen CB-Funk-Matchers für den Amateurfunk-Kurzwelleneinsatz = DER SCHOTTENTUNER ;-)

Als ich vorgestern von einem auch mit dem bösen HF-Virus befallenen OM (DANKE nochmal) zwei CB Funk-Matchboxen zugesandt bekam,musste schnell wieder ein neues Bastelprojekt her,solange der Silberdraht für T-Match und L/C Tuner noch nicht da ist.

Die abgebildete Matchbox bot ein ausreichend großes Gehäuse um die nötige Zusatztechnik zu verstauen.
Die Drekos sind in Ihrer Dimension ausreichend groß, um 100Watt zu verkraften und haben eine Endkapazität von rund 360pF.
Der Tuner selbst soll aber eh nur Leistungen bis 10Watt vertragen,wodurch die Drekos dann ausreichend "Spielraum" bieten. 


Das angewendete Schaltungskonzept ist in diesem Fall ein PI-Match.


Nun konnte es ans Zerlegen des "Organspenders" gehen.
Genau genommen,waren dies die einzigst verbleibenden Teile,die neben den Knöpfen und PL-Buchsen weiter genutzt werden können.
Die hässliche Kunststofffolie auf der Front wurde entfernt,das Gehäuse von außen abgebeizt und neu lackiert.

Als Spule suchte ich nach einer etwas unkonventionellen und raumsparenden Lösung um diese leicht im Gehäuse unterbringen zu können.
Außerdem sollte der Lösungsansatz OHNE Ringkerne  oder aufwendige Luftspulen auskommen.
Weil ich noch Ferritstäbe vorrätig hatte,nahm ich einen solchen als Spulenträger.
Diese kann sich Jeder auf den meisten Wertstoffhöfen aus alten Radios ausbauen bzw.aus eigenen Schlachtgeräten,auf Trödelmärkten oder Teilebörsen für einen kleinen Obulus erwerben.

Den Stab bewickelte ich nun mit 20Windungen 1mm Kupferlackdraht, der für den angestrebten Einsatz vollkommen ausreichend ist.
Die späteren Abgriffe erfolgen unsymmetrisch.
Dabei werden die ersten Windungen in kleinen Abständen abgegriffen und die zum Ende der Spule die Abgriffabstände so vergrößert,dass die Anzahl der Schalterstellungen belegt wird.
Die gemessene Induktivität der Spule beträgt 31µH was vollkommen ausreichend ist.


Bevor ich den Ferritstab verbaue hab ich den 
Stufenschalter(12fach von Lorlin) im Gehäuse eingebaut.
Als Halterung für die Spule nutzte ich Kabelschellen aus Nylon und zur Befestigung am Gehäuse normale Abstandshalter aus Metall.


Nun konnte es an die neue Verdrahtung gehen.
Ich baute zuerst die neuen PL Buchsen(die alten gefielen mir einfach nicht) und fing an die beiden Drekos mit den PL Buchsen zu verbinden.

Die Front ist soweit auch schon fertig nachdem ich 
die Welle des Stufenschalters eingekürzt habe.


Und auf der Rückseite wurde im gleichen Zug in der vorhandenen Bohrung,die nur leicht geweitet werden musste,eine Erdungsbuchse eingebaut.
Im nächsten Arbeitsschritt ging es an die Arbeit,
die Induktorspule zu verdrahten.Hierzu nutzte ich auch Kupferlackdraht(1mm).





Jetzt kann es an das Werk gehen,
das Gehäuse zusammen zubauen.
Hier mal Bilder der fertig verdrahteten Gerätschaften.

 

Bei den sehr geringen Kosten(Material exkl.der Matchbox keine 5€),kann sich somit jeder Kurzwelleneinsteiger oder Sparfuchs einen einfachen kleinen Tuner bauen,der je nach Spulenträger bis zu 100Watt verkraftet.
Sicher ist das PI-Prinzip heute nicht mehr oft in Verwendung aber ist immer noch besser wie gar kein Antennentuner.
Und bei den dafür erforderlichen Kosten hat somit auch selbst der größte Sparfuchs schnell ein Anpassgerät für den Kurzwelleneinsatz zur Verfügung.


Fazit des Langzeittests:

Der Tuner funktioniert auf allen Bändern von 80-10m absolut zufriedenstellend.
Bei der Abstimmung regelte ich die Leistung meines kommerziellen TRX mit seinen maximal 110Watt Output auf 10-15Watt runter.
Die Abstimmung erfolgt auf die gängige Weise.
Erst wird mit dem Induktorschalter auf maximales Empfangssignal/Rauschen abgestimmt und danach wurde die TRX und Ant-Seite des Tuners mittels der Drekos auf minimalstes SWR und maximalen Output abgeglichen.
Danach kann der Tuner ohne jede Angst mit 100Watt belastet werden.
Wenn man betrachtet,daß der Bau keine 5€ gekostet hat,ein wirklich sehr zufriedenstellendes Ergebniss. 



Auf Grund der Nachfrage...;-)
Abschließend noch das passende Schaltbild