Dienstag, 15. Oktober 2013

Icom IC-2e - wenns beim 2m Oldi knarzt und krächzt

Der Icom IC-2e ist wohl eines der bekanntesten Handfunkgeräte auf dem Amateurfunkmarkt und zählt heute zu den Oldis,die aber immer noch gern genutzt werden.
Zudem wurde dieses Gerät in so viel verschiedenen Lizenznachbauten gefertigt und diente als technische Basis für diverse Geräte in kommerzieller Nutzung(nicht in DL),daß es nachwievor noch sehr häufig genutzt wird.

Der abgebildete Oldtimer sollte für APRS umgerüstet werden.
Nur kratzte das Volume-Poti schrecklich.

Da diese Geräte allerdings extrem servicefreundlich sind,kann dort schnell Abhilfe geschaffen werden.


Auf der Rückseite mussten nur die zwei Gehäuseschrauben und an der Akkuanschlussseite die Halteschiene des Akkupacks durch entfernen der vier Kreuzschlitzschrauben entfernt werden.


Mit zwei drei Tropfen Wellenschalteröl in die Öffnung des Potis war das Problem gelöst und das Potentiometer flutschte wieder.



Montag, 7. Oktober 2013

Überraschungseier in Form von Steckernetzteilen -...oder wenn die Taschenlampe dunkel bleibt

Vor längerer Zeit bekam ich eine LED-Taschenlampe mit Akkus und dazugehörigem Netzteil geschenkt.
Die Lampe selber macht einen wirklich ordentlichen Eindruck.Ihr recht sauber verarbeitetes Innenleben und Gehäuse war allen Erwartungen entgegen recht wertig aufgebaut.


Nach dem zweiten Mal laden,wollte sich die Lampe nebst Akku nicht mehr laden lassen.
Die Enttäuschung war erstmal groß.
Eigentlich hatte ich mich schon an das billige aber doch recht lichtintensive Chinading gewöhnt.
Also musste der Fehler gefunden werden.

Und dieser war schnell lokalisiert und zugeordnet.
Der Übeltäter war das Steckernetzteil.


Als ich das Steckernetzteil öffnete musste ich erstmal alle Vorurteile gegenüber chinesischen Herstellern bestätigen.

Um es kurz zu fassen.
ÜBEL!
Die Platine bestand überwiegend aus kalten Lötstellen und die Anschlussdrähtchen die von der Platine an den Stecker gingen,waren gruselig verlötet(man muss sich bei 230V ja auch nicht vorsehen :(  ) und einer der beiden Drähte war stark oxidiert und regelrecht weggegammelt.


"Begeisterung" kam aber erst beim Betrachten der Lötstellen auf.
Diese waren überwiegend "kalt" .
Auf den Bildern kann man dies am besten an den Löstellen der LED-Pins erkennen.


Es mussten also nur alle Lötstellen nachgelötet werden und die Kabel des Steckers ersetzt werden.
Wenn der Anbieter dieser LED-Lampe in Zukunft noch ein ordentliches Netzteil zu diesen Lampen liefern würde,käme keiner auf die Idee,es als Chinaschrott abzustempeln.
Leider trübt nämlich nur das Netzteil den Spaß an der Taschenlampe.
Diesbezüglich konnte aber Abhilfe geschaffen werden.

Sonntag, 29. September 2013

Icom IC745 - Displayprobleme beim Kurzwellenoldtimer beheben

Der Icom IC745 ist ein inzwischen in die Jahre gekommener aber immer noch gut nutzbarer Kurzwellentransceiver.
Leider leiden diese Geräte im höheren Alter meist an zwei Problemen.
Zum einen müssen die Backupbatterien mit höchster Vorsicht gewechselt werden,weil der TRX sonst unter "Gehirnschwund" leidet und man,sollte diese Batterie vor dem Wechsel Ihre benötigte Spannung unterschreiten für "Gehirnersatz" beispielsweise von PIEXX besorgen muss.
Zum anderen leidet auch dieser Icom Transceiver unter dem gleichen Problem wie seine großen Brüder IC761 und 765.
Deren VF-Displays zeigen kurz nach dem Einschalten alle Ziffern und nach und nach werden diese dann dunkler bis irgendwann nichts mehr zu erkennen ist.

So auch bei diesem Gerät.
Also musste für Abhilfe gesorgt werden.


Da der TRX eh auch wegen krachender Schalter und Potis zerlegt werden musste,demontierte ich beim Zerlegen auch gleich die Front.



Nun wurde die seitliche Fixerung des Frontrahmens gelöst und nach dem Entfernen des oben liegenden Zusatzboardes über das die VOX-Einstellungen vorgenommen werden,die Displayplatine aus dem Gerät ausgebaut.


Auf der ausgebauten Displayplatine befindet sich das Vorschaltteil für das VF-Display.
Dort müssen in der Regel(so auch in diesem Fall)nur die Lötstellen nachgelötet werden,da diese durch thermische Einflüsse fehlerhaft geworden sind.
Danach kann das Display wieder ins Gerät eingebaut werden und der Probebetrieb vorgenommen werden.
Wie so oft.
Ein kleiner Fehler,der einem das Hobby verbittern kann.

Koaxdipol/Bazooka-Antenne (Faltdipol) für das 20m Band

Vor geraumer Zeit nahm ich mir vor,für einen Funkfreund eine 20m Bazooka anzufertigen.
Und nachdem ich nun mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt war,sollte diese nun heut angefertigt werden.

Wer öfter in meinen Blog schaut,wird schon viele dieser Antennen auf diesen Seiten gefunden haben.

Nun frisch ans Werk...

