Mittwoch, 13. März 2013

Mantelwellensperre schnell selbst gebaut

Wer schon einmal Probleme mit Mantelwellen/Gleichtaktstörungen hatte und erlebt hat was solche Störungen an der eigenen HF-Anlage verursachen können,will sicher für Abhilfe sorgen.

In diesem Falle sollte die Mantelwellensperre unter dem Dach an einer Unterdachantenne angeschlossen werden.

Hierzu wurde RG174 so oft wie möglich auf einen geeigneten Ringkern gewickelt.

Falls sich der ein oder andere Leser wundern sollte,
warum der Kern nicht im Schema der recht oft abgebildeten Fertigungsweise mit durchführtem Koaxkabel gewickelt wird,dem muss gesagt werden,daß die Mantelwellensperre im hier abgebildeten Wickelschema eine deutlich höhere Sperrdämpfung hat und somit wirkungsvoller ist.


Für den fertig bewickelten Kern wurde nun ein Aufputzgehäuse(A2)vorbereitet.
Hier wurden zunächst die später genutzten BNC-Buchsen eingebaut.


Jetzt konnte der fertige Kern an den BNC-Buchsen angeschlossen werden.


Der Kern wurde nun noch mit H-Fix(Heisskleber aus dem Industriebereich)im Gehäuse fixiert.


Zum Schluss wurden nur noch die passenden Anschlusskabel angefertigt.

       

Sonntag, 10. März 2013

Digitales Voltmeter für die Spannungsüberwachung der Funktechnik

Beim mobilen Einsatz von Funktechnik,egal ob im Wohnmobil,Caravan oder bei notfunkangagierten Funkfreunden ist eine Spannungsüberwachung vor allem bei längeren Einsätzen mit leistungsstarken QRO-Transceivern(bei QRP ist glücklicher Weise die Stromaufnahme wie geschaffen für den Batterie-/Akkubetrieb)ist es immer ratsam,eine Spannungsüberwachung der Betriebsbatterien zu haben.

Da ich ein Voltmeter benötigte,daß zwei umschaltbare Spannungseingänge hat,musste dafür eine Lösung her.

Zuerst wollte ich ein Kunststoffgehäuse von Kemo nehmen und dort einfach die benötigte Verdrahtung unterbringen.
Aber das gefiel mir nicht so.
Nach langem grübeln fiel mir ein,daß ich noch eine verwaiste Anzeigeeinheit eines alten Maldol-VHF/UHF Wattmeter habe.
Da dessen Messkoppler eh fehlte,stand der Beschluss fest.
Das Ding muss "transformiert" werden...


Zu extrem günstigen 3EURO incl.Versand bestellte ich ein digitales Voltmeter in Hongkong.


Das digitale Voltmeter war erstaunlich sauber verarbeitet und funktionierte mit ausreichender Genauigkeit.

Nun wurde also das Anzeigegerät des ehemaligen SWR/Wattmeters zerlegt und die Umschaltplatine sowie das Messwerk ausgebaut(war ja noch tadellos nutzbar und viel zu schade für die Tonne).


Dort konnte ich nun den Ausschnitt für den Einbaurahmen des Voltmeters anzeichnen und ausschneiden.
Nach ein wenig Nachbearbeitung passte das 
LED-Display recht schnell.


Nun wurde die Elektronik aus dem Kunststoffrahmen genommen und der Rahmen der Anzeige mittels 2K-Klebers im Gehäuse eingeklebt.
Nach dem Abtrocknen des Klebstoffes,wurde das Gehäuse neu lackiert.


Da die Anzeige leider keine ordentliche Farbblende hatte und diese im Serienzustand auch zu hell für den Einsatz im Auto war(blendet sonst bei Nacht)griff ich zu einer einfachen Methode um Abhilfe zu schaffen.

Das Hilfsmittel war Scheibentönungsfolie aus dem Kfz-Zubehör.