Als Gehäuse kommt eine handelsübliche Aufputzdose zum Einsatz.
Für die Antenne nutze ich 50Ohm Koaxialkabel aus KWO-Produktion(NOS-Lagerbestände und ähnlich RG58)vom Typ 50-3-1.


Ich meterte zunächst einmal 7,04m des Kabels ab und trennte die Isolierung genau in der Mitte der Gesamtkabellänge auf einer von 2cm auf.
Dort wurde mittig die Abschirmung aufgetrennt und seitlich verdrillt.




Die Aufputzdose(A2) wurde mit zwei passenden PG-Verschraubungen versehen,die später als Zugentlastung genutzt werden.
Danach wurde das Kabel eingezogen,mittig im Gehäuse ausgerichtet und die Verschraubungen angezogen.


Nun musste noch eine Anschlussbuchse(PL=SO239) eingebaut und diese mit einem kurzem Stück RG58 an der Schleife angeschlossen werden.



Zum Schluss müssen nun nur noch die äußeren Kabelenden des Koaxialkabels abisoliert,kurzgeschlossen und verdrillt werden.
Dort werden dann an jeder Seite je ein 1,46m langer Stub aus normaler Litze verlötet(in dem Fall NOS-Antennendraht aus DDR-Fertigung).
FERTIG ist die Bazooka-Antenne für das 20m Band.






DAIWA NS660P - wenn die AVG-Anzeige nicht mehr funktionieren will...

Das DAIWA NS660P SWR/Wattmeter ist ein für den QRO-Betrieb geeignetes Kontrollinstrument,welches sich durch seinen sauberen und soliden Aufbau auszeichnet.


Nur kann auch dort mal etwas kaputt gehen.
So auch hier.
Ich hatte dieses Gerät als "TOP-Zustand" auf einer
bekannten Auktionsplattform erstanden.
Zunächst war ich schon über den durch den Verkäufer nicht deklarierten defekten Beleuchtungsschalter verbittert.
Das Ding war defekt und der "Spezi" hatte die Kabel im inneren des Gerätes einfach gebrückt und mittels billigstem Baumarktisotape "isoliert".
Irgendwann in nicht ferner Zukunft wäre es garantiert zum Kurzschluss gekommen,weil sich das Tape schon abgelöst hatte und die Verbindungsstelle schon fast offen lag.

Aber dieser Fehler wurde schnell wieder behoben.
Ein neuer Schalter und wenige Handgriffe später war der Pfusch behoben.


Da dem Gerät auch nun wieder ein Licht aufgehen konnte,sollte es jetzt aber dem anderen verschwiegenen Fehler ans Leder gehen.
Der 220µF Elko der AVG-Schaltung war gealtert und defekt.
Der Tausch war genauso schnell,wie der des Schalters vorgenommen.




Kenwood AT200 - defekte SWR/Leistungsmessbrücke reparieren

Der Kenwood AT200 ist ein sauber aufgebauter Antennentuner aus den späten 70er Jahren.
Dieser Tuner ist recht sauber aufgebaut und deutlich sauberer verarbeitet als das Zeugs eines gewissen Herstellers aus Starkville/USA.


In diesem Falle hatte der Nutzer leider etwas viel Transceiveroutput und damit eine der beiden Dioden in der Messschaltung des SWR/Wattmeters gehimmelt.


Der Fehler war schnell zu beheben.
Zuerst wurde das Gehäuse geöffnet und die Anpassschaltung ausgebaut.
Ich tauschte nun die Dioden D1 und D2 gegen russische Vergleichstypen aus,die in meiner Schublade rumlagen.


Icom IC-AT100 - Defekt des automatischen Betriebsmodi beheben

Der Icom IC-AT100 ist ein vollautomatischer Antennentuner.


Da er sich viele Jahre als zuverlässiger Begleiter erwiesen hat,sollte es einem kleinen,seit kurzer Zeit vorhandenem Problem ans Leder gehen.

Der Tuner konnte nur noch sporadisch in den Automatikmodus umgeschaltet werden.
Der Fehler ist ein einfaches Printrelais,welches 
sich sehr schnell,kostengünstig und einfach wechseln lässt.

Das Gerät wird hierzu geöffnet.


An der Frontseite des Gerätes befindet sich eine kleine Platine.
Diese wird nun durch das Entfernen der beiden Schlitzschrauben im Gehäuse gelöst.


Ich brauchte nur noch das Relais auslöten und es gegen ein vergleichbares Panasonic Printrelais tauschen.
Danach funktionierten wieder alle Betriebsmodi.





DAIWA PS-30XM 2 - Ausgangsspannungsprobleme durch fehlerhafte Regelung schnell beheben

Das DAIWA PS-30XM2 ist ein konventionell aufgebautes und regelbares Netzteil für den Funkeinsatz.

Die Netzteile sind recht solide aufgebaut und gestatten mit ihren 24Ampere Dauerlast den Einsatz an 100Watt Transceivern.
Und durch deren konventionellen Aufbau muss man durch das Netzteil auch keine Störungen im Kurzwellenbereich befürchten.

Jetzt tritt an diesen Netzteilen bei steigendem Alter öfter ein Fehler auf,der schnell zu beheben ist.
Das Poti für die Regelung der Ausgangsspannung besitzt eine Mittelstellung bei der am Ausgang normaler Weise 13,8V anliegen sollten.
Wer sich nun wundert,daß irgendwann die Spannung bei Mittelstellung nach und nach abfällt(teils bis runter 9V),der kann dieses Problem schnell und sehr günstig beheben.
Nach dem öffnen des Gehäuses ist auf der rechten Seite die Platine für die Regelung zu finden.


Auf der Platine findet man schnell die Potis für die  Regelung und einen Elko.
Dieser Elko muss nun gewechselt und die Potis gereinigt und die Ausgangsspannung neu eingestellt werden.