Nachdem die originale Kunststoffblende mit Folie
bezogen war,konnte die LED-Platine wieder eingebaut werden.
Und siehe da,der erste Probelauf sah schon recht brauchbar aus.


Jetzt wurden die originalen Kunststofffolien mit dem
Bedienaufdruck mit Karbonfolie bezogen.

  
Die Front war soweit erst einmal fürs erste fertig.


Jetzt konnten die originalen Kippschalter nebst Ihrer 
Trägerplatine eingebaut werden.
Zusätzlich wurde noch ein weiterer Kippschalter(Alco)
eingebaut,der später als einfacher EIN/AUS-Schalter dient.
Mit den beiden originalen Schaltern können bis zu vier
verschiedene Batterien überwacht werden. 
(drei Eingänge werden benötigt und einer bleibt zur 
Reserve   


Zum Schluss konnte noch ein Funktionstest 
durchgeführt und das Gehäuse zusammengebaut werden.
Für einen Kostenaufwand von nur 3Euro hab ich nun das benötigte Voltmeter und kann somit der Fielddaysaison entgegen schauen.

 



 

Donnerstag, 7. März 2013

Motorola GSN6035B - Der Umbau des Betriebsfunklautsprechers auf ein besseres Lautsprecherchassis

Im vergangenen Sommer bekam ich von einem Funkfreund(Gruß in die Hauptstadt ;) einen Motorola Betriebsfunklautsprecher geschenkt,der bei diesem nur noch eine krächzende Wiedergabe hatte.
Eigentlich sind diese Lautsprecher besonders für laute Einsatzgebiete sprich im Kfz,Baumaschinen o.ä. gedacht und deshalb für den Normaleinsatz vom Frequenzgang her,nicht wirklich gehörfreundlich.

Kurz nach dem Erhalt der Bastelware wurde ein "Soundcheck" gemacht und ich stellte schnell fest,daß offenbar der Lautsprecher an sich defekt war.

Also wurde das Lautsprechergehäuse geöffnet um Abhilfe zu schaffen.
Ich hatte zwar einen identischen Schlachtlautsprecher mit defektem Gehäuse noch rumliegen aber entschied mich,einen einzelnen noch aus einem früheren Schlachtauto rumliegenden Car-Hifi-Lautsprecher zu nutzen.
Und da das Gehäuse ein sehr stabiles Motorola-Gehäuse war und deshalb für mich zu schade zum Verschrotten,mussten beide Dinge miteinander verknüpft werden.
Oder um es anders auszudrücken...
DAS RUNDE MUSS INS ECKIGE ;) 


Bei dem Laustsprecher mussten zunächst die Haltenasen mit einer Blechscheere abgeschnitten werden.
Falls sich jemand wundern,wieso der Schnitt,nennen wir es mal kurvengerade ist,dem muss gesagt werden,daß das Chassisblech wirklich das billigste und weicheste Tiefziehblech der letzten Jahre war,daß von dieser Scheere bewältigt werden musste. *grins*


Im folgenden Schritt lötete ich nur noch das Kabel an die Lautsprecherkontakte und fixierte den Lautsprecher mittels 2K-Kleber (Epoxil) im Gehäuse.
Leider blieb bei dem deutlich tiefer bauenden MacAudio-Lautsprecher nicht die Möglichkeit,diesen an den originalen Haltepunkten zu verschrauben,weshalb ich mich für das Einkleben entschied.


Jetzt musste nur noch die Flanschfläche(siehe Bild vorletztes Bild) wieder geglättet werden und der Lautsprecher konnte verschlossen werden.


Zu guter Letzt kann man folgendes Fazit ziehen.
Der Klang ist um ein Vielfaches besser,das noch in einem sehr gutem Zustand befindliche Gehäuse musste nicht verschrottet werden und man hat auf einfache Weise einen gut klingenden und hoch belastbaren Lautsprecher erhalten.